Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
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𝗞𝗮𝘂𝗱𝗲𝗿𝘄𝗲𝗹𝘀𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗲𝗶𝗻𝘀 (Teil 3) 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗡𝗮𝗿𝗸𝗼𝘀𝗲 Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Deutsch das passende Wort hätte. Es hat es immer. Die Frage lautet, warum genau dort darauf verzichtet wird, wo etwas auf dem Spiel steht. Und die Antwort ist unangenehm: weil das deutsche Wort spürbar macht, was geschieht, und das englische diese Empfindung zuverlässig abstellt. Eine Personalabteilung verwaltet Menschen. Human Resources verwaltet Bestände. Wer entlassen wird, verliert seine Arbeit, das versteht jeder, das schmerzt. Wer freigesetzt wird, klingt wie ein Molekül, und wer von einem Restructuring betroffen ist, kommt in der eigenen Wahrnehmung gar nicht mehr vor. Das importierte Wort ist an diesen Stellen nicht versehentlich unschärfer. Es wird wegen seiner Unschärfe gewählt. Die Unschärfe ist die Leistung, für die bezahlt wird. Das ist Betäubung, und sie wirkt in beide Richtungen. Betäubt wird der Betroffene, der nicht mehr genau benennen kann, was ihm angetan wird. Betäubt wird der Sprecher, der nicht mehr genau wissen muss, was er tut. Wer keine Begriffe mehr bildet, muss keine Unterscheidungen mehr verteidigen. Der Gewinn dieses Tauschs fällt nicht denen zu, die sprechen. Er fällt denen zu, für die etwas unbemerkt bleiben soll. Dass der Rückweg jederzeit offen steht, hat ausgerechnet ein Staatskonzern bewiesen. Die Deutsche Bahn erstellte eine Liste von rund 2.200 Anglizismen zur Ersetzung. Aus dem Flyer wurde wieder der Handzettel, aus dem Counter der Schalter, aus dem Service Point die DB Information. Über Nacht, ohne Verlust, ohne Kosten. Es brauchte nichts als die Entscheidung. Womit bewiesen wäre: Alle, die diese Entscheidung nicht treffen, treffen eine andere. 𝗪𝗲𝗿 𝗵𝗶𝗲𝗿 𝘄𝗲𝗺 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝗴𝗲𝗻𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 𝗵𝗮𝘁 Über kulturelle Aneignung wird in diesem Land pausenlos gesprochen, und immer geht es um jene, die sich etwas nehmen. Der einzige Fall, über den niemand spricht, ist der eigene: Hier hat sich niemand etwas genommen. Hier wurde die eigene Sprache hergegeben, freiwillig, begeistert, im vorauseilenden Diensteifer, ohne dass irgendjemand auch nur darum gebeten hätte. Getauscht wurde eine Sprache, die erklärt, gegen eine, die beeindruckt. Eine Sprache, die jedem Sprecher das Mitdenken ermöglicht, gegen eine, die Eingeweihte erzeugt. Und es war eine Entscheidung, keine Naturgewalt. Sprachen verlieren ihre Schärfe nicht von selbst. Sie verlieren sie, wenn ihre Sprecher das Ungenaue vorziehen, weil es bequemer ist und weniger angreifbar macht. Celentano wollte zeigen, dass Menschen einander nicht verstehen. Bewiesen hat er mehr: Sie merken es nicht einmal. Und ein Publikum, das den Unterschied zwischen Klang und Aussage nicht mehr wahrnimmt, ist für jede Botschaft verfügbar, die den richtigen Ton trifft. Für jede. Das Lied steht bis heute im Netz. Hören Sie es sich an und prüfen Sie dabei, an welcher Stelle Sie selbst angefangen hätten mitzusingen. Euer Rainer Taufertshöfer 𝗤𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟯 Anglizismenliste der Deutschen Bahn: (https://presstige.org/2013/07/sprache-deutsch-anglizismen/) 𝗞𝗼𝗻𝘁𝗮𝗸𝘁 · 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴 · 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich. Man klärt sie im Gespräch. Telefon: 05536 2353056 Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch. Alternativ direkter Kontakt per Telegram: @Rainer_Taufertshoefer (für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung) 𝗢𝗻𝗹𝗶𝗻𝗲-𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗮𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝘁𝗲 Medizinjournalistische Webseite https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de Forschungsseminare, zentraler Informationspool https://www.forschungsseminare.de 𝗦𝗼𝗰𝗶𝗮𝗹 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗮 & 𝗹𝗮𝘂𝗳𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿𝗲 Telegram (öffentlich) https://t.me/taufertshoefer X (ehem. Twitter) https://x.com/r_taufertshofer Facebook https://www.facebook.com/share/1DKKMrsLKA/?mibextid=wwXIfr
𝗞𝗮𝘂𝗱𝗲𝗿𝘄𝗲𝗹𝘀𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗲𝗶𝗻𝘀 (Teil 2) 𝗗𝗶𝗲 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗕𝗲𝗱𝗲𝘂𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗰𝗸𝘁 Jetzt zur Substanz, und die ist eindeutig. Es gibt einen Unterschied zwischen Deutsch und Englisch, der sich weder wegmoderieren noch weglächeln lässt, und er entscheidet darüber, wer versteht und wer abhängig bleibt. Ein deutsches Kind, das Sauerstoff liest, versteht das Wort aus sich heraus. Ein englisches Kind liest oxygen und versteht nichts, es sei denn, es hätte Altgriechisch gelernt. Bluthochdruck erklärt sich selbst, hypertension nicht. Zahnfleisch erklärt sich selbst, gingiva nicht. Kinderarzt erklärt sich selbst, pediatrician nicht. Empfängnisverhütung beschreibt einen Vorgang, contraception versiegelt ihn. Das lässt sich beliebig fortsetzen, durch die gesamte Medizin, das gesamte Recht, die gesamte Verwaltung. Das ist kein Stilunterschied. Das ist ein Machtunterschied. Deutsch baut seine Fachbegriffe aus dem eigenen Wortmaterial, deshalb trägt jeder Begriff seine Erklärung mit sich und jeder Sprecher kann mitdenken. Englisch bezieht seine Fachsprache aus dem Griechischen und Lateinischen, deshalb trägt jeder Begriff eine Zugangssperre, und wer die klassischen Sprachen nicht kennt, steht davor wie vor einer verschlossenen