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GeopolitischeTexte pinned «Pragmatiker und Visionär Vor 100 Jahren wurde Fidel Castro geboren. Die politischen Analysen des kubanischen Revolutionsführers sind bis heute aktuell Von Volker Hermsdorf Zeitlebens beeindruckte der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro durch seine…»
Pragmatiker und Visionär Vor 100 Jahren wurde Fidel Castro geboren. Die politischen Analysen des kubanischen Revolutionsführers sind bis heute aktuell Von Volker Hermsdorf Zeitlebens beeindruckte der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro durch seine…
Pragmatiker und Visionär Vor 100 Jahren wurde Fidel Castro geboren. Die politischen Analysen des kubanischen Revolutionsführers sind bis heute aktuell Von Volker Hermsdorf Zeitlebens beeindruckte der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro durch seine Fähigkeit zu weit vorausschauenden Analysen, die ihn vor politischen Trugschlüssen bewahrte. »Ich habe kein Vertrauen in die Politik der USA«, warnte er Ende 2015, als die von seinem Bruder Raúl und US-Präsident Barack Obama eingeleitete diplomatische Annäherung zwischen Washington und Havanna als »Ende der Eiszeit« und »Beginn einer neuen Ära« gefeiert wurde. Obwohl er eine Normalisierung der Beziehungen grundsätzlich begrüßte, hielt Fidel Castro es mit Bertolt Brechts Ballade vom Wasserrad, in der es über die großen Herren dieser Erde heißt: »Ob sie besser waren oder schlimmer: Ach, der Stiefel glich dem Stiefel immer.« Volker Hermsdorf schrieb an dieser Stelle zuletzt am 16. August 2025 über die Gründung der ersten Kommunistischen Partei Kubas vor 100 Jahren: »Den Weg geebnet« Komplett anzeigen Die Wahl Donald Trumps im Dezember 2016 und dessen erste Amtszeit erlebte er nicht mehr. Am 25. November 2016 starb Fidel Castro Ruz im Alter von 90 Jahren. Mit seiner Warnung, dass Entspannung und Frieden nicht mit dem Wesen des Imperialismus vereinbar seien, behielt der Comandante en Jefe, der am 13. August 100 Jahre alt geworden wäre, allerdings – wie so oft – recht. Auch mit einer anderen, einmal halb im Scherz geäußerten Prognose über die politische Strahlkraft seiner Ideen über den eigenen Tod hinaus täuschte er sich nicht. »Unsere Gegner sollten sich keine Illusionen machen, ich sterbe morgen, und mein Einfluss mag zunehmen«, sagte er. Castro verwies auf den spanischen Nationalhelden El Cid, der seinen Gefolgsleuten auf dem Sterbebett das Versprechen abgenommen haben soll, sich niemals zu ergeben. »Ich könnte es wie Cid Campeador machen, den sie tot auf einem Pferd mit sich führten und so Schlachten gewannen«, fügte er hinzu. Wie zur Bestätigung dieser Äußerung veröffentlichte das US-Außenministerium Ende Juli – gut drei Wochen vor Castros 100. Geburtstag – ein Dokument mit dem Titel »Kuba: Die Hauptstadt des Kommunismus im 21. Jahrhundert« (Cuba: The Capital of 21st Century Communism). Dem im Stil eines Verschwörungsmythos von einem KI-Programm verfassten Bericht ist ein Zitat Fidel Castros aus dem Jahr 1958 vorangestellt, das die »Bedrohung« belegen soll, die laut Außenminister Marco Rubio bis heute von Castros »heimtückischem« Einfluss ausgehe. Wörtlich heißt es in dem 100seitigen Pamphlet: »Kubas materielle Schwäche war niemals das Maß seiner Gefährlichkeit. Seine Macht war stets ideologischer Natur – und sie hat sich als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen.« Weiter ...
