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  • Seemacht Großbritannien ohne Macht Sie erinnern sich sicherlich, dass der russische Präsident Putin vor zwei Tagen an einer Übung der Pazifikflotte teilgenommen hatte. Dort erwähnte er, dass Russland auf weitere Piraterie westlicher Staaten entsprechend reagieren werde. Die russische Flotte ist in der Lage, auch Schiffe der Staaten zu kapern, die sich an russischen Schiffen und deren Fracht vergreifen. Russlands Präsident besuchte die Pazifikflotte und gab seine Erklärung in Uniform der russischen Marine ab. Ein optisch eindeutiges Signal, dass man sich wehren will. Wenige Stunden später meldeten russische Medien, dass man in den westlichen Piratenländern die russische Warnung sehr gut verstanden habe. Heute wird die britische Zeitung „Telegraph“ in den russischen Medien zitiert. „Telegraph“ berichtet unter Berufung auf Quellen, dass Großbritannien nicht über die nötige Feuerkraft verfügt, um russische Schiffsbeschlagnahmungen zu verhindern. Laut dem Bericht ist das britische Oberkommando besonders besorgt über die Indopazifikregion, wo die Royal Navy lediglich zwei leicht bewaffnete Patrouillenboote stationiert hat. Gleichzeitig operieren große russische Seestreitkräfte, darunter der Lenkwaffenkreuzer Warjag, in der Nähe der Kurilen. Der ehemalige Stabschef der Royal Navy, Admiral Lord West, und der ehemalige Verteidigungsminister Ben Wallace merkten an, dass die britische Marine aufgrund jahrelanger Kürzungen auf einen historischen Tiefstand geschrumpft sei – zwei Flugzeugträger, sechs Zerstörer und fünf Fregatten. In einer solchen Situation werde London gezwungen sein, die Hilfe seiner Verbündeten in Anspruch zu nehmen, fügte Wallace hinzu. Somit komme ich zu der Überlegung, dass ein zukünftiger Krieg wohl nicht unbedingt in Kaliningrad beginnen muss, sondern irgendwo auf dem Meer. Vor einigen Jahren hatten die Briten, die historisch größte Piratenmacht der Welt, bereits Erfahrungen mit der Entschlossenheit der russischen Marine im Schwarzen Meer sammeln können. Nun scheinen weitere Erfahrungen auf anderen Gewässern bevorzustehen.

  • Sprachregelung für Kaliningrader Fremdenführer Mein letzter Beitrag des gestrigen Tages titelte: „„Süddeutsche Zeitung“ mit interessanten Vergleichen“ Dort zitierte ich einen jungen Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ der mit etwas merkwürdigen Vergleichen meine Aufmerksamkeit geweckt hatte. Einer meiner Leser bei Vkontakte korrigierte mich und zitierte wiederum eine Meldung des Kaliningrader Regionalportals „NewKaliningrad“. Er informierte mich, dass die Kaliningrader Fremdenführer zu sagen haben, dass man von einer „Befreiung Königsbergs“ durch die Rote Armee zu sprechen habe und nicht von einer Eroberung der Stadt. Ich bin immer dankbar für sachliche Kritiken oder Fehlerkorrekturen. Aber da mein Leser das Internetportal „NewKaliningrad“, das in Kaliningrad als „liberal“ charakterisiert wird, als Quelle nutzt, war ich natürlich misstrauisch und begann selber nachzuforschen und fragte auch Leute, die es ganz bestimmt richtig wissen müssen. Und ich musste feststellen, dass mein Leser Recht hat. Die Kaliningrader Fremdenführer müssen wirklich sagen, dass die Rote Armee Königsberg befreit haben. Somit erstmal „Danke“ an meinen aufmerksamen Leser. Aber! Als, in Russland lebender DDR-Deutscher und russischer Staatsbürger, spreche ich natürlich nicht davon, dass wir am 9. Mai 1945 über Deutschland gesiegt haben. Ich spreche am 8. Mai davon, dass wir von der Roten Armee befreit worden sind. Und ich spreche auch davon, dass