RE: Klimakrise
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Freitag, 14. August: Ernteausfälle befürchtet | Brand in NRW | Hitzewelle kostet Milliarden 1️⃣ Der Bauernverband befürchtet massive Ernteausfälle aufgrund der Dürre. Bauernpräsident Joachim Rukwied spricht von einer "brutal angespannten Lage". Besonders betroffen sind wohl Getreideernten in Süddeutschland. | ntv 2️⃣ In der Eifel wütet der womöglich größte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten. Rund 2000 Menschen mussten im Kreis Düren bereits evakuiert werden. Erschwerend für die Löscharbeiten sind die hohen Temperaturen, teils sollen es vor Ort bis zu 38°C werden. | Tagesschau 3️⃣ Die extreme Hitze könnte die EU-Wirtschaft in diesem Jahr rund 180 Milliarden Euro kosten. Diese Schätzung der Triodos Bank entspricht etwa 1 % des gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die durch Waldbrände entstandenen Verluste an Ökosystemleistungen könnten sich auf weitere bis zu 4,6 Milliarden Euro belaufen. | euronews
Donnerstag, 13. August: Schneider für Klimaanpassung | Uniper will Rechenzentren | Kohleausbau 1️⃣ Umweltminister Carsten Schneider will Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe ins Grundgesetz aufnehmen. Die CDU zeigt sich skeptisch. Schneider hatte gestern angekündigt, eine Änderung des Grundgesetzes vorzuschlagen, damit Klimaanpassung und Klimaschutz bundesweit finanziert werden können, statt nur von Ländern und Kommunen. | Deutschlandfunk 2️⃣ Der bundeseigene Konzern Uniper will an seinen Kraftwerksstandorten auch Rechenzentren ansiedeln. Man wolle "Standorte für die KI-Wirtschaft" entwickeln, so Vorstandschef Michael Lewis. Auch der Konzern RWE entwickelt energieintensive Rechenzentren an eigenen Industriestandorten. | ZEIT 3️⃣ Indien befeuert den Anstieg der weltweiten Kohleverbrennung. Laut einem neuen Bericht wurden 2025 so viele neue Kohleprojekte geplant, dass die stagnierende Nachfrage damit deutlich überschritten würde. Indien baut genau wie China neben fossilen Energien auch Erneuerbare massiv aus, um den steigenden Energiebedarf zu decken. | Guardian
Mittwoch, 12. August: Lkw-Sonntagsfahrverbot | Brände in Indonesien | Italien will Atomkraft zurück 1️⃣ Immer mehr Bundesländer heben das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen auf. Gebietsweise dürfen die Lkws jedoch nur dann sonntags fahren, wenn ihre Transportgüter normalerweise auf Binnenschiffen verladen würden. Durch extrem niedrige Wasserstände etwa an Rhein, Elbe und Donau ist die Binnenschifffahrt derzeit erheblich beeinträchtigt. | Spiegel 2️⃣ In Indonesien breiten sich verheerende Waldbrände aus. Die Feuer haben bereits über 107.000 Hektar Land zerstört, teilweise bleiben Schulen wegen der verschmutzten Luft geschlossen. Unter anderem aufgrund des El Niño ist die Trockenzeit in Südostasien in diesem Jahr besonders heiß und lang. | BBC 3️⃣ Italiens Regierung will zurück zur Atomkraft. 1987 hatte das Land nach dem Unglück von Tschernobyl den Ausstieg beschlossen. Nun will Ministerpräsidentin Giorgia Meloni insbesondere mit kleinen und flexiblen Reaktoren die Stromkosten senken. | Handelsblatt