Nvidia pustet weiter in die KI-Bubble Chiphersteller verkündet Rekordinvestitionen von 500 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur Sieben Köpfe, vierzehn Daumen nach oben: Auf dem Foto, das Nvidia-Chef Jensen Huang Anfang der Woche auf der Onlineplattform X postete, posiert er mit den finanzkräftigsten Größen der Wall Street. Ein Foto, eine Botschaft: Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs, Apollo, KKR und Blackrock – die halbe US-Finanzelite stellt sich geschlossen hinter die riesenhaften Investitionen in KI-Infrastruktur, die Nvidia am Montag bekanntgab. Konkret geht es um über 500 Milliarden US-Dollar, die für Rechenzentren, Chipfabriken und Kraftwerke mobilisiert werden sollen. Details zu Zeitplan und Struktur der Finanzierung bleiben vorerst aus. Nvidia erklärte lediglich, es würden Kapitalpools in großem Umfang und zu attraktiven Anlegerkonditionen geschaffen. Im Klartext sollen Zweckgesellschaften gegründet werden, die rechtlich vom Mutterkonzern getrennt sind und nur dazu dienen, Kapital zur Finanzierung der gefragten Rechenleistung aufzunehmen. Durch die rechtliche Trennung erscheint die Verschuldung nicht direkt in der Bilanz von Nvidia oder anderen beteiligten Konzernen – ein Konstrukt, das die wachsenden Verschuldungs- und Überhitzungsgefahren kaschieren soll. Die Ankündigung kommt, nachdem sich jüngst die Anzeichen für das Bestehen einer veritablen Finanzblase gehäuft hatten: zirkuläre Deals, verbriefte Schuldtitel, dazu die wachsende chinesische Konkurrenz, die an den kolossalen Bewertungen der US-Anbieter kratzt. Man könnte meinen, die Bedenken sollen nicht etwa ausgeräumt, sondern lediglich unter einen Teppich aus noch mehr Kreditgeld gekehrt werden. Das scheinen die Anleger ähnlich zu sehen: Die Nvidia-Aktie fiel am Tag der Ankündigung um fast drei Prozent, bevor sie sich im nachbörslichen Handel leicht erholte. Huang sah sich genötigt, herauszugeben, das Kapital stamme von unabhängigen, langfristig orientierten institutionellen Investoren. Ob damit die Bedenken der Investoren zerstreut werden können, ist fraglich. Nvidia unterstützt seine KI-Kunden regelmäßig dabei, sich auf den Kapitalmärkten zu verschulden – Fremdkapital, das wiederum in Nvidia-Hardware fließt und damit Nvidias eigenen Umsatz antreibt. Ein Beispiel: Für das geplante 10-Gigawatt-Rechenzentrum in Ohio, das SB Energy baut und an Open AI vermietet, verhandelt Nvidia derzeit eine Bürgschaft in Höhe von rund 250 Milliarden US-Dollar. Nvidia ist damit Bürge und Chiplieferant, SB Energy Bauherr, Open AI Mieter und Kunde – alles in einer einzigen, eng verflochtenen Kette. Damit erhöht Nvidia die Konzentrationsrisiken immer weiter. Auch die Ratingagenturen schlagen Alarm: Moody’s etwa warnt in seiner neuesten Analyse vor den schwindelerregenden Investitionen und den dadurch entstehenden schwereren Schuldenlasten. Gebremst wird dieser Kreislauf bislang kaum. Laut Prognosen der Investmentbank Morgan Stanley werden allein die großen Techkonzerne in den kommenden zwei Jahren rund 3,5 Billionen US-Dollar investieren. Aktien, Anleihen, verbriefte Schuldtitel, Privatkredite, und was es alles gibt – jede noch verfügbare Kapitalquelle wird angezapft, weil die Eigenmittel der Unternehmen für das veranschlagte Tempo nicht mehr ausreichen. Jim Zelter von der Investmentfirma Apollo brachte die neue Logik im Gespräch mit CNBC auf den Punkt: Früher habe man sich zwischen Eigenkapitalmarkt, Anleihemarkt oder Privatkredit entschieden – heute gelte »calling all precincts, any and all«. Zurück zu @Geopolitik Quelle