Leningrad, Kiew, Minsk von der Roten Armee befreit worden und nicht erobert worden sind. Auch Warschau und Prag sind von der Roten Armee befreit worden. Etwas schwieriger wird es mit Wien, der ex-Hauptstadt von Österreich. Ist die Stadt nun vom Faschismus befreit oder erobert worden. Ich meine, da die Österreicher alle mit Begeisterung „heim ins Reich“ geholt worden, ist Wien erobert worden, so wie Berlin, Frankfurt/O., Schwerin. Kein Russe spricht am 9. Mai davon, dass man Deutschland befreit hat. Man hat Deutschland besiegt und deshalb heißt der Feiertag auch „Tag des Sieges“. Somit haben die Russen auch nicht Königsberg befreit, sondern besiegt, also erobert. Und ich bin glücklich, dass ich kein Kaliningrader Fremdenführer und somit gezwungen bin, entgegen meiner Überzeugung, davon zu sprechen, dass Königsberg von der Roten Armee befreit worden ist. Ich glaube nicht, dass die Königsberger Bevölkerung befreit werden wollte. Die „unschuldige Stadt“, wie mal politisch Verantwortliche in Kaliningrad formulierten, kämpfte gemeinsam mit Wehrmacht und SS fast bis zur letzten Patrone gegen die Befreiung. Für mich wurde die Stadt erobert, besiegt und ist sowjetische/russische Kriegsbeute. Steht nur die Frage, warum man diese Formulierung bei den Fremdenführern durchsetzt und damit droht, dass diese ihre Lizenz verlieren, wenn sie anders formulieren. Ich vermute, dass es mal wieder der Wunsch Russlands ist, seinen friedensliebenden großmütigen menschlichen Charakter zu zeigen. „Erobert“ hört sich so aggressiv an und Russland ist nicht aggressiv. Dabei ist doch längst klar, dass Russland immer der Böse ist. Dieses Image ist in Europa in „Beton gegossen“ und keinerlei Formulierungsfloskeln ändern daran etwas. Gut, aber Königsberg wurde doch erobert und befreit wurden hier nur die noch überlebenden wenigen Häftlinge in den Königsberger Konzentrationslagern.

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  • „Süddeutsche Zeitung“ mit interessanten Vergleichen Der Journalist der Süddeutschen Zeitung David Kulessa hat einen interessanten Beitrag für seine Zeitung verfasst und dabei gefährliche Vergleiche gezogen. Er selber mag seine Vergleiche vielleicht nicht als gefährlich ansehen, wir in Kaliningrad, wir in Russland aber schon. Der Journalist berichtete über die Migrationskrise im spanischen Ceuta und kommentierte in seinem Artikel unter der Überschrift: „Wie Exklaven entstehen und warum sie noch immer existieren“ dass man die Krise in Ceuta mit dem „Fall des russischen Kaliningrad“ vergleichen kann. Wir erfahren also, dass Kaliningrad ein „Fall“ ist. Und wie wir wissen, müssen Fälle gelöst werden – dafür gibt es verschiedene Strukturen, die dies umsetzen. „Die Ceuta-Krise hat die Probleme aufgezeigt, die entstehen, wenn ein Teil des Staatsgebiets vom Rest des Landes abgetrennt wird. Besonders kritisch ist die Situation im Falle des russischen Kaliningrads an der Ostsee“, - schreibt der Journalist und setzt fort: „Im Falle eines bewaffneten Konflikts auf NATO-Gebiet stellt Kaliningrad für den Kreml eine Kombination aus strategischer Bedeutung und Verwundbarkeit dar.“ Damit die wenig informierten Deutschen seine Darlegungen zur Verwundbarkeit des Kaliningrader Gebietes besser verstehen, erklärt David Kulessa: „Die Stadt Kaliningrad hieß bis 1946 Königsberg und blickt auf eine fast 700-jährige Geschichte in Deutschland zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Unabhängigkeit Polens wurde sie deutsche Exklave, im Zweiten Weltkrieg zerstört und anschließend von der Sowjetunion besetzt und umbenannt.