Dienstag, 11. August: Meerestemperaturen | Dürre in Großbritannien | Waldbrände 1️⃣ Die Meere sind so warm wie nie zuvor im Juli. Abseits der Pole lag die Oberflächentemperatur bei knapp 21 Grad. Insbesondere in den vom El Niño betroffenen Regionen im tropischen Pazifik sind die Temperaturen besonders hoch. | Der Standard 2️⃣ Rund 70 Prozent Englands ist von Dürre betroffen. Eine fünfte für nächste Woche angekündigte Hitzewelle droht die Lage zu verschärfen. Landwirt:innen warnen bereits vor Nahrungsmittelengpässen. | SPIEGEL 3️⃣ In Spanien wüten erneut verschäfte Waldbrände. Aufgrund der vermehrten Hitzewellen und Trockenheit erlebte Europa in den vergangenen Wochen eine besonders intensive Waldbrandsaison. Auch in Teilen der USA und Kanada sowie Indonesien wüten teils unkontrollierte Waldbrände. | Reuters
Montag, 10. August: Heißester Juni und Juli | Niedrigwasser | Taifun in Ostasien 1️⃣ Juni und Juli waren in Europa so heiß wie noch nie. Mit 21,62 Grad lag die Durchschnittstemperatur knapp 2,8 Grad über dem Referenzwert von 1991-2020. Zusätzlich zu der Hitze herrscht in großen Teilen Europas seit Monaten Wasserknappheit und Trockenheit, weswegen die Dürre sich intensiviert und Waldbrände heftiger und häufiger werden. | FAZ 2️⃣ Der Rhein hat am Wochenende einen historischen Tiefstand von 14 Zentimetern erreicht. Auch in der Donau und der Elbe herrscht Niedrigwasser, was Schifffahrt stark beeinträchtigt und Ökosysteme schädigt. Das Niedrigwasser ist bereits ungewöhnlich früh im Jahr, Expert:innen befürchten eine weitere Verschärfung. | ZEIT 3️⃣ Der stärkste Taifun des Jahres hat die Philippinen, China und Japan getroffen. In China wurden rund eine Million Menschen evakuiert, auf den Philippinen sind mindestens acht Menschen gestorben. Auch wenn Taifun in der Region üblich sind, warnen Wissenschaftler:innen davor, dass die Klimakrise Extremwetter häufiger und heftiger macht. | Guardian
Freitag, 7. August: Neue Extremtemperaturen | RWE verlässt US-Windkraft | Bündnis fordert Hitze- & Klimaschutz 1️⃣ In Mittel- und Osteuropa herrscht erneut extreme Hitze. In der Slowakei wurde ein neuer Höchstwert von 42°C erreicht, auch Österreich und Ungarn melden Extremwerte. In Polen mussten Kohlerkaftwerke wegen Kühlwassermangels abgeschaltet werden. | Guardian 2️⃣ Die US-Regierung zahlt RWE 1,2 Milliarden Dollar für den Ausstieg aus Windkraftprojekten. Der Konzern bekommt durch einen Deal mit der US-Regierung Pachtkosten für Offshore-Windkraftflächen zurückgezahlt. Stattdessen will RWE rund 900 Millionen Dollar in die Beteiligung an einem Flüssigerdgas-Projekt in Louisiana stecken und Gasturbinen liefern. | Handelsblatt 3️⃣ Ein breites Bündnis fordert die Bundesregierung zu Hitze- und Klimaschutz auf. Unter anderem die Arbeiterwohlfahrtsorganisation (AWO), der Deutsche Mieterbund und Klima- und Umweltorganisationen veröffentlichen gestern einen entsprechenden 5-Punkte-Plan. Fridays for Future rief außerdem zum Protest vor dem Kanzleramt auf. | ZEIT