GeopolitischeTexte pinned «CHINAS HANDEL MIT AFRIKA 100 Tage zollfrei Nach dreieinhalb Monaten chinesischer Nullzollpolitik ziehen afrikanische Landwirte eine positive Bilanz Von Luca von Ludwig Etwas über 100 Tage lang herrscht seitens der Volksrepublik China eine Nullzollpolitik…»
CHINAS HANDEL MIT AFRIKA 100 Tage zollfrei Nach dreieinhalb Monaten chinesischer Nullzollpolitik ziehen afrikanische Landwirte eine positive Bilanz Von Luca von Ludwig Etwas über 100 Tage lang herrscht seitens der Volksrepublik China eine Nullzollpolitik…
CHINAS HANDEL MIT AFRIKA 100 Tage zollfrei Nach dreieinhalb Monaten chinesischer Nullzollpolitik ziehen afrikanische Landwirte eine positive Bilanz Von Luca von Ludwig Etwas über 100 Tage lang herrscht seitens der Volksrepublik China eine Nullzollpolitik für Importe aus 53 afrikanischen Ländern, mit denen Beijing diplomatische Beziehungen unterhält. Anlässlich des Erreichens dieser Zeitmarke am Sonntag zog die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua zu Wochenbeginn Bilanz. Die kann sich durchaus sehen lassen: Die Daten der chinesischen Zollbehörde zeigen, dass die Einfuhren aus Afrika in den Monaten Mai und Juni gemessen am Warenwert um gut ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen haben. Insbesondere die afrikanische Landwirtschaft profitiert laut Xinhua von der neuen Handelsregelung. So legten die Importgesamtwerte von Avocados, Äpfeln und Orangen nach Inkrafttreten der Maßnahme am 1. Mai jeweils um rund 130, 90 und 28 Prozent zu. »Die Nullzollpolitik hat unserem Geschäft neues Leben eingehaucht«, sagte Herman Uwizeyimana, Manager des ruandischen Handelsunternehmens Fischer Global der Nachrichtenagentur. So habe man sich einen größeren Auftrag für die Lieferung eingelegter Chilischoten sichern können, nachdem man in den Jahren zuvor bereits getrocknete Chilis in Richtung China exportiert hatte. Simbabwe konnte im Juli mit dem erstmaligen Verkauf von Blaubeeren in die Volksrepublik ebenfalls einen Erfolg für seinen Agrarsektor verbuchen. Die Nullzollpolitik sei eine der signifikantesten Öffnungen im Handel für die Händler in dem südostafrikanischen Land, ließ sich Allan Majuru von der staatlichen Handelsagentur Zimtrade von Xinhua zitieren. Ähnlich positive Stimmen gab es auch aus dem südafrikanischen Weinsektor. Hier gab eine Händlerin an, mehrere Bestellungen für Ende des Jahres in Auftrag zu haben, und freute sich über die »wettbewerbsfähigere Preisgestaltung«, die durch den Wegfall der Zölle möglich würde. Beobachter heben die positiven qualitativen Auswirkungen entlang der Lieferkette hervor. Paul Frimpong, leitender Direktor des in Ghana ansässigen Africa-China Center for Policy and Advisory, verwies auf Verbesserungen »bei Qualitätsstandards, Verpackung, Zertifizierungsprozessen und Produktionskapazitäten« auf seiten afrikanischer Betriebe. »Für Ghana ist das eine große Chance, weil wir nicht nur Kakaobohnen, Cashewnüsse und andere unverarbeitete Güter exportieren sollten.« Vielmehr müsste auch Verarbeitung, Verpackung und Branding vor Ort geschehen, so Frimpong. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Afrikanischen Union und Präsident von Burundi, Évariste Ndayishimiye. Die Nullzinspolitik trage zu »höheren Gewinnen bei unseren Produkten, der Schaffung nachhaltiger Jobs für unsere Jugend und vor allem zur Entwicklung lokaler Verarbeitungskapazitäten bei, so dass der Mehrwert auf dem afrikanischen Kontinent bleibt«, bei.
