[DARC HF-Referat] Funkwetter
СтатистикаTäglich ein Kurzüberblick über das aktuelle Funkwetter / a daily brief overview of the current space weather - Impressum/Imprint: Tom Kamp DF5JL, df5jl@darc.de or funkwetter@pm.me
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FunkWX Weekly 20260815 -- Letztes Wochenende war es für Funkwetterbeobachter recht spannend. Zunächst fiel der solare Flux unter die Marke von 100 Einheiten, stieg aber im Laufe der Woche erneut an und erreichte Freitag immerhin 114 Einheiten. Zudem traf am letzten Samstag eine Plasmawolke eines koronalen Masseauswurfs die Erde. Dies führte zu einem deutlichen Magnetsturm. Infolge dessen sank die MUF (maximale Nutzfrequenz) für eine Sprungdistanz von 3000 km von 25 auf unter 20 MHz. Die Sonne bot dazu ein nahezu fleckenloses Bild. Ein ereignisreiches Wochenende. Am Dienstagmittag stieg die Geschwindigkeit des Sonnenwinds auf rund 425 km/s, möglicherweise stand dies im Zusammenhang mit einer CME, die die Sonne am 8. August verlassen hatte. Größere Störungen blieben jedoch aus. Flarerisiko, Sonnenaktivität und Fleckenanzahl bewegten sich insgesamt auf einem geringen Niveau, die Wahrscheinlichkeit für M-Flares sackte auf 10 Prozent ab, für X-Flares auf unter einem Prozent. Die DX-Bedingungen waren letzte Woche überwiegend brauchbar bis gut. Die nächsten Tage dürfte sich das ändern. Bereits am Montag könnte eine CME eintreffen, die ein Filament ausgelöst hatte. Doch die Vorhersage ist mit Unsicherheiten behaftet. Für Dienstag dann wird mit schnellen Sonnenwinden gerechnet, die von einem derzeit im Südosten befindlichen koronalen Loch ausgeht. Allerdings liegt dieses Koronaloch sehr weit südlich, sodass der Windstrom auch die Erde knapp verfehlen könnte. Eines ist jedoch sicher: Die Sonnenaktivität wird zunehmen, da eine weitere aktive Region von der Rückseite bereits für Sonntag erwartet wird. Insgesamt wird mit einem Anstieg des solaren Flux in der nächsten Woche auf 115 bis 140 Einheiten gerechnet. Das Erdmagnetfeld bleibt tendenziell ruhig, doch können jederzeit ein Filamentkollaps und daraus resultierende Masseauswürfe Magnetstürme auslösen, die ein bis zwei Tage die Grenzfrequenz senken und polare Lowband‑Verbindungen unterbrechen. 20 und 17 Meter bleiben für DX-Verbindungen am zuverlässigsten, 15 Meter ist bei ruhiger Magnetik besonders zu Tagesrandzeiten gut nutzbar, 12 und 10 Meter öffnen sporadisch Richtung Süden. Auch Sporadic‑E konnte letzte Woche immer mal wieder beobachtet werden. Allen Kurzwellenfreunden wünsche ich einen störungsfreien Empfang. 73 de Tom, DF5JL, vom HF‑Referat des DARC / FWBSt RHB. Quellen: DK0WCY, SWPC/NOAA, NASA, USAF 557th Weather Wing, STCE/KMI (Belgien), IAP Juliusruh, SANSA, WDC Kyoto, GFZ Potsdam, Met Office UK, DL1VDL/DL8MDW/DARC‑HF‑Referat.
FunkWX am Wochenende Fürs Wochenende wird nur ein geringer Einfluss durch schnelle Sonnenwinde und eine CME erwartet. Die geomagnetische Aktivität bleibt überwiegend ruhig bis unbeständig. Die Sonnenaktivität nimmt derweil weiter zu, mit neuen Sonnenfleckenregionen ist zu rechnen. 20/17 m sind tagsüber, 40 m nachts die bevorzugten DX-Bänder.