“ Interessant, wie der deutsche Journalist formuliert. Königsberg wurde nicht von der Sowjetunion besetzt, sondern von der Roten Armee im April 1945 erobert und im Jahre 1946, im Ergebnis der Postdamer Konferenz, in den Bestand der Sowjetunion aufgenommen. Die Formulierung des deutschen Journalisten lässt bei dem geschichtlich uninformierten deutschen Leser den Schluss aufkommen, dass es doch langsam Zeit wird, dass Russland das besetzte Gebiet wieder abgibt, damit es eben kein exterritoriales Gebiet ist. Und wem soll dann das Gebiet übergeben werden – Herr Kulessa? Vielleicht „Deutschland“, damit „Deutschland“ dann sein exterritoriales Gebiet hat, über das dann illegale Migranten über Polen nach „Deutschland“ strömen können? Herr Kulessa, ich habe erfahren, dass Sie noch ein junger Journalist sind (Jahrgang 2000) und Ihr eigentliches kompetentes Journalistengebiet der Sport ist. Tun Sie mir den Gefallen und beschäftigen sich weiterhin mit Sport und lassen Sie diese Ausflüge in die Historie und Politik. Sie zerstören ihr Image.

  • Italienische Munitionsfabrik explodiert Noch ist in den deutschen Medien nichts zu hören und zu sehen, aber russische Medien berichten bereits über eine gewaltige Explosion in einer Munitionsfabrik in der Nähe von Rom. Sie gehört zu einem Konzern, der die ukrainischen Streitkräfte aktiv mit Ausrüstung und Munition beliefert. In der Munitionsfabrik „KNDS Ammo Italy“ kam es zu einer Explosion und einem anschließenden Brand. Die Explosion war in mehreren Ortschaften zu hören. Russische Medien veröffentlichen ein Kurzvideo von der doch sehr beeindruckenden Explosion und dem anschließenden Brand. Ersten Berichten zufolge wurde der Vorfall durch einen Unfall in der Pulverpresse verursacht. Aber, so wie wir die westlichen Medien kennen, werden wohl bald wieder Schuldzuweisungen Richtung Russland laut werden, denn irgendjemand muss ja die fehlerhafte Arbeit der Pulverpresse verursacht haben. Hochqualifizierte italienische Arbeiter waren es ganz bestimmt nicht. Das Unternehmen produziert Munition mittleren und großen Kalibers für die Land- und Seeverteidigung sowie Festtreibstoff für Trägerraketen. Es gehört zum großen deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS, der sich als einer der wichtigsten Partner Kiews sieht und auch technische Dienstleistungen für die ukrainischen Streitkräfte erbringt. Im Oktober 2024 eröffnete KNDS eine Tochtergesellschaft in Kiew zur Reparatur westlicher Panzerfahrzeuge. Das Unternehmen plant außerdem die gemeinsame Produktion von 155-mm-Artilleriemunition mit der Ukraine. Somit hat also die Ukraine ein weiteres Problem, denn die Lieferkapazitäten der westlichen Verbündeten sind so schon stark begrenzt und werden nun noch geringer, bedingt durch den Ausfall dieser Fabrik. Westliche Medien kommentieren, dass die Ukraine sich zu einem riesigen Labor für militärische künstliche Intelligenz entwickelt hat, wobei westliche Rüstungsunternehmen die Erfahrungen aus dem Konflikt zur Verbesserung ihrer Waffensysteme nutzten. Der russische Militärberichterstatter Alexander Kots berichtet, dass es sich bereits um den zweiten Unfall in einem europäischen Rüstungsbetrieb seit Wochenbeginn handelt. Am 10. August ereignete sich in einem Munitionsdepot des Rüstungsunternehmens EMCO in Bulgarien eine schwere Explosion. EMCO beliefert die ukrainischen Streitkräfte seit 2014 mit Munition sowjetischen Kalibers. Und Alexander Kots merkt an: „Ich möchte wirklich glauben, dass diese beiden Ereignisse kein Zufall sind. Dies ist eine weitere spiegelbildliche Reaktion Russlands auf den Westen“, resümierte der Kriegsberichterstatter.