GeopolitischeTexte pinned «China jongliert mit dem Ölmarkt Die Volksrepublik konnte ihre Ölimporte zum Jahresbeginn halbieren, ohne in die Rezession zu fallen Die Spritpreise in der Bundesrepublik schossen in die Höhe, die Ölkonzerne machten riesige Gewinne: Der völkerrechtswidrige…»
China jongliert mit dem Ölmarkt Die Volksrepublik konnte ihre Ölimporte zum Jahresbeginn halbieren, ohne in die Rezession zu fallen Die Spritpreise in der Bundesrepublik schossen in die Höhe, die Ölkonzerne machten riesige Gewinne: Der völkerrechtswidrige…
China jongliert mit dem Ölmarkt Die Volksrepublik konnte ihre Ölimporte zum Jahresbeginn halbieren, ohne in die Rezession zu fallen Die Spritpreise in der Bundesrepublik schossen in die Höhe, die Ölkonzerne machten riesige Gewinne: Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran mit der darauf folgenden Sperre der Straße von Hormus hat den internationalen Ölmarkt ins Wanken gebracht – vor allem aber den ärmeren Teile der Weltbevölkerung geschadet. Das kapitalnahe Ifo-Institut errechnete am Montag einen Verlust von knapp drei Prozent des verfügbaren Einkommens für das ärmste Zehntel der Privathaushalte in der Bundesrepublik. In anderen Teilen der Welt, vor allem jenen des globalen Südens, dürften die Folgen noch weit drastischer ausfallen – und sie werden erst jetzt langsam spürbar, wo sich eine Öffnung der Meerenge zwischen dem Iran und Oman anbahnt. Während die Golfmonarchien ihren Export durch Pipelines um täglich fünf Millionen Barrel Rohöl steigerten, gaben die USA und Japan zwei Millionen Barrel pro Tag aus strategischen Reserven frei. Das konnte die Ölpreisentwicklung im Rahmen halten und führte, trotz drastischer Einbußen für die lohnabhängige Bevölkerung weltweit, nicht völlig zum Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Wer nicht über eigene Rücklagen verfügte, war gezwungen, den Handel mit Kraftstoffen einzuschränken, und doch es hätte noch schlimmer kommen können. Dass es nicht so kam, geht vor allem auf den strategischen Umgang der Volksrepublik China im Ölgeschäft zurück. Ohne viel Aufsehen hatte China zum Jahresanfang seine Ölimporte halbiert, was allein einen Rückgang von 5,5 Millionen Barrel pro Tag bedeutete und den Preisauftrieb um 30 US-Dollar oder mehr pro Barrel der Referenzsorte Brent verhinderte, schätzte der britische Economist am Montag. Zum Vergleich: Während die Weltwirtschaft zur Coronapandemie weltweit durch Lockdowns heruntergefahren wurde, war die globale Ölnachfrage um insgesamt neun Millionen Barrel pro Tag eingebrochen. China verzichtete nun auf knapp die Hälfte davon. Doch China steht nicht vor einer Rezession: Zwar wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal mit 4,3 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 2022, doch bedeutet das eine Konjunktur, die bei Unternehmen und Politik in der Bundesrepublik Jubelstürme auslösen würde. Insgesamt hält sich der Schaden des Ölpreisschocks für China in deutlichen Grenzen, auch weil die Volksrepublik jahrelang einen rasanten Aufbau bei erneuerbaren Energien und elektrifiziertem Verkehr vollzogen hat. Auch geht der »Rückgang« des Wachstums nicht etwa auf ausbleibende Öllieferungen zurück, sondern liegt ursächlich in einer schwächeren Binnennachfrage und Nachwirkungen der schweren Immobilienkrise. Anfang des Jahres habe sich China günstig 200 Millionen Barrel gesichert und damit »seine ohnehin schon üppigen Reserven von einer Milliarde Barrel weiter aufgefüllt«, heißt es im Economist. Erst Ende April fing China an, die Rücklagen anzuzapfen. Der Großteil sei aus kommerziellen Beständen erfolgt, so das britische Wirtschaftsmagazin, »gehalten von den auf Gewinn ausgerichteten Lagerhaltungssparten großer Ölkonzerne«. Vom Zeitpunkt, als die letzten, noch vor dem Angriff gegen Iran georderten Lieferungen aus der Golfregion eingetroffen seien, habe China bis Juli auf insgesamt 150 Millionen Barrel davon zurückgegriffen – 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Allein das Lagermanagement könnte demnach für 2,5 Millionen Barrel der um insgesamt 5,5 Millionen Barrel pro Tag gedrosselten Einfuhren verantwortlich sein. »China könnte dieses Vorgehen noch weitere vier Monate fortsetzen, bevor sich die Führung in Beijing Sorgen über unangenehm niedrige Lagerbestände machen müsste«, heißt es im Economist. Weiter ...