FunkWX - es zieht leicht an Es wird voraussichtlich ein Hochgeschwindigkeitsstrom eintreffen, der die Geschwindigkeiten des Sonnenwinds ansteigen lässt. Die geomagnetische Aktivität wird daher voraussichtlich zunächst ruhig bis unbeständig sein und dann auf aktiv ansteigen, wobei vereinzelte schwach stürmische Intervalle möglich sind. Sonnen- und Flareaktivität sind weiterhin gering (SFI 108 / M10% X01%).
FunkWX - SFI 100 Die geomagnetische Aktivität bleibt weiterhin gering mit einzelnen unbeständigen Phasen. Vom 14. auf den 15. ̷J̷u̷l̷i̷ ̷ August muss auch mit aktiven Intervallen gerechnet werden. Die Sonnenaktivität ist gering, nimmt aber tendenziell zu. Der solare Fluxindex hat die Schwelle von 100 Einheiten erreicht.
FunkWX - schnelle Winde & CME-Effekte? Die geomagnetische Aktivität wird in den kommenden Tagen meist ruhig bis unbeständig sein. Aufgrund möglicher schneller Winde und CME-Effekte sind einige aktive bis schwach stürmische Intervalle für heute nicht ausgeschlossen. Sonnen- und Flareaktivität sind gering bis mäßig (M05% X01%). Keine Veränderung hinsichtlich der HF-Bedingungen.
Funkwetterbericht vom 12. August 2026, erstellt von Tom Kamp, DF5JL, vom DARC HF-Referat. Rückblick für den Zeitraum 5. bis 12. August Die vergangenen sieben Tage waren geprägt von den Nachwirkungen einer CME Anfang August, einer anschließenden Erholungsphase der Ionosphäre und einem deutlichen Rückgang der solaren Aktivität. Nachdem der solare Flux SFI Ende Juli noch bei 140–150 Einheiten lag, ging die Sonnenfleckenaktivität im Laufe der letzten Tage stark zurück. Am Wochenende fiel der SFI erstmals seit Längerem wieder unter die Marke von 100 Einheiten. Das letzte Mal hatten wir das am 13. April dieses Jahres. Die Geomagnetik erreichte am Samstag Sturmstärke. Doch trotz niedriger Sonnenaktivität und aktiver Geomagnetik waren zum WAE-Contest am Samstag und Sonntag die Bedingungen besser als erwartet: Auf 80 Meter waren etwa Südost-Australien, Sambia und Südafrika zu arbeiten. Auf 40 Meter ging es noch besser. 10 Meter schwächelte jedoch, war aber sporadisch nach Fernost und nach Westen hin offen. Die meisten DX-QSOs gelangen auf den Bändern 20 und 15 Meter. Die darauf folgenden Tage waren zunächst von ruhiger Geomagnetik geprägt. Erst am Dienstagmittag stieg die Geschwindigkeit des Sonnenwinds auf rund 425 km/s, möglicherweise stand dies im Zusammenhang mit der CME, die die Sonne am 8. August verlassen hatte. Dennoch: Flarerisiko, Sonnenaktivität und Fleckenanzahl blieben insgesamt gering, die Wahrscheinlichkeit für M-Flares sackte auf 10 Prozent ab, für X-Flares auf unter einem Prozent. Die DX-Bedingungen waren überwiegend brauchbar bis gut. Vorhersage bis zum 19. August Der beschleunigte Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch könnte in Kombination mit einem möglichen Vorbeiziehen einer weiteren, schwachen CME am Mittwoch bzw. Donnerstag zu aktiven bis leicht stürmischen Abschnitten führen. Der solare Flux verbleibt voraussichtlich im Bereich zwischen 95 und 105 Einheiten, da größere neue Aktivitätszentren auf der Sonnenrückseite auf sich warten lassen. Für den weiteren Vorhersagezeitraum werden keine auffälligen Ereignisse erwartet. Im Folgenden die Orientierungszeiten für Greyline‑DX am 13. August 2026; alle Angaben in UTC (hh:mm) Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:07; Melbourne/Ostaustralien 21:08; Perth/Westaustralien 22:55; Singapur/Republik Singapur 23:04; Anchorage/Alaska 13:52; Johannesburg/Südafrika 04:39; Tokio/Japan 19:59; Honolulu/Hawaii 16:09; San Francisco/Kalifornien 13:23; Port Stanley/Falklandinseln 11:08; Berlin/Deutschland 03:45. Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:58; San Francisco/Kalifornien 03:05; Sao Paulo/Brasilien 20:49; Port Stanley/Falklandinseln 20:45; Honolulu/Hawaii 05:03; Anchorage/Alaska 06:05; Johannesburg/Südafrika 15:47; Melbourne/Ostaustralien 07:43; Auckland/Neuseeland 05:45; Berlin/Deutschland 18:36.