Donnerstag, 6. August: Niedrigwasserkonferenz | El Niño | Wassermangel in den Alpen 1️⃣ Um die Auswirkungen des extremen Niedrigwassers abzumildern, will CDU-Verkehrsminister Bilger das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen aufheben. Der Transport wichtiger Güter soll von Flüssen auf Straßen und Schienen verlagert werden. Besprochen wurden bei der Niedrigwasserkonferenz auch längerfristige Maßnahmen wie der Ausbau von Wasserstraßen und Umbau von Schiffen. | ZDF 2️⃣ Durch den El Niño könnten bis Ende nächsten Jahres 50 Millionen Menschen von Hunger betroffen sein. UN-Vorhersagen befürchten eine schlechtere Versorgung in 45 Ländern. Das Wetterphänomen El Niño entwickelt sich alle paar Jahre im Pazifik und führt weltweit zu Veränderungen der Niederschlagsmuster, in diesem Jahr gilt es als besonders stark ausgeprägt. | Guardian 3️⃣ Auf zahlreichen Berghütten in den Alpen herrscht Wassermangel. Teilweise muss Trinkwasser per Hubschrauber angeliefert werden, weil Quellen versiegt sind. Nach zwei schneearmen Wintern und einer langen Periode ohne Niederschläge gilt die Lage als extrem angespannt, so der Deutsche Alpenverein. | Spiegel
Mittwoch, 5. August: Hitzeschutz gefordert | Fossile Konzerne profitieren | US-Klimagelder 1️⃣ Die Bundesregierung steht aufgrund mangelnder Hitzeschutzmaßnahmen zunehmend unter Druck. Die Waldbrandgefahr steigt auch in Deutschland und immer mehr Flüsse führen zu wenig Wasser. Zahlreiche Gruppen fordern Schutzmaßnahmen wie einen Hitzeplan. | Tagesschau 2️⃣ Fossile Konzerne machten in den letzten Monaten Rekordgewinne. Acht der weltweit größten Ölkonzerne erzielten in nur drei Monaten Gewinne von mehr als 90 Milliarden US-Dollar. Währenddessen stiegen Energiekosten in zahlreichen Ländern massiv an. | Guardian 3️⃣ Ein US-Gericht hat die Streichung von Fördermitteln für erneuerbare Energie durch die Trump-Regierung als rechtswidrig eingestuft. Die US-Regierung soll nun die Fördergelder freigeben, nachdem die Umweltschutzbehörde EPA Milliarden an Mitteln eingefroren hatte. Trumps Regierung drehte zahlreiche Klimaschutzprojekte von Vorgänger Biden zurück. | ZEIT
Dienstag, 4. August: Niedrigwasser | Klage gegen Ölplattform | Deutschlandticket 1️⃣ Aufgrund des Niedrigwassers im Rhein ist die Schifffahrt stark eingeschränkt. Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor einer drohenden Rezession, da durch Lieferengpässe und gestiegene Transportkosten unter anderem Chemie- und Stahlindustrie nur eingeschränkt produzieren können. Der neue Verkehrsminister Steffen Bilger hat angesichts des durch Trockenheit und Hitze verursachten Niedrigwassers eine Sonderkonferenz einberufen. | n-tv 2️⃣ Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen die Ölplattform Mittelplate in der Nordsee. Die Ölplattform befindet sich im Nationalpark Wattenmeer, wobei Prüfungen zur Naturverträglichkeit fehlen. Ein Gericht hatte die Ölförderung zunächst gestoppt, dieser Beschluss wurde mit Blick auf technische Gründe, Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze zwischenzeitlich wieder ausgesetzt. | Kieler Nachrichten 3️⃣ Das Deutschlandticket könnte 2027 erneut teurer werden. Da die Zuschüsse von Bund und Ländern auf jeweils 1,5 Millarden Euro pro Jahr gedeckelt sind, müssten höhere Energie- und Personalkosten durch den Ticketpreis von dann 66,40 Euro ausgeglichen werden. Der Verkehrsclub Deutschland fordert eine stärkere finanzielle Unterstützung, für den Tankrabatt hatte die Bundesregierung beispielsweise in zwei Monaten mehr als 1,6 Milliarden Euro ausgegeben. | FAZ