🇷🇺 🇪🇺 Dem Wahnsinn verfallen Sie können es nicht lassen. Zwanzig Pakete waren selbstschädigend und vergebens. Ob es beim 21. Versuch klappt? EU verhängt weiteres Sanktionspaket gegen Russland Die EU-Kommission hat das 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Besonders der Finanzsektor soll stärker betroffen sein. Die Verhandlungen waren zäh, viele Länder hatten Extrawünsche. Lesen bei tagesschau.de Archiv: * Russland droht mit Gegenmaßnahmen: Die USA machen Druck, eingefrorene russische Gelder an die Ukraine zu schicken * Der Westen ist bereit, sein Finanzsystem zu zerstören * Moskau droht angesichts des Sanktionsdrucks mit Euroclear- Bankrott und globaler Finanzkrise >>> Linksammlung: * Russland Sanktionen und ihre Folgen * Ukraine @Geopolitik
🇪🇺 EU auf Krypto-Abwegen: Finanzminister winken "digitalen Euro" noch vor Weihnachten durch Zufall oder nicht – parallel zum EU-Gipfel, auf dem es um die Beschlagnahmung der russischen Einlagen in der Europäischen Union geht, wollen die EU-Finanzminister den Weg für das digitale europäische Zentralbankgeld freimachen. Noch in diesem Jahr soll der digitale Euro beschlossen werden. Lesen bei RT DE Archiv: * Yanis Varoufakis: "Europa steht vor einem Jahrhundert der Demütigung" * Erpressbar, entmachtet, entehrt – Wie Europa zum Spielball der USA wurde * Trump kann im Internet den Stecker ziehen und Europa kann nichts dagegen tun * Die euroatlantische Technologieallianz TTC * European Chips Act verschärft Trend des globalen Protektionismus bei Halbleitern >>> Linksammlungen: * Künstliche Intelligenz * EU und Geopolitik @Geopolitik [2025] .
US-Regierung verbietet ausländische Roboter Lesen bei junge Welt Archiv: * Wendepunkt im globalen KI-Wettlauf! China hat Amerikas Tech-Vorsprung gekippt – so lief’s ab * China stellt Plan zur tieferen Integration von industriellem Internet und KI vor * China ruft zu vertiefter globaler Zusammenarbeit bei wissenschaftlicher und technologischer Innovation auf >>> Linksammlungen * Chinesische Technologien und Innovationen * Der Abstieg des Imperiums * US-Handelskrieg gegen die Welt * China wehrt sich gegen unfaire Handelspraktiken @Geopolitik
ASEAN-Konferenz in Manila Philippinen: Zusammenkunft elf südostasiatischer Außenminister. Treffen zwischen Lawrow und Rubio Die Philippinen waren in der vergangenen Woche Gastgeber der 59. Versammlung der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN). Deren Außenminister tagten in Manila vom 21. bis zum 23. Juli unter dem Vorsitz der philippinischen Chefdiplomatin Maria Theresa Parreño Lazaro. Dass die ASEAN seit ihrer Gründung 1967 in der thailändischen Metropole Bangkok weit über die Region hinaus an Ausstrahlungskraft gewonnen hat, bewies nicht nur das Stelldichein der Außenminister der VR China, Russlands, Indiens, Japans, Südkoreas und der USA. Ziel der Veranstaltungsreihe war es, die Prioritäten der philippinischen Vorsitzführung voranzutreiben, die Einheit und Zentralität der ASEAN zu stärken sowie die regionale und internationale Zusammenarbeit zu vertiefen. Auf dem einwöchigen Programm standen neben dem eigentlichen Außenministertreffen intensive Gespräche mit Dialogpartnern sowie Konferenzen von ASEAN-Unterorganisationen, die sich allesamt mit folgenden Themen befassten: die anhaltende Krise im von Militärs beherrschten Myanmar, die Konflikte im Südchinesischen Meer, der Krieg im Nahen Osten, Handel, wirtschaftliche Stabilität sowie grenzüberschreitende Cyberkriminalität. Von Bedeutung war