FunkWX - stürmische Phasen möglich Die geomagnetische Aktivität ist überwiegend ruhig. Doch im Laufe der Nacht oder des frühen Morgens wird mit schnellem Sonnenwind sowie einer streifenden CME gerechnet. Stürmische Phasen sind möglich. Sonnen- und Flareaktivität sind gering, die HF-Bedingungen brauchbar, vereinzelt gut. Sonst wenig Änderungen zum Vortag.
FunkWX - insgesamt mäßig Die aktuell ruhige Geomagnetik wird sich fortsetzen. Die voraussichtliche Ankunft eines schnellen Sonnenwinds zusammen mit einer CME, die die Sonne am 8. August verlassen hat, dürfte am späten Dienstag / frühen Mittwoch zu einer gestörten Geomagnetik führen. Flarerisiko, Sonnenaktivität und Fleckenanzahl sind insg. gering, die DX-Bedingungen daher brauchbar, vereinzelt gut.
*Sofi - Funken für den Erkenntnisfortschritt* Der britische Amateurfunkverband RSGB organisiert anlässlich der Sonnenfinsternis am 12. August zwei Conteste, um zu dokumentieren, wie sich die "Sofi" auf die Wellenausbreitung auswirkt. Denn während der Finsternis nimmt die Sonneneinstrahlung in der F2- und E-Region ab, die D-Region-Absorption kann gleichzeitig nachlassen. Das kann die Ausbreitung auf den unteren Bändern (160, 80 m und ggf. auch 40 m) verändern. Die beiden RSGB-Conteste am 12. August finden zeitgleich statt, von 1630 bis 1930 UTC. Eingeladen sind alle Funkamateure. Gefunkt wird in Morsetelegrafie auf 80 m (1) sowie in FT8 auf 40 m (2). Beim FT8-Contest sollen die Teilnehmer zusätzlich auch ihren Locator zum Rapport übermitteln. (Credit: NASA) -- (1) https://www.rsgbcc.org/hf/rules/2026/r_eclipse_cw.shtml (2) https://www.rsgbcc.org/hf/rules/2026/r_eclipse_ft8.shtml
Die 10,7-cm-Strahlung lag heute um 1700 UTC bei 93,6 Einheiten 🙁 Ganz wie vorhergesagt.
Auroravorwarnung. Der Grund dafür ist, dass seit ca. 1610 UTC der Bz-Wert ins Negative gerutscht ist (-15 nT).
Guten Abend, die Sonne nahezu fleckenfrei. (tnx SDO)
Wumms - stärker als gedacht wird in den nächsten Stunden die Geomagnetik leicht bis moderat stürmisch sein. Ursache ist eine kürzlich eingetroffene CME in Kombination mit einem schwachen Sonnenwind-Hochgeschwindigkeitsstrom. Das wirkt sich insbesondere auf die unteren Bänder aus.