Montag, 3. August: Hitzetote | Energienotstand | Waldbrände in Griechenland 1️⃣ Allein in Deutschland sind bisher rund 10.000 Menschen aufgrund der Hitze gestorben. Laut Robert-Koch-Institut sind damit schon jetzt mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als im besonders heien Sommer 2018. Die Expert:innen weisen darauf hin, dass es neu sei, dass in Deutschland Hitzewellen regelmäßig auftreten, weswegen beispielsweise Gebäude nicht gut darauf eingerichtet seien. | ZDF 2️⃣ In mehreren Ländern Europas drohen aufgrund der Dürre Energiemangel und Stromausfälle. In Rumänien und Ungarn wurden Atomkraftwerke wegen Niedrigwasser abgeschaltet und Industrie und Bevölkerung aufgefordert Strom zu sparen. In Serbien produzieren Wasserkraftwerke wenig Strom, zudem fehlen Treibstofflieferungen, da auf der Donau weniger Schiffe als normal fahren können. | t-online 3️⃣ In Griechenland sind Waldbrände nach heftigen Winden und Trockenheit außer Kontrolle geraten. Die Feuerwehr versucht ein Ausbreiten in Richtung der Industrieanlagen und Raffinerien in Westattika zu verhindern. Schon vor Beginn der schlimmsten Phase der Waldbrandsaison sind bisher mehr als 20.000 Hektar Wald verbrannt. | taz
Freitag, 31. Juli: Städtetag fordert Milliarden | AKWs abgeschaltet | Forderung nach Hitzegipfel 1️⃣ Der Deutsche Städtetag fordert Milliardeninvestitionen von Bund und Ländern für Hitzeanpassung. Finanzieren sollen diese etwa Maßnahmen wie Entsiegelung von Böden oder mehr Grünflächen. Bestehende Finanzstrukturen reichten für eine umfassende Umsetzung nicht aus. | RND 2️⃣ Auch in Rumänien und Ungarn mussten Atomkraftwerke aufgrund von Niedrigwasser gedrosselt werden. In Frankreich wurden ebenfalls Reaktoren abgeschaltet, während in Österreich die Wasserkraft unter niedrigen Pegelständen leidet. Atomkraftwerke brauchen große Mengen an Kühlwasser, wofür die Flüsse teilweise zu warm oder zu ausgetrocknet sind. | Tagesschau 3️⃣ Zahlreiche Umweltverbände schließen sich der Forderung der Grünen nach einem Hitzegipfel an. Die Klimaallianz, eine Dachorganisation von über 150 Gruppen, fordert außerdem eine Beschleunigung der Energiewende. Die Grünen hatten einen Gipfel auf EU-Ebene gefordert, die Klimaallianz richtet sich vor allem an die deutsche Bundesregierung und fordert konkrete Maßnahmen ein. | ZEIT
Donnerstag, 30. Juli: EEG beschlossen | Ressourcen aufgebraucht | Heißer Juli 1️⃣ Katherina Reiches Erneuerbare-Energien-Gesetz und Netzpaket wurden im Kabinett beschlossen. Damit wird unter anderem die Förderung kleiner Solaranlagen geschwächt und das Betreiben von Windkraftanlagen weniger attraktiv gestaltet. Die Wirtschaftsministerin bezeichnet die Reformen als "Paradigmenwechsel", Umweltverbände üben scharfe Kritik. | ZEIT 2️⃣ Der heutige 30. Juli ist der diesjährige weltweite Erdüberlastungstag. Es wurden also alle Ressourcen aufgebraucht, die natürlich nachgebildet werden könnten. Um das Gleichgewicht zwischen Verbrauch und natürlicher Regeneration aufrecht zu erhalten bräuchte es über 1,7 Erden. | Tagesschau 3️⃣ Dieser Juli ist der fünfte Monat in Folge mit überdurchschnittlich viel Sonne. Der Monat gehört laut Angaben des deutschen Wetterdienstes zu den zehn heißesten Juli-Monaten seit Aufzeichnungsbeginn. Auch die Niederschlagsmengen blieben gering. | Tagesspiegel