Tür und wartet auf jemanden mit Schlüssel. Eine Sprache, deren Fachvokabular für die eigenen Sprecher undurchsichtig ist, züchtet Priesterschaften. Man braucht den Eingeweihten, der übersetzt, und der Eingeweihte entscheidet, was das Wort bedeutet. Deshalb wechselt jede Berufsgruppe, die Deutungshoheit will, so zuverlässig in dieses Register. Das fremde Wort schafft Abstand, der Abstand schafft Autorität, und die Autorität muss nicht mehr begründet werden. Es ist derselbe Trick wie 1972, nur ohne Musik. Deutsch macht das genaue Gegenteil, und das ist seine eigentliche Stärke: Es zerlegt den Gegenstand und legt die Teile sichtbar hin. Und es baut auf Zuruf neue Begriffe, wo andere Sprachen umschreiben müssen. Feierabend ist kein Zeitpunkt, sondern ein Zustand, das Englische hat dafür nichts. Fernweh ist das Gegenteil von Heimweh und anderswo kein einziges Wort. Verschlimmbesserung erledigt in vier Silben, wofür sonst ein Nebensatz nötig ist. Diese Sprache wächst dabei unablässig, ihr Wortschatz wird für die Zeit des Ersten Weltkriegs auf 3,7 Millionen Wörter geschätzt, heute auf 5,3 Millionen. Und wogegen wird dieses Instrument eingetauscht? Nicht gegen die Sprache Shakespeares. Gegen einen Handelsjargon aus ein paar hundert Vokabeln, den seine Verwender selbst nicht beherrschen. Der Beweis kam aus einem deutschen Ministerium. 2004 rief das Bundesbildungsministerium unter Ministerin Bulmahn, einer studierten Anglistin, die Kampagne „Brain up! Deutschland sucht seine Spitzenuniversitäten" aus. Ein Berliner Anglistik-Professor durchsuchte daraufhin die großen Textdatenbanken des britischen und amerikanischen Englisch und fand die Verbindung der beiden Wörter genau ein einziges Mal. Der Fundsatz aus dem British National Corpus lautet: „He's got no brain up here." Er hat da oben kein Hirn. Das englische Sprachkorpus selbst hat die Antwort auf die deutsche Anbiederung geliefert, dokumentiert in der FAZ, und treffender hätte sie kein Satiriker formulieren können. Wer sich bei einer Sprache anbiedert, die er nicht beherrscht, wird nicht respektiert. Er liefert die Pointe gegen sich selbst gleich mit. Wer von diesem Tausch profitiert, steht in Teil 3. 𝗤𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 FAZ-Leserbrief vom 21.02.2004 zur Korpusrecherche „Brain up", dokumentiert mit Wortlaut: (http://transblawg.eu/2004/02/21/germans-told-to-brain-upverwirrende-anglizismen/) Wortschatzentwicklung, Schätzung 3,7 zu 5,3 Millionen: (https://www.zukunftsinstitut.de/zukunftsthemen/language-20-die-sprache-der-zukunft)
𝗞𝗮𝘂𝗱𝗲𝗿𝘄𝗲𝗹𝘀𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗹𝗮𝘁𝘇 𝗲𝗶𝗻𝘀 Wie man einem ganzen Land Silben verkauft und es dafür auch noch bezahlen lässt Hören Sie sich die ersten Sekunden an. Ihr Kopf wird Englisch hören. Ihr Kopf irrt sich. Vollständige Aufnahme: (https://youtu.be/fU-wH8SrFro) Im November 1972 veröffentlichte Adriano Celentano eine Single, deren Text aus vollständig erfundenen Silben besteht, gebaut als klangliche Attrappe des amerikanischen Englisch. Verständlich bleibt in knapp vier Minuten ein einziger Ausdruck: all right. Und dieses Nichts wurde Nummer eins. In Italien, in Frankreich, in Belgien und in Deutschland. Ein Land kaufte einen Text, den es nicht verstehen konnte, weil es dort nichts zu verstehen gab, und es merkte es nicht. Celentano hat später erklärt, sein Thema sei die Unfähigkeit zur Verständigung gewesen, deshalb habe der Text nichts bedeuten dürfen. Er wollte einen Spiegel bauen. Deutschland hat hineingesehen und mitgesungen. Was dieses Experiment beweist, ist unbequemer als jede Verschwörungstheorie: Für Zustimmung wird kein Inhalt benötigt. Rhythmus, Akzent und Herkunft genügen. Wer den richtigen Klang liefert, muss nicht mehr argumentieren, er wird verstanden, ohne verstanden zu werden. Und dieser Mechanismus wurde nicht im Popgeschäft erfunden, er wurde dort nur zum ersten Mal öffentlich vorgeführt. Dass er bis heute trägt, ist gemessen worden. Die Kölner Agentur Endmark prüfte 2003, was deutsche Verbraucher von den englischen Werbesprüchen verstehen, die man ihnen täglich vorsetzt. Das Ergebnis: 54 Prozent übersetzten den Douglas-Slogan „Come in and find out" mit „Komm herein und finde wieder heraus". Eine Folgestudie der Universität Dortmund bestätigte den Befund. Die Mehrheit verstand die Botschaft falsch oder gar nicht, und die Kampagnen liefen trotzdem, jahrelang, millionenschwer. Man muss das einen Moment stehen lassen. Konzerne bewarben deutsche Kunden in einer Sprache, die diese Kunden nachweislich nicht verstanden, und es funktionierte, weil Verstehen gar nicht der Zweck war. Der Zweck war der Klang. Celentanos Nummer eins, nur ohne Ironie und mit Werbeetat. Die Pointe: Nach der Studie kehrten acht der zwölf untersuchten Unternehmen zur deutschen Sprache zurück. Es ging also. Es ging sogar sofort. Man hatte es nur vorher nicht für nötig gehalten, verstanden werden zu wollen. Warum das kein Schönheitsfehler ist, sondern System hat, steht in Teil 2. 𝗤𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 Adriano Celentano, Prisencolinensinainciusol, vollständige Aufnahme: (https://youtu.be/fU-wH8SrFro) Single, Autorschaft, Kauderwelsch-Text und Chartplatzierungen: (https://en.wikipedia.org/wiki/Prisencolinensinainciusol) Celentano über Absicht und Entstehung, NPR 2012: (https://www.npr.org/2012/11/04/164206468/its-gibberish-but-italian-pop-song-still-means-something) Endmark-Studie 2003, Fehlübersetzungen und Rückkehr zum Deutschen: (https://e-hausaufgaben.de/Facharbeiten/D11347-von-Anglizismen-in-der-deutschen-Werbesprache.php)