FunkWX am Wochenende - SFI unter 100 Einheiten Die geomagnetische Aktivität wird voraussichtlich weiterhin gering bleiben. Im Laufe des Wochenendes sind jedoch mit geringer Wahrscheinlichkeit schwache Auswirkungen eines streifenden koronalen Masseauswurfs (CME) möglich, der die Sonne am 4. August verlassen hat. Die Flare-Aktivität wird über das Wochenende sehr gering sein (M10 %, X01 %). Es gibt außerdem einen kleinen Negativrekord: Nach langer Zeit ist der solare Fluxindex wieder unter die Marke von 100 gefallen. Das letzte Mal hatten wir das am 13. April dieses Jahres. Nächste Woche müssen wir auch mit Werten um 90 Einheiten rechnen. Aber: Richtung kommendes Wochenende geht es wieder aufwärts, wenn besonders aktive Sonnenfleckenregionen zurückkehren. Der 10,7-cm-Sonnenfluss, das heißt die Sonnenflussdichte bei einer Wellenlänge von 10,7 cm, wird mit zwei vollautomatischen Radioteleskopen gemessen, sogenannten „Flux Monitors“, die sich am Dominion Radio Astrophysical Observatory in Kanada befinden.
*FunkWX Weekly 20260808* -- Die vergangenen sieben Tage boten ein wechselhaftes und spannendes Bild auf der Kurzwelle. Die Spanne reichte von einem unerwarteten Höchststand des Solar Flux Index (SFI) bis hin zu einer vorübergehenden geomagnetischen Störung durch einen koronalen Masseauswurf (CME). Die Sonne war ruhig, mit langsam sinkender Aktivität – typisch für eine Sommerphase im absteigenden Zyklus. Im Detail: Ende Juli kletterte der solare Flux überraschend über die Marke von 150 Einheiten. Das verlieh den Bändern 15 m, 12 m und zeitweise 10 m einen ordentlichen Schub und ermöglichte Weitverbindungen über die F2-Region. Am Sonntag traf dann die Plasmawolke eines koronalen Masseauswurfs (CME) die Erde. Dies löste einen G2-Geomagnetsturm (Kp 6) aus. Insbesondere auf Polarrouten brachen die Kurzwellen-Signale zeitweise stark ein. Die obere Grenzfrequenz sank kurzzeitig ab, was höhere Bänder rasch taub werden ließ. Die Ionosphäre erholte sich nach dem Vorbeizug der CME-Ausläufer schnell. Und seit Dienstag verhielt sich auch das Erdfeld wieder sehr ruhig, mit Kp-Werten von 0 bis 3. Der solare Fluxindex ging zwar leicht auf Werte um 110–125 Einheiten zurück, doch blieb es bei verlässlichen Bedingungen vor allem auf den mittleren Bändern. Auf 10 m dominierten wieder typische sommerliche Sporadic-E-Lagen mit extrem starken, aber kurzzeitigen Signalen innerhalb Europas. Insgesamt war die Ionosphäre ab Donnerstag stabil, mit brauchbaren MUF‑Werten für 20 m und gelegentlich für 17/15 m. Der Blick auf die kommenden Tage lässt ein weiterhin ruhiges bis leicht unbeständiges geomagnetisches Umfeld bei moderater solarer Aktivität erwarten. Der solare Flux wird sich zwischen 100 und 