darüber hinaus zweifellos das Zusammentreffen der Außenminister der USA und Russlands, Marco Rubio und Sergej Lawrow. Ausgerechnet in Manila bot sich den Diplomaten am Donnerstag die Bühne, seit langem mal wieder ein direktes Gespräch zu führen. Dieses habe laut der russischen Nachrichtenagentur TASS mehr als eineinhalb Stunden gedauert. Thema sei die Ukraine gewesen, wobei Lawrow Russlands Bereitschaft zu einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts bekräftigt habe. Außerdem sei es um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA gegangen. Lawrow habe die USA zudem vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt, teilte das russische Außenministerium mit. Die anhaltenden Waffenlieferungen an Kiew seien »inakzeptabel«. Lawrow prangerte außerdem »eine destabilisierende Politik der (west-)europäischen Länder« an, die versuchten, Russland eine »strategische Niederlage« zuzufügen. Beide Minister sprachen ebenso über die Lage im Nahen Osten. Russland kritisiert als Verbündeter des Iran immer wieder die US-Angriffe auf die Islamische Republik. Beobachter und regionale Analysten betonten in diesem Zusammenhang, dass sich die ASEAN im Gegensatz zu anderen – meist militärisch ausgerichteten – Allianzen weder durch ideologische Rigorosität noch durch strategische Exklusivität auszeichnet. Wenngleich ASEAN während der Hochphase des Vietnamkrieges Mitte der 1960er Jahre von Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand und den Philippinen mit antikommunistischer Stoßrichtung aus der Taufe gehoben wurde, umfasst sie heute insgesamt elf Mitgliedstaaten – mit annähernd 700 Millionen Einwohnern, einer Gesamtfläche von über 4,5 Millionen Quadratkilometern und einem gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt von umgerechnet ca. 3,47 Billionen Euro. Während das diesjährige ASEAN-Treffen insgesamt friedlich verlief, lieferte einzig die Präsenz des US-Außenministers Zündstoff für Kritik und Proteste – nicht nur wegen seiner aggressiven Politik gegen Iran und Palästina, sondern auch wegen seines Aufrufs, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag »niederzureißen«, »Ziegelstein für Ziegelstein«. Vor allem die landesweit militanten Bauern- und Bürgerrechtsorganisationen Kilusang Magbubukid ng Pilipinas und Bagong Alyansang Makabayan mobilisierten Demonstrationen gegen Rubios Besuch. In gemeinsamen Aufrufen erinnerten sie daran, »dass es bei Washingtons Indopazifikstrategie nicht um die Entwicklung der Philippinen geht, sondern um die Wahrung der strategischen Vorherrschaft der USA in der Region. (Präsident) Marcos jr. lässt zu, dass unsere Wirtschaft, unser Land und unsere Ressourcen zu Instrumenten der geopolitischen Rivalität der USA werden.« Zurück zu @Geopolitik Quelle
GeopolitischeTexte pinned «Warnschüsse aus Teheran USA bombardieren erneut Klinik für Kinder. Iran könnte Wasserversorgung der arabischen Golfstaaten zerstören Sechs Nächte in Folge hat das US-Militär bis zum Wochenende Ziele in Iran bombardiert, auch in der Nacht auf Freitag mit…»
Warnschüsse aus Teheran USA bombardieren erneut Klinik für Kinder. Iran könnte Wasserversorgung der arabischen Golfstaaten zerstören Sechs Nächte in Folge hat das US-Militär bis zum Wochenende Ziele in Iran bombardiert, auch in der Nacht auf Freitag mit…