ES REICHT – TEIL 3/3 Was sich jetzt ändern muss Ich will von deutscher Politik nicht länger hören, wie Deutschland „kriegstüchtiger“ werden soll. Ich möchte wissen, wie Deutschland friedenstüchtiger werden will. Wo ist die große deutsche Friedensinitiative? Wo sind die Gesprächskanäle nach Moskau? Wo sind die Vermittler? Wo sind die kompromisslosen diplomatischen Bemühungen für die Menschen in Gaza, im Libanon und im Iran? Wo ist der politische Ehrgeiz, einmal nicht die nächste Eskalationsstufe, sondern den Ausweg aus ihr anzuführen? Genau dort müsste Deutschland stehen. Nicht mit immer neuen Durchhalteparolen und auch nicht mit erhobenem moralischen Zeigefinger, sondern am Verhandlungstisch. Hartnäckig, unbequem und notfalls Tag und Nacht. Und wenn jemand behauptet, mit diesem oder jenem Staatschef könne man nicht reden, dann lautet meine Antwort: Mit wem denn sonst? Mit Freunden braucht man keinen Friedensvertrag. Frieden wird zwischen Gegnern geschlossen. Das ist keine Naivität. Das ist der verdammte Sinn von Diplomatie. Wir brauchen deshalb keine kosmetische Korrektur dieser Politik. Wir brauchen einen fundamentalen Wandel dessen, was wir unter politischer Verantwortung verstehen. Politik darf Menschen nicht verwalten, nachdem sie gestorben sind. Ihre verdammte Aufgabe ist es, zu verhindern, dass sie sterben. Jeder tote Ukrainer war ein Mensch. Jeder tote Russe war ein Mensch. Jeder tote Palästinenser war ein Mensch. Jeder tote Israeli war ein Mensch. Jeder tote Libanese und jeder tote Iraner war ein Mensch. Und jeder Soldat, der Jahre später an dem zerbricht, was Menschen ihm angetan haben oder was er selbst anderen Menschen antun musste, gehört ebenfalls zur Rechnung dieses Wahnsinns. Keine Ideologie, kein Bündnis, keine Grenze und keine Fahne macht die Tränen einer Mutter wertvoller als die einer anderen. Deshalb sage ich nicht mehr nur: Beendet diesen Krieg. Ich sage: Beendet diese Art, Politik zu machen. Eine Politik, die Frieden erst diskutiert, nachdem genügend Menschen gestorben sind, hat versagt. Eine Politik, die Aufrüstung für Realismus und Diplomatie für Naivität hält, hat versagt. Eine Politik, die Menschen an die Möglichkeit eines großen Krieges gewöhnt, anstatt alles Menschenmögliche zu unternehmen, ihn unmöglich zu machen, hat versagt. Wir brauchen einen politischen Neuanfang, bei dem das menschliche Leben wieder über Macht, Prestige und geopolitischen Interessen steht. Eine Zivilisation beweist ihre Größe nicht durch die Reichweite ihrer Raketen, die Zahl ihrer Panzer oder Milliarden in ihren Rüstungshaushalten. Sie beweist ihre Größe dadurch, dass sie den Mut besitzt, die Waffe aus der Hand zu legen, dem Gegner gegenüberzusitzen und so lange zu reden, bis das Töten aufhört. Deutschland braucht keine Kriegstüchtigkeit. Deutschland braucht Friedenstüchtigkeit. Und dafür muss sich diese Politik grundlegend verändern. ES REICHT. Euer Rainer Taufertshöfer
ES REICHT – TEIL 2/3 Die vergessenen Opfer des Krieges Menschen kommen körperlich lebend aus Kriegen zurück und sterben Jahre später an dem, was diese Kriege in ihnen hinterlassen haben. Die amerikanischen Zahlen sind ein erschütterndes Mahnmal: Für die gesamte Generation der Vietnam-Ära-Veteranen wurden zwischen 1979 und 2019 94.497 Suizide registriert. Für die Generation der amerikanischen Kriege nach dem 11. September wurden bereits bis 2019 30.177 Suizide unter aktiven Soldaten und Veteranen errechnet – gegenüber 7.057 amerikanischen Gefallenen in diesen Kriegseinsätzen. Allein 2023 starben 6.398 US-Veteranen durch Suizid – durchschnittlich 17,5 Menschen jeden einzelnen Tag. Diese Zahlen dürfen nicht zu einer Statistik verkommen. Sie sind eine Anklage. Denn Krieg endet nicht mit dem letzten Schuss. Er lebt weiter in Körpern, Köpfen und Familien. Er sitzt nachts mit am Küchentisch. Er erscheint in Träumen. Er zerstört Beziehungen, Eltern und Kinder. Und manchmal gewinnt er seinen letzten Kampf erst Jahre oder Jahrzehnte später. Und während wir das alles längst wissen, produzieren wir weiter Feindbilder, Waffen und Tote. Gaza. Libanon. Iran. Ukraine. Russland. Israel. Und morgen vielleicht der nächste Ort. Immer wieder dieselbe entsetzliche Logik: Angriff rechtfertigt Vergeltung, Vergeltung rechtfertigt Gegenvergeltung, Tote rechtfertigen neue Tote – und jede Seite erklärt anschließend, warum ausgerechnet ihre nächste Bombe notwendig gewesen sei. Wann sind wir endlich zivilisiert genug, diese Kette zu zerbrechen? Wir können künstliche Intelligenz entwickeln, Atome spalten, hochkomplexe Maschinen bauen und innerhalb eines Augenblicks mit Menschen auf der anderen Seite der Erde kommunizieren. Aber wenn Staaten miteinander in Konflikt geraten, soll unsere höchste politische Entwicklungsstufe tatsächlich immer noch darin bestehen, herauszufinden, wer den anderen effektiver töten kann? Das soll Fortschritt sein? Nein. Wir brauchen einen politischen Kulturbruch. Wir brauchen Politiker, deren Größe nicht daran gemessen wird, wie kompromisslos sie einen Gegner beschimpfen können, sondern daran, ob sie einen Weg finden, mit ihm zu sprechen. Wir brauchen Außenpolitik, deren höchstes Ziel nicht Sieg, Einfluss oder geopolitische Dominanz ist, sondern die Verhinderung menschlichen Leidens. Wir brauchen Diplomaten wieder als Diplomaten und nicht als Kommentatoren militärischer Strategien. Und wir brauchen eine Bevölkerung, die ihren Regierungen endlich eine Grenze setzt: Bis hierhin und nicht weiter. Nicht in unserem Namen endlos eskalieren. Nicht in unserem Namen Diplomatie verächtlich machen. Nicht in unserem Namen Menschen zu Kollateralschäden erklären. Die Zeit für Gespräche ist nicht irgendwann. Sie ist immer dann, wenn Menschen sterben. Fortsetzung in Teil 3: Was sich jetzt ändern muss.