125 Einheiten bewegen, in der Tendenz ansteigend. Die geomagnetische Aktivität bewegt sich überwiegend im Kp-Bereich von 1 bis 3. Damit bleibt die Grenzfrequenz der F2-Schicht recht stabil, ohne dass es zu den gefürchteten sturmbedingten MUF-Einbrüchen kommt. Auch ist das Risiko für M-Flares gering bis moderat, weshalb plötzliche Mögel-Dellinger-Effekte nur vereinzelt zu erwarten sind. Damit ist und bleibt 20 m das verlässliche Allround-Band. Es öffnet früh am Morgen, bleibt den ganzen Tag stabil für weltweite DX-Verbindungen offen - und das oft bis tief in die Nacht hinein. 30 m und 17 m liefern tagsüber und am frühen Abend sehr gute Signale und bieten eine ruhigere Alternative zum häufig dicht belegten 20-m-Band. 15 m öffnet tagsüber zeitweise für DX über die F2-Schicht, insbesondere Richtung Afrika, Südamerika und Indischer Ozean. Die reguläre F2-Ausbreitung ist sommerbedingt auf 12 und 10 m eher verhalten. Aber: Es treten weiterhin regelmäßig Sporadic-E (Es)-Erscheinungen auf. Dadurch sind sprunghafte, sehr starke Signale innerhalb Europas (Reichweiten von 800 bis 2100 km) möglich. Für kürzere Distanzen bieten am Tag 60 und 40 m hervorragende NVIS-Bedingungen (Near Vertical Incidence Skywave / Steilstrahlung) innerhalb Mitteleuropas (bis ca. 500–800 km); sowie nachts Richtung Übersee (80-40 m). Jedoch ist vor allem auf 80 m mit erhöhtem statischem Rauschen durch Gewitteraktivität (QRN) zu rechnen. Allen Kurzwellenfreunden wünsche ich einen störungsfreien Empfang. 73 de Tom, DF5JL, vom HF‑Referat des DARC / FWBSt RHB. Quellen: DK0WCY, SWPC/NOAA, NASA, USAF 557th Weather Wing, STCE/KMI (Belgien), IAP Juliusruh, SANSA, WDC Kyoto, GFZ Potsdam, Met Office UK, DL1VDL/DL8MDW/DARC‑HF‑Referat.
FunkWX - zunächst ruhig Die geomagnetische Aktivität ist über den Tag ruhig (Kp 0–1), am Abend könnte ein schwacher koronaler Masseauswurf (CME) eintreffen und es deutlich unruhiger werden. Die Flareaktivität bleibt weiterhin sehr gering (M10% X01%). Brauchbare bis gute Ausbreitungsbedingungen bei jedoch weiter sinkender Sonnenaktivität (SFI/SSN).
FunkWX - Low Bands profitieren Eine überwiegend ruhige Geomagnetik erwartet uns die nächsten beiden Tage, was vor allem den unteren Bändern nachts zugute kommt. Heute Nacht war übrigens das 20-m-Band fast durchgängig geöffnet, was anzeigt, dass die Ionosphäre sich wieder nach dem CME-Streifschuss erholt hat. Allerdings befinden wir uns noch in der Sommerflaute, dazu kommen ein sinkender solarer Flux wie auch eine abnehmende Sonnenfleckenrelativzahl, weswegen es 12 und 10 m weiterhin schwer haben werden, zuverlässiges DX zu bieten. Die nächsten negativen Effekte (CME, koronales Loch) werden erst in der Nacht von Freitag auf Samstag erwartet.
