NeuLand Paraguay Julia & Michael
СтатистикаEinwanderung nach Paraguay, wie wir es machen.
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Endlich gefunden: Sergio – ein Mann, auf den man sich verlassen kann Wer sucht, der findet – manchmal braucht es einfach ein wenig Geduld. Seit ungefähr einem Jahr verdienen wir einen großen Teil unseres täglichen Brotes am Computer. Und fast genauso lange waren wir auf der Suche nach jemandem, der uns bei der Pflege unseres Grundstücks unterstützt. Wer in Paraguay ein größeres Grundstück besitzt, weiß genau, wovon wir sprechen: Die Natur macht hier keine Pause. Gras und Unkraut wachsen schneller, als einem manchmal lieb ist. Wir suchten deshalb nicht einfach jemanden, der einen Freischneider bedienen kann. Wir suchten einen Menschen, der selbstständig sieht, was getan werden muss, Pflanzen und Bäume respektiert, ordentlich arbeitet und vor allem zuverlässig ist. Und diese Suche war schwieriger als gedacht. Wir wollten Arbeit geben – und mussten dabei selbst lernen Anfangs war unser Gedanke, bewusst jemanden aus der paraguayischen Umgebung zu beschäftigen und damit auch ein Stück weit zu unterstützen. Wir haben es mit verschiedenen Leuten versucht. Leider waren unsere persönlichen Erfahrungen nicht immer positiv. Mal fehlte die Pünktlichkeit, mal die Zuverlässigkeit und manchmal schlicht das notwendige Verständnis für die Arbeit. Dabei haben wir auch Lehrgeld bezahlt. Aber genau solche Erfahrungen gehören zum Auswandern dazu. Man lernt, probiert aus, fällt manchmal auf die Nase – und sucht weiter. Denn irgendwann findet man die richtigen Menschen. Und dann kam Sergio Heute können wir sagen: Wir haben unseren Mann gefunden. Sergio kommt auf unser Grundstück und weiß, was zu tun ist. Wir müssen nicht jeden einzelnen Arbeitsschritt erklären oder ständig danebenstehen. Er arbeitet sauber, erkennt Pflanzen und Bäume und besitzt das, was wir uns die ganze Zeit gewünscht haben: einen grünen Daumen und ein Auge für die Arbeit. Und noch etwas ist für uns besonders wichtig geworden: Vertrauen. Wir können Sergio unser Grundstück anvertrauen. Wir können ihm unser Werkzeug geben und wissen, dass damit vernünftig umgegangen wird. Das klingt vielleicht selbstverständlich. Doch wer schon länger in Paraguay lebt, gebaut und verschiedene Arbeiter beschäftigt hat, weiß, welchen Wert ein zuverlässiger Mensch haben kann. Gute Arbeit ist wichtig. Vertrauen ist noch wertvoller. Eigentlich ist Sergio Künstler Und genau das macht seine Geschichte noch interessanter. Sergio ist eigentlich Künstler. Er zeichnet und fertigt wunderschöne Arbeiten an. Doch wie so viele Menschen, die in Paraguay neu anfangen, musste auch er feststellen, dass Talent allein nicht immer ausreicht, um eine Familie zu ernähren. Also packt er an. Heute gehören Garten-, Rasen- und Grundstückspflege zu seinem täglichen Verdienst. Und genau solche Menschen unterstützen wir gerne. Nicht aus Mitleid, sondern weil gute und ehrliche Arbeit auch entsprechend geschätzt werden sollte. Vielleicht sucht gerade jemand genau ihn Deshalb möchten wir unsere Erfahrung weitergeben. Wer im Raum Hohenau, Obligado, Bella Vista und Umgebung lebt und Unterstützung bei Rasenmähen, Freischneiden, Gartenarbeit oder Grundstückspflege benötigt, kann sich gerne bei Sergio melden. Wir können nur von unserer persönlichen Erfahrung sprechen. Und die lautet: Wir sind froh, ihn gefunden zu haben. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis die richtigen Menschen den eigenen Weg kreuzen. Wir haben fast ein Jahr gesucht. Heute können wir sagen: Die Suche hat sich gelohnt. Sergio ist für uns nicht einfach jemand, der den Rasen mäht. Er ist jemand, auf den wir uns verlassen können. Und gerade in der Fremde sind solche Menschen manchmal Gold wert.