ES REICHT – EIN MANIFEST GEGEN DIE POLITIK DES KRIEGES TEIL 1/3 Es reicht nicht mehr, über einzelne Kriege zu sprechen. Es reicht nicht mehr, den nächsten Waffenstillstand abzuwarten, während längst die nächste Eskalation vorbereitet wird. Und es reicht erst recht nicht mehr, betroffen auf neue Opferzahlen zu schauen und anschließend genauso weiterzumachen wie zuvor. Diese Politik muss sich grundlegend ändern. Eine Politik, die Milliarden innerhalb kürzester Zeit für Waffen mobilisieren kann, aber bei ernsthaften Friedensinitiativen plötzlich keine Fantasie mehr besitzt, hat ihre Prioritäten verloren. Eine Politik, die Menschen auf „Kriegstüchtigkeit“ vorbereiten möchte, anstatt mit derselben Entschlossenheit Friedenstüchtigkeit einzufordern, hat vergessen, wofür Politik überhaupt da sein sollte: das Leben der Menschen zu schützen. Ich will dieses Denken nicht mehr akzeptieren. Ich will nicht akzeptieren, dass Verhandlungen mit Russland beinahe behandelt werden, als wären sie etwas Anrüchiges. Ich will nicht akzeptieren, dass diejenigen, die Gespräche fordern, sich rechtfertigen müssen, während diejenigen, die immer neue Waffen, Milliarden und Eskalationsstufen verlangen, sich als verantwortungsbewusste Realisten darstellen dürfen. Das ist eine groteske Umkehrung der Vernunft. Mit wem soll man denn Frieden schließen, wenn nicht mit seinem Gegner? Diplomatie bedeutet nicht Unterwerfung. Sie bedeutet auch nicht, Russland, die Ukraine, Israel, Iran, die USA oder irgendeine andere Regierung für moralisch unfehlbar zu erklären. Diplomatie beginnt genau dort, wo Interessen unvereinbar erscheinen, Hass entstanden ist und Menschen bereits aufeinander schießen. Wenn dafür hundert Gespräche notwendig sind, führt man hundert Gespräche. Scheitern 99 davon, beginnt man das hundertste. Denn die Alternative zu einem gescheiterten Gespräch darf nicht selbstverständlich ein weiteres Massengrab sein. Wir brauchen deshalb nicht einfach eine andere Entscheidung innerhalb der bisherigen Politik. Wir brauchen ein anderes politisches Denken. Ein palästinensisches Kind in Gaza ist genauso ein Menschenleben wie ein israelisches Kind. Ein iranischer oder libanesischer Zivilist genauso ein Mensch wie ein europäischer. Ein russischer Soldat kann genauso Sohn, Vater oder Bruder sein wie ein ukrainischer. Das Leben eines Menschen bekommt seinen Wert nicht durch die richtige Fahne. Und zu dieser Wahrheit gehört etwas, worüber viel zu selten gesprochen wird: Krieg tötet nicht nur auf dem Schlachtfeld. Er kann Menschen noch Jahre und Jahrzehnte später das Leben kosten. Fortsetzung in Teil 2: Die vergessenen Opfer des Krieges.