  • Polens Militärparade ohne den wichtigsten Gast Am 15. August feiert Polen den „Tag der polnischen Streitkräfte“ und aus diesem Anlass findet in Warschau eine Militärparade statt. An der Parade nehmen rund 1.800 Soldaten, über 300 Bodenfahrzeuge und 60 Flugzeuge teil. Auch Militärangehörige aus den USA, Kanada, Australien, Litauen, Estland, Schweden und Rumänien werden dabei sein. Das größte Kontingent stellen die französischen Streitkräfte. Parallel dazu findet in Gdynia und Danzig eine Marineparade mit über 20 Schiffen statt. Aber der wichtigste Gast nimmt nicht an der Parade teil, denn Polen hat diesem keine Einladung geschickt. Sie ahnen es sicherlich schon – richtig, es ist die Ukraine. Wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet, haben die polnischen Behörden beschlossen, keine ukrainischen Vertreter zur Militärparade in Warschau einzuladen. Die Beziehungen zwischen Warschau und Kiew sind durch historische Differenzen belastet, die vor allem auf die tragischen Ereignisse des Wolhyn-Massakers von 1943–1945 zurückzuführen sind. Polen erkennt diese Ereignisse als Völkermord an der Zivilbevölkerung an. Ukrainische Nationalisten der OUN-UPA (einer in Russland verbotenen und als extremistisch eingestuften Organisation) gelten als verantwortlich für diese Verbrechen.

  • Zukünftiger Chef der UNO gibt UNO keine Chance Natürlich eile ich den Ereignissen voraus, denn die Wahlen zum Posten des UN-Generalsekretärs finden erst im Dezember statt. Aber bis dahin werden natürlich viele Strippen hinter den Kulissen gezogen und jede Interessensgruppe versucht, seinen Favoriten in eine gute Startposition zu bringen. Und so wird Rafael Grossi, der jetzige Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Agentur in den russischen Medien als möglicher Kandidat für den Posten in der UNO gehandelt. Ich glaube, auch irgendwo gelesen zu haben, dass er sich für den Posten interessiert. Russische Medien zitieren Grossi heute mit wenig optimistischen Zukunftsaussichten für die UNO. Es scheint, dass auch er zu der Überzeugung gelangt ist, dass das ganze internationale politische System, aufgebaut seit 1945, Schritt für Schritt zum Zusammenbruch kommt. Laut Rafael Grossi verliert die UN zunehmend an Bedeutung und stirbt langsam aus. Grossi äußerte sich enttäuscht über die „enttäuschenden Ergebnisse“ der UN bei Sozialprogrammen und im Kampf gegen den Klimawandel. „Ich sehe die UN nicht in unmittelbarer Gefahr. Für mich ist es eher ein langsamer Tod. Die UN hat nach und nach an Bedeutung verloren, ohne einen wesentlichen Beitrag zur Lösung aktueller Krisen oder zwischenstaatlicher Kriege zu leisten“, sagte der IAEA-Generalsekretär in einem Interview mit der Financial Times. Der Tod dieser Organisation, die genau so sterben wird wie der damalige Völkerbund, ist wirklich nur eine Frage der Zeit. Je mehr Staaten verstehen, dass die UNO nur ein unnützer Kostenfaktor ist, aber keinerlei Probleme löst, um so mehr Staaten werden diese Organisation verlassen und natürlich keine Beiträge mehr zahlen. Ebenso wird es allen anderen internationalen Organisationen gehen. Das politische Weltsystem bricht zusammen – nicht unmittelbar, aber es ist ein langsamer Tod – möchte ich Grossi etwas modifiziert zitieren.