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Und mit einem Leben, das vollkommen anders gekommen war, als ich es mir vorgestellt hatte. Doch selbst damals wusste ich noch nicht, wohin dieser Weg führen würde. Denn irgendwann kam ein Tag, an dem Beten, Hoffen und Aushalten nicht mehr genügten. Ein Tag, an dem eine Grenze erreicht wurde. Ein Tag, an dem etwas geschah, von dem ich niemals gedacht hätte, dass es einmal Teil meiner Lebensgeschichte werden würde. Es war der Tag, an dem wir meinen Mann fesseln mussten. Wie konnte es so weit kommen? Was war in dieser Nacht geschehen? Und was musste passieren, damit ausgerechnet ich – die Frau, die so lange geglaubt hatte, alles tragen zu müssen – schließlich diesen Schritt mitging? Das ist eine andere Geschichte. Aber auch sie gehört zu meinen sechs Kilometern mit Gott. Denn heute weiß ich: Manche Wege geht man jahrelang, ohne zu verstehen, wohin sie führen. Erst wenn man sich irgendwann umdreht, erkennt man, wie weit man tatsächlich gegangen ist. --- # Sechs Kilometer mit Gott ### *Meine Geschichte von Tränen, Glauben und einem Leben, das anders kam* Dies sind die Erinnerungen meiner Mutter. Nicht die Geschichte einer perfekten Familie. Nicht die Geschichte eines perfekten Glaubens. Und auch keine Geschichte, in der Jahrzehnte später alles schöner gemacht werden soll, als es tatsächlich empfunden wurde. Es ist ihre Geschichte, erzählt aus ihrer Sicht. Über Ehe und Familie. Über Gemeinde und religiöse Prägung. Über Hoffnung und Enttäuschung. Über Alkohol und die Folgen für eine Familie. Über Geschwister, Kinder und Menschen, die Entscheidungen trafen, deren Auswirkungen noch Jahre später zu spüren waren. Und vor allem über eine Frau, die immer wieder dieselben sechs Kilometer zurücklegte. Manchmal singend. Manchmal betend. Manchmal weinend. Und manchmal mit nur einer einzigen Frage im Herzen: „Gott, warum?“ Die sechs Kilometer endeten irgendwann. Ihre Geschichte noch lange nicht.
Und irgendwann konnte auch ich nicht mehr schweigen. Mein Mann und die beiden älteren Frauen aus der Familie saßen dort. Ich weiß noch, wie ich plötzlich sagte: „Fragt doch einmal mich, wie ich lebe.“ Nicht immer nur: Was muss die Frau tun? Was hat die Frau falsch gemacht? Warum hat die Frau dieses oder jenes nicht getan? Fragt doch einmal mich. Was will ich eigentlich? Wie geht es mir? Und dann sagte ich ihnen etwas, das wahrscheinlich schon sehr lange in mir lebte: „Ich möchte manchmal überhaupt nicht nach Hause kommen. Ich komme nur nach Hause, weil hier meine Kinder sind.“ Es wurde still. Sie sahen mich an. Mein Mann. Die beiden Frauen. Niemand wusste, was er antworten sollte. Diesen Moment habe ich nicht vergessen. --- # Dann stand plötzlich meine eigene Schwester vor mir Und irgendwann ging es nicht mehr nur um mich. Es ging um Maria. Meine Schwester. Wir waren zusammen aufgewachsen. Ich hatte mich um sie gekümmert. Ich hatte sie beschützt. Wenn etwas war, stand ich für sie ein. Maria war nicht irgendeine Verwandte. Sie war meine Schwester. Und nun kam sie zu mir, weil sie Hilfe brauchte. Doch von mir wurde erwartet, dass ich sie wegschickte. Ich sollte ihr die Tür zeigen. Ich sollte meine eigene Schwester hinausdrängen. Aber ich konnte es nicht. Nicht weil ich Streit wollte. Nicht weil ich rebellieren wollte. Sondern weil etwas in mir sagte: Das kannst du nicht tun. Mein Gewissen ließ es nicht zu. Und plötzlich prallten in mir zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite stand alles, was ich über Gehorsam gelernt hatte. Die Stellung des Mannes. Die Pflicht der Ehefrau. Unterordnung. Aushalten. Auf der anderen Seite stand meine Schwester. Und mein Gewissen. Was sollte ich tun? Wem sollte ich gehorchen? Damals hätte ich diese Fragen niemals so formulieren können. Ich wusste nur: Ich konnte meine Schwester nicht im Stich lassen. --- # „Fragt mich doch einmal, wie ich lebe.