Warnschüsse aus Teheran USA bombardieren erneut Klinik für Kinder. Iran könnte Wasserversorgung der arabischen Golfstaaten zerstören Sechs Nächte in Folge hat das US-Militär bis zum Wochenende Ziele in Iran bombardiert, auch in der Nacht auf Freitag mit einer neuerlichen Angriffswelle, über deren genaue Ziele die USA keine Auskunft gaben. Binnen weniger Stunden meldeten Irans Revolutionsgarden eine Vergeltungsoperation. Nach eigenen Angaben zerstörten sie Radaranlagen und Aufklärungsflugzeuge auf einem US-Stützpunkt in Bahrain, trafen ein Luftabwehrsystem und ein Waffenlager in Kuwait, griffen einen Stützpunkt im omanischen Ghanim sowie ein Kommandozentrum im syrischen Al-Tanf an. Auch in Katar, wo die USA einen ihrer wichtigsten Militärstützpunkte in der Region unterhalten, schlugen iranische Geschosse ein. Unklar bleibt allerdings, welchen Schaden die Angriffe tatsächlich anrichteten. Die USA hatten mehrere Wochen Zeit, Personal, Flugzeuge und Logistik aus besonders gefährdeten Golfbasen zu verlagern. Doha bemühte sich zugleich, jeden Eindruck einer eigenen Kriegsbeteiligung zu zerstreuen. Berichte israelischer Medien, wonach Katar US-Angriffen auf Iran zugestimmt habe, wies das Emirat zurück. Die Revolutionsgarden begründeten ihren Angriff auf den Stützpunkt dagegen mit US-Schlägen gegen zivile Infrastruktur, darunter Kommunikationsanlagen und Bahnstrecken im Süden Irans. Wie weit sich der Krieg ausweiten könnte, deutete Teheran zugleich als Drohung an: Sollte Washington Kraftwerke in dem Land ins Visier nehmen, könnte Iran die mit ihm verbündeten Ansarollah in Jemen dazu bewegen, mit der Meerenge Bab Al-Mandab ein zweites Nadelöhr des globalen Handels zu sperren. Bislang ist es bei der Ankündigung geblieben. Die US-Angriffe nähern sich jedoch zunehmend jener Schwelle, bei deren Überschreiten Teheran eine Ausweitung des Krieges angekündigt hat. Schon jetzt treffen US-Attacken wiederholt zivile oder dual nutzbare Infrastruktur. Mehrere Brücken in der Provinz Hormozgan, eine Bahnstation bei Bandar Abbas sowie der Flughafen von Iranshahr wurden in den vergangenen Tagen getroffen, das Energieministerium meldete Schäden an Stromleitungen rund um Bandar Abbas. In der südwestiranischen Stadt Ahvaz mussten nach einem US-Angriff 211 krebskranke Kinder aus einer Spezialklinik evakuiert werden, ein Teil von ihnen an Sauerstoffgeräte oder Infusionen gebunden. Selbst getroffen wurde das Gebäude nicht. Doch die Wucht der Explosion in der Nähe reichte aus, um die sofortige Räumung nötig zu machen. Das US-Zentralkommando spricht in seinen Mitteilungen dennoch davon, dass lediglich »militärische Logistikinfrastruktur« beschossen werde. Aus Europa ist dazu bislang wenig zu hören. EU-Ratspräsident António Costa hatte Washingtons Drohung, zivile iranische Infrastruktur zu zerstören, im April als »illegal und inakzeptabel« bezeichnet, zugleich aber Iran selbst die Hauptverantwortung für das Leid der Bevölkerung zugeschrieben. Seither blieb es bei allgemeiner Kritik ohne Konsequenzen – ein Oxforder Völkerrechtler sprach von »artikuliertem Schweigen«. Sollten die USA ihren völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ausweiten, so hätte der Iran eine ultimative Eskalationsmöglichkeit zur Verfügung. Ein iranischer Angriff traf jetzt eine kuwaitische Anlage zur Wasserentsalzung. Das zeigt den Golfstaaten eine existentielle Bedrohung auf. Denn Kuwait, Katar und Bahrain beziehen zwischen 90 und 99 Prozent ihres Trinkwassers aus Meerwasserentsalzung, Oman 86 Prozent, Saudi-Arabien 70 Prozent – aus Anlagen, die zumeist offen an der Küste liegen und kaum geschützt sind. Weiter....
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