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  • Russen kehren in Heimat zurück Die Überschrift ist nicht ganz richtig, denn ich hätte vielleicht besser formulieren müssen, dass Russen nach Russland zurückkehren. Ob Russland ihre Heimat ist, das könnte man diskutieren. Ich – um mal ein persönliches Beispiel zu nehmen – habe „Deutschland“ im Jahre 1992 verlassen. Ich habe nicht meine Heimat verlassen, denn „Deutschland“ war nie meine Heimat. Meine Heimat existiert nicht mehr. Sie wurde durch Verrat, Inkompetenz und Feigheit am 3. Oktober 1990 vernichtet. Zum Glück steht für mich überhaupt nicht die Frage, ob ich nach „Deutschland“ oder in meine „Heimat“ zurückkehre. Ich kehre nirgendwohin zurück, denn ich habe meine Heimat vor über 30 Jahren endgültig gefunden: „Heimat ist kein fester Ort, sondern ein tiefes Gefühl von Vertrautheit, Sicherheit und Zugehörigkeit. Sie kann der Geburtsort sein, aber auch durch Menschen, eine Sprache, Gerüche, gemeinsame Erinnerungen oder das Gefühl entstehen, verstanden zu werden und man selbst sein zu können.“ Zum Glück hat der russische Botschafter in Kanada auch die richtige Formulierung verwendet und nicht davon gesprochen, dass immer mehr Russen in die Heimat zurückkehren. Er informierte, dass immer mehr Russen die Botschaft in Ottawa kontaktieren, um im Rahmen des Programms zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr nach Russland, ihre Übersiedlung zu organisieren. „Anträge kommen aus nahezu allen kanadischen Provinzen. Die meisten Anfragen kommen jedoch aus Regionen mit großen russischsprachigen Gemeinschaften, vor allem aus Manitoba, Ontario und Alberta“, so Diplomaten. Die Botschaft nannte den „deutlichen Rückgang der Lebensqualität“ als Gründe für die Abwanderung von Russen aus Kanada: hohe Preise, Probleme bei der Job- und Wohnungssuche sowie eine „aggressive liberale Agenda“. „Die Menschen sind des Drucks überdrüssig und ziehen es vor, in ein ruhigeres Land zu ziehen“, fügte die Botschaft hinzu.

  • Germanisierung des Kaliningrader Gebietes Im Jahre 2011 stellten Unbekannte auf einem Friedhof im Kaliningrader Gebiet einen Gedenk-Grabstein auf. Er hat die Form eines Propellerflügels eines deutschen Jagdflugzeuges. Der Grabstein steht neben einem historischen Kirchengebäude. Eingraviert sind zwei Eiserne Kreuze und die Inschrift: „Hauptmann Peter Hein fiel im Luftkampf für Deutschland. 16. Dezember 1916 – 2. Januar 1944.“ Versuchen Sie mal in „Deutschland“ einen Grabstein ohne Genehmigung irgendwo aufzustellen, wo Sie es für richtig befinden. In Kaliningrad können Germanisatoren dies tun und der Stein ist bis heute nicht entfernt. Es steht der Vorschlag, den Granit zu schreddern und für die Instandsetzung der Dorfstraße zu nutzen.