Mittwoch, 29. Juli: Klimagelder für Fossile | Waldbrände | Hochwasser in Indien 1️⃣ Ein großer Teil von EU-Geldern zu Dekarbonisierung floss in fossile Brennstoffe und klimaschädliche Projekte. Der Fonds sollte eigentlich Belastung der Industrie durch den ETS abfedern und klimaneutralen Umbau fördern. Ein Bericht zeigt nun, dass unter anderem rund ein Drittel der Gelder in Erdgasprojekte ging. | Euractiv 2️⃣ Waldbrandursachen werden durch die Klimakrise begünstigt. Die Brände werden meist durch menschliche Einflüsse ausgelöst und breiten sich dann aufgrund großer Trockenheit und bestimmter Windströme wie aktuell in Südeuropa schnell aus. Feuerwetter, welches günstige Brandbedingungen bietet, tritt durch die Erderhitzung häufiger auf. | MDR 3️⃣ Die Region Assam in Indien ist von den schlimmsten Fluten seit Jahrzehnten betroffen. Letzte Woche sind fast 60 Menschen aufgrund des Hochwassers verstorben, Dutzende werden vermisst. Expert:innen zufolge habe sich die Hochwasserlage wegen Abholzung, alternder Deiche und stärkerer Niederschläge infolge der Klimakrise verschlimmert. | BBC
Dienstag, 28. Juli: Hitzewelle in Südeuropa | Taifun in China | El Niño kommt 1️⃣ In Südeuropa droht die kommende Hitzewelle die Waldbrände zu verschärfen. Zwar macht die Feuerbekämpfung rund um Bordeaux und Madrid Fortschritte, jetzt droht eine erneute Ausweitung der Brände. In Südfrankreich und Spanien werden Temperaturen von über 40 Grad erwartet. | tagesschau 2️⃣ Wegen eines Taifuns müssen mehr als 700.000 Menschen in China und Hong Kong evakuiert werden. Der Taifun ist der stärkste des bisherigen Jahres. Im Juli sind bereits zwei andere außergewöhnlich heftige Stürme in der Region verzeichnet worden. | Guardian 3️⃣ Der diesjährige El Niño droht der stärkste jemals zu werden und lange anzuhalten. Das Wetterphänomen, bei dem sich der Ostpazifik alle zwei bis sieben Jahre außergewöhnlich stark erwärmt, führt zu Überschwemmungen in Südamerika sowie Dürren und Bränden in Ostasien und Südafrika. In der Folge kann es zu Ernteausfällen und Hungersnöten, sowie einer Beschleunigung des Klimawandels kommen. | Deutschlandfunk
Montag, 27. Juli: Waldbrände | Verkehrsminister | Hitzewelle 1️⃣ In Frankreich musste eine Viertelmillion Menschen aufgrund der Waldbrände evakuiert werden. Das Feuer ist nur noch 15 Kilometer von der Stadt Bordeaux entfernt, deren Evakuierung ist jedoch nicht geplant. Präsident Macron hat ein Treffen des Krisenstabs einberufen, es sind neben 2500 Feuerwehrmännern auch 1500 Militärangehörige im Einsatz. | tagesschau 2️⃣ Steffen Bilger soll als Verkehrsminister auf Patrick Schnieder folgen. Der ehemalige parlamentarische Staatssekretär war bisher mit wirtschaftsnahen Positionen aufgefallen und hatte sich gegen Tempolimit und Verbrenner-Aus sowie für einen Hochlauf von Wasserstoff und E-Fuels ausgesprochen. Nach den gerichtlich erwirkten Diesel-Fahrverboten hatte sein Bezirksverband Anträge eingereicht, die der Deutschen Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit sowie Verbandsklagerecht zu entziehen. | Frankfurter Rundschau 3️⃣ Eine neue Hitzewelle in den USA betrifft mehr als 40 Millionen Menschen. In Kalifornien, Minnesota und Mississippi herrschten teilweise Temperaturen von über 38 Grad. Die dritte Hitzewelle in einem Monat ist das Ergebnis einer sogenannten Hitzekuppel, die hohe Temperaturen über eine lange Zeit ermöglicht und besonders gefährlich ist. | Guardian