🆕 Viele beschäftigen sich seit Jahren mit Chlordioxid. Und genau das ist manchmal das Problem. Denn wer sich jahrelang in denselben Gruppen, denselben Kanälen, denselben Büchern und denselben Erzählungen bewegt, merkt oft nicht mehr, dass er sich nicht weiterentwickelt. Er bewegt sich im Kreis. Immer dieselben Protokolle. Immer dieselben Namen. Immer dieselben Versprechen. Immer dieselben Abwehrreflexe, sobald jemand genauer fragt. So entsteht keine Erkenntnis. So entsteht eine Bubble, die sich selbst immunisiert. Ich erlebe das immer wieder im persönlichen Gespräch: Menschen kommen mit jahrelanger Beschäftigung, mit Bücherregalen voller Szene-Literatur, mit vermeintlicher Sicherheit – und trotzdem fehlen ihnen genau die Fragen, von denen am Ende alles abhängt. Nicht: Wirkt Chlordioxid? Nicht: Ist Chlordioxid gefährlich? Sondern: Unter welchen Bedingungen entsteht Wirkung – und unter welchen Schaden? Genau diese Frage wurde über Jahre verdrängt. Nicht vom Mainstream allein. Sondern ausgerechnet auch von jenen, die glauben, das Thema längst verstanden zu haben. Mein Buch „Chlordioxid – Potenzial und Grenzen“ ist deshalb kein weiteres Szenebuch. Es ist kein Protokollbuch, keine Anleitung, kein Werbetext und keine Verteidigungsschrift. Es ist eine schonungslose Ordnungsarbeit aus fast zwei Jahrzehnten Nähe zum Thema. Ich komme nicht aus dem Lager der pauschalen Gegner. Ich komme nicht aus der Mainstream-Distanz. Ich komme aus der praktischen, forschenden und analytischen Auseinandersetzung mit Chlordioxid selbst. Und gerade deshalb war dieses Buch notwendig. Denn die größten Gefahren entstehen nicht nur dort, wo Gegner warnen. Sie entstehen auch dort, wo Befürworter aufgehört haben zu prüfen. Dieses Buch zeigt, warum Standardprotokolle biologisch scheitern können. Warum dieselbe Substanz bei unterschiedlichen Menschen völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen kann. Warum Erfahrung nicht automatisch Beweis ist. Warum Patente keine Heilsversprechen sind. Warum politische Entscheidungen keine Wirksamkeitsnachweise darstellen. Warum manche Risiken in der Szene kaum ausgesprochen werden. Und warum das eigentliche Potenzial von Chlordioxid gerade durch Vereinfachung verschüttet wurde. Es enthält ein von mir entwickeltes Funktionsmodell, unveröffentlichte analytische Zusammenhänge und investigative Recherchen zu beiden Lagern: zur Szene ebenso wie zur kritischen Gegenseite. Dieses Thema wurde nicht nur in Hinterzimmern, Telegram-Gruppen und Alternativmedizin-Kreisen diskutiert. Es reichte bis in Parlamente, Behörden, Medien und Regierungskreise hinein. Gerade deshalb ist dieses Buch mehr als ein Buch über Chlordioxid. Es ist ein Buch über Erkenntnis. Über Verantwortung. Über Denkfehler. Über falsche Sicherheit. Über die Frage, wie Menschen in Gesundheitsfragen zu Überzeugungen gelangen – und wann diese Überzeugungen gefährlich werden. Aus meiner Sicht ist „Chlordioxid – Potenzial und Grenzen“ eines der wichtigsten Bücher zur Alternativmedizin der letzten zwanzig Jahre. Nicht, weil es einfache Antworten gibt. Sondern weil es genau dort Ordnung schafft, wo seit Jahren fast alle nur noch wiederholen. Wer sich mit Chlordioxid beschäftigt hat – direkt, indirekt, kritisch, zustimmend oder nur am Rande –, sollte dieses Buch lesen. Nicht irgendwann. Sondern bevor er glaubt, genug zu wissen. Chlordioxid – Potenzial und Grenzen Weitergedacht: Was weder Befürworter noch Kritiker sagen. Buchbestellung direkt bei BoD oder über den Buchhandel: https://buchshop.bod.de/chlordioxid-potenzial-und-grenzen-rainer-taufertshoefer-9783819205521
https://youtu.be/9F3BuSC3c9k?si=XVEnXZFJuB1D0eDz
https://multipolar-magazin.de/artikel/coronalage-maerz-2020
https://multipolar-magazin.de/artikel/coronalage-maerz-2020
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𝗗𝗮𝘀 𝗘𝗻𝘇𝘆𝗺, 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗘𝘁𝗶𝗸𝗲𝘁𝘁 𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮 Bleibt die Gesundheitsfrage, und hier möchte ich sauber trennen. Die Datenlage: Das gereinigte Enzym ist molekular identisch mit dem Kälber-Chymosin, im gereiften Käse ist es weitgehend abgebaut, und Belege für gesundheitliche Unterschiede liegen nicht vor. Wer eine Giftgeschichte daraus macht, behauptet mehr, als sich zeigen lässt. Aber der Umkehrschluss trägt genauso wenig. 𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗵𝗲𝗶𝘀𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗻𝗯𝗲𝗱𝗲𝗻𝗸𝗹𝗶𝗰𝗵. Unabhängige Langzeitforschung zum lebenslangen Verzehr solcher Erzeugnisse existiert nicht, weil sie nie verlangt wurde. Die Zulassungslogik lautet seit 1990: erlaubt, solange kein Schaden nachgewiesen ist. Wer die Beweislast so herum dreht, darf sich über fehlende Belege nicht wundern. Er hat sie abbestellt. Meine Position kennzeichne ich als solche, und sie unterscheidet sich in einem Punkt von der Konsequenz der Leserin. Gentechnische Eingriffe in jahrtausendealte Herstellungsverfahren lehne ich ab. Nicht weil ich einen Schaden beweisen könnte, sondern weil die Beweislast beim Eingriff liegen muss, nicht beim Verbraucher. Das tierische Lab ist für mich aber keine Alternative. Es wird aus den Mägen geschlachteter Kälber gewonnen. Ein totes Kalb für ein Gerinnungsenzym, während dasselbe Ergebnis seit sechzig Jahren aus einem Schimmelpilz zu haben ist, ohne Gentechnik und ohne Schlachtung: diese Rechnung geht für mich nicht auf. Es bleibt also ein Weg, der beides vermeidet: das klassische mikrobielle Lab. Am verlässlichsten findet man es in 𝗕𝗶𝗼-𝗞𝗮𝗲𝘀𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗻𝗴𝗮𝗯𝗲 „𝗺𝗶𝗸𝗿𝗼𝗯𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗟𝗮𝗯", denn die Öko-Verordnung