Funkwetterbericht vom 5. August 2026, erstellt von Tom Kamp, DF5JL, vom HF-Referat des DARC. Rückblick für den Zeitraum 29. Juli bis 5. August Letzte Woche richtete sich die Aufmerksamkeit auf einen koronalen Masseauswurf (CME). Er entstand am Donnerstagnachmittag im Zuge einer lang anhaltenden Sonneneruption der Stärke M1,9 - nahe des westlichen Sonnenrands. Dabei schleuderte die Sonne geladenes Plasma mitsamt starken Magnetfeldern in den Weltraum. Infolge des Ausbruchs kam es zu einem Protonensturm, der den Kurzwellenfunkverkehr auf transpolaren Verbindungen stundenlang unterbrach. Meteorologische Modelle sagten voraus, dass die Plasmawolke am Sonntag an der Erde vorbeistreifen würde und prognostizierten einen Magnetsturm der Stärke G2. Tatsächlich streifte die Plasmawolke die Erde am Sonntagmittag gegen 12:30 UTC. Die Ionosonde in Juliusruh registrierte am Nachmittag erhöhte K-Werte von 5 bis 6; es traten gestörte Ausbreitungsbedingungen vor allem auf den unteren Bändern auf sowie ein Absinken der maximal nutzbaren Frequenz (MUF) für 3000 km auf rund 18 MHz. In den Tagen zuvor lag die MUF noch bei etwa 25 MHz. Diese dämpfende Auswirkung war auch am Dienstag noch deutlich zu spüren. Vorhersage bis zum 12. August Ohne geoeffektive koronale Löcher oder erdgerichtete koronale Masseauswürfe wird die Sonnenwindgeschwindigkeit auf Hintergrundniveau fallen und die geomagnetische Aktivität langsam abnehmen, was den DX-Bedingungen insgesamt zugutekommen dürfte. Allerdings besteht in den nächsten Tagen weiterhin die Möglichkeit geringer bis mäßiger Funkausfälle durch Sonneneruptionen. Derzeit liegt das Risiko für M‑Flares bei etwa 20 %, für X‑Flares bei rund 1 %. Der solare Fluxindex fällt tendenziell weiter und bewegt sich auf die Marke von 100 Einheiten zu. Damit bleiben tagsüber vor allem 20 und 17 Meter sowie zeitweise 15 Meter die besten DX‑Bänder. 12 und 10 Meter öffnen vor allem durch Sporadic‑E‑Effekte. Nachts liefern die Bänder 30 und 40 Meter kräftige DX‑Signale, sofern Sommergewitter nicht stören. Im Folgenden die Orientierungszeiten für Greyline‑DX am 6. August 2026; alle Angaben in UTC (hh:mm): Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:14; Melbourne/Ostaustralien 21:15; Perth/Westaustralien 23:01; Singapur/Republik Singapur 23:02; Anchorage/Alaska 13:45; Johannesburg/Südafrika 04:44; Tokio/Japan 19:53; Honolulu/Hawaii 16:07; San Francisco/Kalifornien 13:17, Port Stanley/Falklandinseln 11:19 und Berlin/Deutschland 03:34. Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:06; San Francisco/Kalifornien 03:13; Sao Paulo/Brasilien 20:46; Port Stanley/Falklandinseln 20:35; Honolulu/Hawaii 05:07; Anchorage/Alaska 06:25; Johannesburg/Südafrika 15:44; Melbourne/Ostaustralien 07:37, Auckland/Neuseeland 05:40 und Berlin/Deutschland 18:50.
FunkWX - auf Erholungskurs Die MUF hat sich gefangen. Im Vergleich zu den Tagen nach dem CME-Streifschuss ist der nächtliche Tiefstwert von 7 auf 10 MHz angestiegen und damit auf Erholungskurs. Die Sonnenwindgeschwindigkeit liegt mit etwa 400 km/s etwas über dem Normalniveau, wird aber noch weiter zurückgehen. Es wird für die kommenden Tage eine ruhige bis unbeständige (Kp 0–3) geomagnetische Aktivität erwartet. Die Sonnenaktivität nimmt weiter ab, das Flarerisiko ist gering (M20% X01%). Je nach Band brauchbare bis gute Bedingungen.
FunkWX - MUFs weiterhin abgesenkt Die geomagnetische Aktivität wird ruhig bis unbeständig sein, anfänglich sind noch aktive Phasen möglich. Die Sonnenaktivität war in den letzten 24 Stunden gering, es wurden keine nennenswerten Sonneneruptionen beobachtet. Die geringe Sonnenaktivität hält an, vereinzelte M-Flares sind möglich (M20% X01%). Die MUF liegt noch immer unter den Werten der Vortage.