Freitag, 24. Juli: Schneider vs Reiche | Elbschifffahrt | Hitze in Südeuropa 1️⃣ Wirtschaftsministerin Reiche steuert bezüglich der EU-Methanverordnung gegen den Regierungskurs. Entgegen der Position von Umweltminister Schneider und einer entsprechenden Regierungsvereinbarung kritisierte sie die EU-Regelung öffentlich. Mit der Verordnung sollen die äußerst klimaschädlichen Methanemissionen in Gas- und Ölindustrie reduziert werden. | t-online 2️⃣ Auf der Oberelbe können wohl bis September wegen Niedrigwasser keine Güterschiffe verkehren. Betroffen ist der Flussabschnitt von Tschechien bis nach Magdeburg, auch in anderen Regionen müssen Schiffsladungen verringert werden. An Rhein und Donau werden ebenfalls ungewöhnlich niedrige Pegelstände gemeldet. | Spiegel 3️⃣ In Frankreich und Spanien eskalieren Waldbrände und extreme Hitze. Zehntausende mussten evakuiert werden, Frankreich bittet um EU-Hilfen und Spanien hat um Madrid den Notstand ausgerufen. Der Mittelmeerraum ist aktuell von einer intensiven Hitzewelle betroffen, Luft- und Wassertemperatur erreichen Extremwerte. | Guardian
Donnerstag, 23. Juli: Trockenheit | Methanverordnung | Waldbrände 1️⃣ Die aktuelle Dürre ist Folge des Klimawandels. Wissenschaftler:innen haben die Niederschlagsmuster vergangener Jahrzehnte analysiert und können bestätigen, dass die höheren Temperaturen aus auch sonst auftretender Trockenheit Dürre machen, da mehr Wasser aus dem Boden verdunstet. Die aktuelle Dürre in Europa ist dadurch je nach Region fünf- bis elfmal wahrscheinlicher geworden. | Tagesschau 2️⃣ Die EU-Kommission will Unternehmen von Strafzahlungen bei Verstößen gegen die Methanverordnung befreien. Eigentlich sollten Unternehmen ab 2027 verpflichtet sein, die Methanemissionen bei Förderung und Transport von Gas zuerst zu messen und perspektivisch aufzufangen. Donald Trump hatte mit Lieferstopps gedroht, Klimaexpert:innen kritisieren den Schritt, da Methan rund 80-mal stärker zur Klimaerhitzung beiträgt als CO2. | taz 3️⃣ Wegen Waldbränden mussten mehr als 20.000 Menschen in Südeuropa evakuiert werden. Sowohl in Frankreich als auch in Spanien und Italien wüten seit Tagen teilweise unkontrollierbare Feuer. Südeuropa hat bereits drei ausgeprägte Hitzewellen erlebt, weswegen Böden sehr ausgetrocknet sind, was die Feuer begünstigt. | tagesschau
Mittwoch, 22. Juli: Klimakrise bedroht Sauerstoffalgen | Weniger Amazonas verbrannt | Metallbergbau 1️⃣ Die Klimakrise bedroht Mikroalgen, die einen großen Teil unseres Sauerstoffs liefern. Cyanobakterien und Mikroalgen machen die Hälfte aller natürlichen CO2-Speicherung aus und produzieren auch rund 50 % des gesamten Sauerstoffs. Die Kleinstlebewesen sind durch steigende Meerestemperaturen mutmaßlich bedroht. | Tagesschau 2️⃣ Im Amazonasgebiet ist letztes Jahr so wenig Waldfläche abgebrannt wie seit 40 Jahren nicht mehr. Laut der