schließt das gentechnische Enzym aus. Dort bedeutet mikrobiell noch, was es sagt. Außerhalb von Bio bleibt das Etikett stumm, und selbst ein Vegetarier-Hinweis unterscheidet nicht zwischen Pilz und Genlabor. Und das ist der Skandal an dieser Geschichte: Ein Land, das jeden Joghurtbecher mit Pflichtangaben zupflastert, versteckt ausgerechnet die Frage, ob im Käse ein totes Kalb oder ein Genlabor steckt. Nicht aus Versehen. Per Definition. Euer Rainer Taufertshöfer 𝗞𝗼𝗻𝘁𝗮𝗸𝘁 · 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴 · 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich. Man klärt sie im Gespräch. Telefon: 05536 2353056 Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch. Alternativ direkter Kontakt per Telegram: @Rainer_Taufertshoefer (für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung) 𝗢𝗻𝗹𝗶𝗻𝗲-𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗮𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝘁𝗲 Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier: Medizinjournalistische Webseite https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de Forschungsseminare – zentraler Informationspool https://www.forschungsseminare.de 𝗦𝗼𝗰𝗶𝗮𝗹 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗮 & 𝗹𝗮𝘂𝗳𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿𝗲 Telegram (öffentlich) https://t.me/taufertshoefer X (ehem. Twitter) https://x.com/r_taufertshofer Facebook https://www.facebook.com/share/1DKKMrsLKA/?mibextid=wwXIfr
𝗗𝗮𝘀 𝗘𝗻𝘇𝘆𝗺, 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗘𝘁𝗶𝗸𝗲𝘁𝘁 𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮 Nach meinem Beitrag zur Käse-Demenz-Studie erreichte mich die Zuschrift einer aufmerksamen Leserin. Ihre Frage: Was hat es mit dem mikrobiellen Lab auf sich, das inzwischen auf vielen Zutatenlisten steht? Sie habe gelesen, Pfizer stecke dahinter, und meide solchen Käse seither. Herzlichen Dank für diese Frage. Sie führt mitten in ein Thema, das kaum jemand kennt, obwohl es fast jeden Käse betrifft. Zunächst die Fakten. Damit Milch zu Käse wird, braucht es ein Enzym: Chymosin, das klassisch aus Kälbermägen gewonnen wird, das sogenannte tierische Lab. Daneben existieren heute zwei Alternativen, die ständig verwechselt werden. 𝗠𝗶𝗸𝗿𝗼𝗯𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗟𝗮𝗯 im eigentlichen Sinn stammt aus Schimmelpilzen, die von Natur aus ein labähnliches Enzym bilden. Dieses Verfahren gibt es seit den sechziger Jahren. Mit Gentechnik hat es nichts zu tun. Etwas anderes ist 𝗳𝗲𝗿𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝘁𝗶𝘃 𝗵𝗲𝗿𝗴𝗲𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘁𝗲𝘀 𝗖𝗵𝘆𝗺𝗼𝘀𝗶𝗻. Dafür wurde das Chymosin-Gen des Kalbes in Mikroorganismen eingebaut, die das Enzym nun am laufenden Band produzieren. Hier kommt Gentechnik zum Einsatz, im Herstellungsprozess. Das fertige, aufgereinigte Enzym selbst ist mit dem Kälberenzym identisch und enthält keine veränderten Organismen mehr. Und Pfizer? Der Kern der Geschichte stimmt. Pfizer entwickelte dieses gentechnisch produzierte Chymosin und erhielt 1990 in den USA die Zulassung, als erstes gentechnisch hergestelltes Enzym in Lebensmitteln überhaupt. Das Geschäft wurde allerdings schon vor Jahrzehnten abgegeben. Heute liegt es bei anderen Konzernen. Wer aktuell schreibt, Pfizer stelle das Lab her, transportiert einen dreißig Jahre alten Stand. Der bemerkenswerte Punkt liegt woanders. Lab gilt im Lebensmittelrecht als Verarbeitungshilfsstoff, nicht als Zutat. Es muss deshalb überhaupt nicht deklariert werden. Schreibt ein Hersteller freiwillig „mikrobielles Lab" aufs Etikett, ist dieser Begriff rechtlich nicht geschützt. Und der gentechnisch produzierte Käse trägt keine Gentechnik-Kennzeichnung, weil das gereinigte Enzym selbst kein veränderter Organismus ist. Das Ergebnis: Am Etikett lässt sich nicht erkennen, welches Lab im Käse steckt. Nur die EU-Öko-Verordnung zieht eine Grenze: Sie schließt gentechnisch hergestellte Hilfsstoffe aus. In Bio-Käse steckt das Genlabor-Enzym also nicht, auch wenn das nirgends draufsteht. Soweit die Sachlage. Was daraus folgt, wo ich selbst stehe und warum für mich weder das Genlabor noch das tote Kalb eine Antwort ist, lesen Sie heute noch in Teil 2.
𝗗𝗶𝗲 𝗦𝘁𝘂𝗱𝗶𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗮𝗹𝗹𝗲 𝘀𝗼𝗳𝗼𝗿𝘁 𝗴𝗹𝗮𝘂𝗯𝗲𝗻 Seit Wochen geht dieselbe Meldung durch die Presse: Fetter Käse schützt vor Demenz. Sahne auch. Fettarmes bringt nichts. Die Zahlen dahinter stammen aus Schweden. 27.670 Menschen, im Schnitt 58 Jahre alt, über 25 Jahre begleitet. 3.208 von ihnen erkrankten an Demenz. Wer täglich mindestens 50 Gramm fettreichen Käse aß, hatte ein um 13 Prozent geringeres Demenzrisiko als Wenigesser. Bei Sahne waren es 16 Prozent gegenüber jenen, die gar keine konsumierten. Butter wiederum war ab 40 Gramm täglich mit einem um 27 Prozent höheren Alzheimer-Risiko verbunden, nicht aber mit mehr Demenz insgesamt. Soweit die Daten. Jetzt der Teil, den kaum jemand mitliefert. Die Ernährung wurde ein einziges Mal umfassend erfasst, Anfang der neunziger Jahre. Danach wurde sie nie wieder neu bestimmt. Was in den folgenden Jahrzehnten wirklich auf dem Teller lag, weiß niemand. Die Forscher haben zusätzlich nachgerechnet, was passiert, wenn man nur jene auswertet, die nach eigener Angabe bei ihrer Ernährung geblieben sind. Ergebnis: Der Zusammenhang wurde schwächer und war statistisch nicht mehr abgesichert. Und ja, die Vielkäseesser waren jünger, schlanker, gebildeter und seltener zuckerkrank. Die Forscher haben diese Unterschiede herausgerechnet, der Zusammenhang blieb. Was sich nie vollständig herausrechnen lässt: alles, was gar nicht erst gemessen wurde. Das schreiben die Autoren selbst. 