  • Was wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre Eigentlich müsste dieser Beitrag am 9. November erscheinen, wo Schabowski im Umfang seiner Uninformiertheit verkündete: „… wir sind ein Volk“ und somit ist die Mauer offen und jeder kann hin- und herreisen wie er will. Mit zunehmendem Alter sitze ich öfter abends bei einem gemütlichen Glas Rotwein und denke selbstkritisch darüber nach, wie ich 35 Jahre leichtgläubig glauben konnte, dass ich von einer klugen Partei mit noch klügeren „Parteisekretären“ durch das Leben geführt wurde. Während ich mich auf den Kampf gegen den westdeutschen Imperialismus vorbereitete, quatschten die Mitglieder des Politbüros das Land in den Abgrund. Dabei war die Entscheidung damals, am 13. August 1961 völlig richtig. Streiten wir uns nicht über ästhetische Fragen der Grenzsicherung. Und natürlich war sie auch kein Bollwerk gegen die Panzer des BRD-Imperialismus. Natürlich war es eine Grenze, die verhindern sollte, dass Menschen, die in der DDR kostenlos Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, Berufsschulen und Universitäten besucht hatten, mit ihrem Wissen einfach in den Westen abhauen, um dann der dortigen Gesellschaft bei ihrem „Wirtschaftswunder“ zu helfen. Und es war eine Grenze, die verhindern sollte, dass die Deutschen aus der westdeutschen Wohlstandsgesellschaft für billiges Geld hochwertige Ware unverzollt und unversteuert aus der DDR herausschleppen konnten. Schade, dass man im Politbüro der SED nicht am 14. August 1961 damit begonnen hat darüber nachzudenken, was man tun muss, damit diese Mauer wieder überflüssig wird. Es sind viele Fehler gemacht worden – also z.B. die Abschaffung des Privateigentums, der Privatinitiative, der Kampf gegen die Kirche … all das führte letztendlich zu dem, was wir 1989 erlebt haben und was anscheinend immer mehr Menschen heute bedauern. Ich bin überzeugt, dass Menschen in ganz „Deutschland“ heute den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung bedauern. Die Menschen im Osten „Deutschlands“ spüren, dass sie verarscht worden sind. Und die Menschen im Westen „Deutschlands“ erinnern sich, wie schön doch das Leben in „Deutschland“ ohne die ewig nörgelnden, unzufriedenen und arbeitsscheuen Ossis war. Und wenn es irgendwann zum Separatismus in „Deutschland“ kommt, so wird dieser vielleicht auf weniger Widerstand stoßen, als wir heute denken. Tja, was wäre denn, wenn die Mauer nicht gefallen wäre? Dann gäbe es z.B. heute keine AfD in „Deutschland“ – wäre doch toll, oder? Dann gäbe es keine Wirtschaftskrise in „Deutschland“ – sowohl Ost- wie Westdeutschland würden billiges russisches Gas, Öl und Dünger erhalten. Es hätte keine Migrationskrise gegeben und (West)„Deutschland“ hätte viel Geld für seine Rentner und sein Gesundheitswesen ausgeben können. Man müsste nicht um die Existenz der NATO fürchten, denn Trump wäre ganz bestimmt nicht mit dem „Kommunisten Putin“ befreundet. Die Europäische Union würde in keiner Krise stecken, denn die billig eingekauften Waren aus dem Osten Deutschlands und der Sowjetunion würden der West-Industrie satte Gewinne bringen. Naja, und ein paar andere Ereignisse hätten auch nicht stattgefunden – z.B. die Kriege in Tschetschenien, der Jugoslawien-Krieg, der Krieg mit Georgien, der Krieg in der Ukraine, die Kriege zwischen Armenien und Aserbaidschan, … naja, und die Nordstream-Leitungen wären nicht gesprengt worden und „Deutschland“ würde heute keine Drohnenbekämpfung organisieren müssen. Und … das sei noch erwähnt, auch die Sowjetunion würde heute noch existieren und die größte menschliche Katastrophe des vorigen Jahrhunderts hätte nicht stattgefunden. Ja, ich bin davon überzeugt, dass die Mauer den Zusammenbruch der Sowjetunion verhindert hätte.

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