brasilianischen Initiative MapBiomas waren es mit 3,1 Millionen Hektar sogar rund 80 % weniger als noch 2024. Doch auch die Klimakrise und intensive Landnutzung bedrohen das fragile Ökosystem. | Stern 3️⃣ Metallabbau verursacht wohl deutlich mehr CO₂-Emissionen als bisher angenommen. Der Bergbau ist energieintensiv und Forscher:innen entdeckten, das Abwasser aus den Gruben durch Umweltreaktionen über lange Zeiträume Emissionen verursacht. Unter anderem der Ausbau von Windkraft und Stromnetzen erfordern jedoch einen massiven Anstieg des Metallabbaus. | France24
Dienstag, 21. Juli: Kritik an Energiegesetzen | Gas-Pipeline in Westafrika | Merz für Gas-Deals 1️⃣ Nach monatelangen Debatten hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche Gesetzesentwürfe zu Erneuerbaren Energien und Stromnetzen vorgelegt. Im Vergleich zu den vorheringen Leaks sind Einschnitte bei der Förderung von Erneuerbaren Energien abgeschwächt, die Regierung hält am Ausbauziel von 80 Prozent bis 2030 fest. Verbände sowie Regierungs- und Oppositionsparteien kritisieren die Entwürfe scharf, da die Kürzungen bei der Förderung den Erneuerbaren-Ausbau bremsen würden und keinen Anreiz für einen schnelleren Netzausbau bieten. | taz 2️⃣ Mehrere westafrikanische Staaten planen eine Gas-Pipeline zwischen Nigeria und Marokko. Die Pipeline soll sowohl afrikanische Förderländer mit Europa verbinden, als auch westafrikanische Länder unabhängiger von teuren internationalen Importen machen. Die Pipeline hat ein geplantes Volumen von 30 Milliarden Kubikmetern pro Jahr. | BBC 3️⃣ Bundeskanzler Merz setzt sich für Gas-Abkommen mit Aserbaidschan und Algerien ein. Algerien ist heute der zweitgrößte Gas-Pipeline-Lieferant der EU, die eine stärkere Unabhängigkeit von Importen aus Russland, den Golfstaaten und den USA anstrebt. Mit Algerien ist zudem eine stärkere Zusammenarbeit bei grünem Wasserstoff geplant, bei Aserbaidschan möglicheriweise zu seltenen Erden. | RP
Montag, 20. Juli: Waldbrände in Spanien | Öl- und Gasbohrungen in Großbritannien | Wassermangel in den Niederlanden 1️⃣ Ein großer Waldbrand bei Madrid ist weiterhin außer Kontrolle. Über Nacht hat sich das Feuer auf eine Fläche von 13.000 Hektar verdoppelt. In diesem Jahr haben Feuer in verschiedenen Regionen bisher rund dreimal so viel Fläche zerstört wie vergangenes Jahr. | Euronews 2️⃣ Der neue britische Premierminister Andy Burnham erwägt weitere Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee. Zwar hatte seine Partei Labour sich 2024 gegen neue Bohrungen ausgesprochen, zusätzliche Lizenzen in den umstrittenen Abbaugebieten Rosebank und Jackdaw könnten aber weiter möglich sein und werden von Teilen der Partei, Gewerkschaften und Opposition gefordert. | Guardian 3️⃣ In den Niederlanden gilt „faktischer Wassermangel“. Aufgrund der geltenden Warnstufe darf kein Wasser mehr aus Bächen und Flüssen entnommen werden, was die Landwirtschaft vor Herausforderungen stellt, zudem können Schleusen seltener genutzt werden, um das Eindringen von salzigem Meereswasser zu vermindern. Aufgrund langanhaltender Hitze, ausbleibendem Regen und dem dadurch gestiegenen Wasserbedarf geht die Regierung nicht von einer baldigen Verbesserung der Lage aus. | taz