𝗪𝗮𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗮𝗿𝗶𝗻 𝘀𝗲𝗵𝗲: Die Nachricht ist nicht der Käse. Die Nachricht ist, wie schnell eine reine Beobachtungsstudie zur Gewissheit wird, sobald ihr Ergebnis gefällt. Dieselbe Studienart, dasselbe Design, dieselbe Aussagekraft heißt in anderen Zusammenhängen: nur eine Assoziation, kein Beweis für Ursache und Wirkung, keine Grundlage für kausale Behauptungen. Ein Maßstab, der sich nach dem Ergebnis richtet, ist kein Maßstab. Wer nachlesen will, die Arbeit ist frei zugänglich: Du Y. et al., Neurology 2026, 106(2):e214343 pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12720290 Euer Rainer Taufertshöfer Kontakt · Einordnung · Informationen Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich. Man klärt sie im Gespräch. Telefon: 05536 2353056 Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch. Alternativ direkter Kontakt per Telegram: @Rainer_Taufertshoefer (für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung) Online-Informationsangebote Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier: Medizinjournalistische Webseite https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de Forschungsseminare – zentraler Informationspool https://www.forschungsseminare.de Social Media & laufende Kommentare Telegram (öffentlich) https://t.me/taufertshoefer X (ehem. Twitter) https://x.com/r_taufertshofer Facebook https://www.facebook.com/share/1DKKMrsLKA/?mibextid=wwXIfr Bildquelle: www.epochtimes.de
FÜNF WOCHEN KEINE WUNDHEILUNG. DANN STAND EINE HAUTTRANSPLANTATION IM RAUM. Nach der operativen Entfernung eines malignen Melanoms an der Fußsohle wollte sich die Wunde über Wochen nicht schließen. Dann entschied sich der Patient für einen anderen Weg. Was in den folgenden fünf Wochen geschah, ist auf den Bildern dokumentiert – und wirft Fragen auf, über die man sprechen sollte. Chlordioxid-Auflagen versus Hauttransplantation nach Krebs-OP: eine außergewöhnliche Falldokumentation. https://forschungsseminare.de/2022/04/20/chlordioxid-auflagen-versus-hauttransplantation-nach-krebs-op/
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Manchmal lohnt es sich, eine Stunde zuzuhören, bevor man sich eine Meinung bildet. Ich möchte dieses Gespräch ausdrücklich empfehlen, weil es für mich etwas bietet, das in der westlichen Presse und erst recht in den üblichen Häppchen auf Social Media zunehmend selten geworden ist: Zeit, Zusammenhänge und Gesprächspartner, die nicht lediglich die immer gleichen Perspektiven wiederholen. Bei Neutrality Studies kommen regelmäßig Menschen zu Wort, die aufgrund ihrer Herkunft, ihrer wissenschaftlichen oder journalistischen Arbeit und ihrer unmittelbaren Kenntnis bestimmter Regionen einen anderen Blick auf geopolitische Vorgänge eröffnen. Man muss diese Einschätzungen nicht übernehmen. Darum geht es überhaupt nicht. Aber man sollte sie kennen, bevor man glaubt, ein vollständiges Bild zu besitzen. Dieses Gespräch ist dafür ein gutes Beispiel. Ausgangspunkt sind die Vorgänge an der spanischen Exklave Ceuta und die Frage, was hinter einer derart außergewöhnlichen Migrationsbewegung stehen könnte. Doch dabei bleibt es nicht. Das Gespräch führt sehr schnell hinein in die Beziehungen zwischen Spanien und Marokko, den Konflikt um die Westsahara, Algerien, die Energieversorgung Europas, die strategische Bedeutung der Straße von Gibraltar und schließlich in die Frage, welche Interessen Israel und die Vereinigten Staaten in dieser Region verfolgen. Besonders interessant fand ich dabei die Perspektive auf Marokko selbst. Im Gespräch wird sehr deutlich zwischen der marokkanischen Bevölkerung und den politischen Machtstrukturen des Landes unterschieden. Auch die Beziehungen Marokkos zu Israel werden nicht isoliert betrachtet, sondern historisch und geopolitisch eingeordnet. Hinzu kommen die Rivalität mit Algerien, Pipelines und Gasversorgung sowie mögliche innermarokkanische Machtkämpfe. Plötzlich wird aus einer Meldung über Menschen an einer Grenze ein wesentlich größeres Bild. Ob jede Schlussfolgerung des Gesprächs am Ende trägt, ist für mich dabei gar nicht der entscheidende Punkt. Einige der weitergehenden Thesen sind ausdrücklich Interpretationen und keine bewiesenen Tatsachen. Gerade diese Unterscheidung sollte man sich bewahren. Entscheidend ist etwas anderes: Man bekommt überhaupt erst einmal Informationen, Zusammenhänge und Sichtweisen angeboten, anhand derer man selbst weiterdenken kann. Und genau das vermisse ich inzwischen häufig. Unsere Nachrichtenwelt produziert eine ungeheure Menge an Information und gleichzeitig erstaunlich wenig Zusammenhang. Auf Social Media wird dieser Effekt noch verschärft. Ein Ausschnitt hier, eine Schlagzeile dort, 30 Sekunden Empörung, anschließend die nächste Nachricht. Geopolitik funktioniert aber nicht in 30 Sekunden. Deshalb schaue ich solche Formate gerne. Nicht weil ich dort eine neue Instanz suche, die mir erklärt, was ich zu glauben habe. Davon gibt es wahrlich genug. Sondern weil dort Fachleute und Menschen mit regionaler Kenntnis zu Wort kommen, deren Perspektiven im westlichen Medienraum kaum oder jedenfalls nicht mit dieser Ausführlichkeit und Präzision vorkommen. Neutrality Studies kann ich deshalb nur empfehlen. Nicht als Ersatz für andere Quellen, sondern als Gegenmittel gegen die Vorstellung, eine einzige Perspektive könne bereits die ganze Wirklichkeit erklären. Wer sich für Geopolitik interessiert und bereit ist, auch einmal eine andere Sicht auszuhalten, sollte sich dieses Gespräch in Ruhe ansehen. Es lohnt sich. In diesem Sinne wünsche ich allen hier einen schönen und möglichst friedlichen Sonntag. Vielleicht findet der eine oder andere heute tatsächlich die Zeit, sich dieses Gespräch in Ruhe anzusehen und sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen. Euer Rainer Taufertshöfer Hier geht es zum Gespräch: https://youtu.be/VwF5PVMZhOY?si=ae_OtrS7WqBG4t5C
Die Corona-Zeit hat viele misstrauisch gemacht. Aber nicht automatisch urteilsfähig. Wir haben gelernt, Behörden, Leitmedien, Pharmakonzerne und sogenannte Experten zu hinterfragen. Das war notwendig. Doch kritisches Denken verliert seinen Wert, wenn es endet, sobald die Botschaft aus dem eigenen Lager kommt. Genau das beobachte ich inzwischen auf beiden Seiten. Die einen erklären alternative Verfahren grundsätzlich für wirkungslos. Die anderen erklären einzelne Substanzen oder Verfahren zum universellen Schlüssel. Beides folgt derselben Logik: vereinfachen, zuspitzen, Lager bilden. Und genau dadurch geht das verloren, worauf es eigentlich ankommt. Denn ich bin überzeugt: In vielen alternativen Ansätzen steckt reales wissenschaftliches und biologisches Potenzial. Vielleicht sogar deutlich mehr, als heute sichtbar ist. Aber dieses Potenzial wird nicht dadurch erschlossen, dass man jedes Verfahren zur neuen Heilslehre erhebt. Es wird ebenso wenig entdeckt, wenn man alles pauschal als Unsinn verwirft. Es wird verschüttet. Verschüttet unter Ideologien. Verschüttet unter wirtschaftlichen Interessen. Verschüttet unter Lagerdenken. Und verschüttet unter Menschen, die längst aufgehört haben zu fragen. Genau deshalb argumentiere ich bewusst außerhalb dieser Grabenkämpfe. Mich interessiert weder das pharmanahe noch das alternativmedizinische Lager. Mich interessiert, was biologisch plausibel ist, wo Chancen liegen, wo Grenzen liegen und warum manche Beobachtungen funktionieren könnten – oder eben nicht. Genau diese Denkweise verbindet meine beiden neuen Artikel mit meinem Buch. Nicht Zustimmung erzeugen. Sondern Urteilskraft stärken. Denn die Zukunft der Medizin entscheidet sich vermutlich nicht zwischen Schulmedizin und Alternativmedizin. Sie entscheidet sich zwischen Dogmen und Erkenntnis. Ivermectin und Fenbendazol bei Krebs – wenn zwei Lager dieselbe Denkfalle teilen https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/ivermectin-fenbendazol-krebs-denkfalle Ivermectin – große Zahlen, starke Behauptungen und die Frage, was tatsächlich bewiesen ist https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/ivermectin-krebs-denkfalle Chlordioxid – Potenzial und Grenzen https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/buch-chlordioxid-potenzial-und-grenzen
𝗩𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮 𝗭𝘄𝗲𝗶𝘂𝗻𝗱𝘃𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝗰𝗵𝘁 Und dann schrieb eine Frau einen Satz. Glückwunsch, kann ich leider nicht bestätigen. Sonst nichts. Kein Herz, keine Rückfrage, weitergescrollt. In einem Kanal mit zweitausendsechshundert Mitgliedern. Am nächsten Morgen fragte doch jemand nach. Wie hat sie es angewendet. Warum hat es nicht funktioniert. Worauf soll man das stützen. Sie antwortete: Leider war ich zu vertrauensselig und habe dafür teuer bezahlt. Man lernt ja aus Fehlern. Und sie empfahl allen, sich wirklich umfassend zu informieren. Danach entschuldigte sie sich noch. Sie habe mitten in der Nacht wohl auf den falschen Knopf gedrückt. Sorry. Das war der Punkt, an dem ich aufgehört habe. Nicht weil sie mir recht gegeben hätte. Sondern weil diese Fragen richtig sind und weil sie in dieser Gruppe noch nie jemand gestellt hat, wenn etwas geholfen hat. Nicht bei den achtundvierzig Milligramm. Nicht bei dem Tumor, der angeblich verschwand. Vierzig Minuten hat es gedauert, bis eine Frau, die etwas verloren hat, sich erklären musste. Für alles andere hat nie jemand auch nur eine Minute verlangt. So entsteht eine Erfolgsquote, die es nicht gibt. Was hilft, kommt ungeprüft durch. Was nicht hilft, trägt die Beweislast. Und die meisten, bei denen es schiefgegangen ist, schreiben ohnehin nichts mehr. 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝘂𝗺𝗺𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘇𝘂 𝘁𝘂𝗻 𝗵𝗮𝘁 Die Menschen dort sind nicht dumm. Viele sind wach, belesen, misstrauischer als der Durchschnitt. Genau das macht sie erreichbar. Seit 2020 haben viele das Vertrauen in Ärzte, Behörden und Industrie verloren. Diesen Bruch nehme ich niemandem übel, ich teile ihn in weiten Teilen. Nur verschwindet die Bereitschaft, jemandem unbedingt zu glauben, dabei nicht. Sie wechselt den Adressaten. Aus dem Arzt wird der Kanal. Aus der Behörde der Admin. Aus dem Beipackzettel die weitergeleitete Liste. Geprüft wird danach genauso wenig wie vorher. Nur auf der anderen Seite. Ich weiß nicht, wie es dem Vater geht. Ich werde es auch nicht erfahren. Wenn es weitergeht wie bisher, wird die Tochter wieder schreiben. Wenn nicht, wird sie es nicht. Genau daran misst diese Gruppe, ob es funktioniert. Euer Rainer Taufertshöfer _______________ Kontakt · Einordnung · Informationen Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich. Man klärt sie im Gespräch. Telefon: 05536 2353056 Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch. Alternativ direkter Kontakt per Telegram: @Rainer_Taufertshoefer (für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung) Online-Informationsangebote Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier: Medizinjournalistische Webseite https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de Forschungsseminare, zentraler Informationspool https://www.forschungsseminare.de Social Media und laufende Kommentare Telegram (öffentlich) https://t.me/taufertshoefer X (ehem. Twitter) https://x.com/r_taufertshofer Facebook https://www.facebook.com/share/1DKKMrsLKA/?mibextid=wwXIfr