“ Wenn ich heute an diese junge Frau zurückdenke, erkenne ich sie manchmal kaum wieder. Denn eigentlich war ich nie schwach. Ich konnte kämpfen. Ich hatte in meinem Leben genug Situationen erlebt, in denen ich mich behaupten musste. Ich verteidigte meine Brüder und Schwestern. Wenn ich etwas für richtig hielt, konnte ich dafür einstehen. Warum konnte ich das ausgerechnet in meiner eigenen Ehe so lange nicht? Heute glaube ich, dass ich nicht einfach Angst vor einem Menschen hatte. Ich hatte Angst davor, gegen Gott zu handeln. Das ist etwas anderes. Wenn ein Mensch glaubt, sein Leiden sei von Gott bestimmt, dann kann er unglaublich viel ertragen. Vielleicht sogar zu viel. --- # Und trotzdem ging ich weiter Morgens diese sechs Kilometer. Abends wieder zurück. Beten. Weinen. Singen. Fragen. Hoffen. Manchmal sang ich laut über den ganzen Hof. Es half mir, mich wieder zu sammeln. Und immer wieder geschah etwas Merkwürdiges. Nach all den Fragen, nach all den Tränen und nach all der Enttäuschung kam irgendwann wieder ein wenig Frieden. Ich konnte vergeben. Ich konnte wieder hoffen. Und ich ging weiter. Vielleicht war das damals meine Art zu überleben. --- # Heute stelle ich Gott eine andere Frage Damals fragte ich: „Gott, warum muss ich das alles tragen?“ Heute würde ich die Frage anders stellen: „Gott, was davon hast wirklich Du mir auferlegt – und was haben Menschen mir eingeredet, dass ich in Deinem Namen tragen müsse?“ Zwischen diesen beiden Fragen liegt beinahe mein ganzes Leben. Vielleicht liegt darin auch der Grund, warum ich diese Geschichte heute erzähle. Nicht, weil ich behaupten möchte, damals alles richtig gemacht zu haben. Das habe ich nicht. Ich wusste vieles nicht. Ich verstand vieles nicht. Ich glaubte Menschen. Ich glaubte bestimmten Auslegungen. Ich verwechselte vielleicht manchmal menschliche Forderungen mit Gottes Willen. Aber eines tat ich immer wieder: Ich ging meine sechs Kilometer mit Gott. Mit meinen Tränen. Mit meinen Fragen. Mit meiner Hoffnung.
Uns wurde gesagt, wir sollten zur Wassertaufe gehen. Also gingen wir. Uns wurde gesagt, wir sollten nach dem Heiligen Geist streben. Also taten wir es. Uns wurde gesagt, wir sollten geben. Also gaben wir. Wenn es zwanzig Prozent sein sollten, dann gaben wir zwanzig Prozent. Wir diskutierten nicht ständig darüber. Wir prüften nicht alles selbst. Wir vertrauten den Menschen, die uns geistlich führten. Die Diener der Gemeinde hatten für uns eine enorme Autorität. Was sie sagten, hatte Gewicht. Und ebenso stark wurde uns Frauen die Autorität des Ehemannes vermittelt. --- # Wir wussten genau, was eine Frau zu tun hatte Wenn der Mann morgens zur Arbeit aufstand, stand auch seine Frau auf. Wollte er ein Ei essen, bereitete sie es ihm vor. Der Tee wurde gemacht. Der Zucker hineingegeben und umgerührt. Die Brote wurden geschmiert. Der Tisch wurde vorbereitet. Selbst Kleinigkeiten konnten darüber entscheiden, ob man als gute Ehefrau galt. Hast du ihm das Salz hingestellt? Hast du ihm Brot gegeben? Hast du dich genügend um deinen Mann gekümmert? Wir hörten sehr viel darüber, was eine Frau ihrem Mann schuldete. Heute weiß ich, dass eine Ehe auch eine Verantwortung des Mannes gegenüber seiner Frau bedeutet. Aber damals? Damals wusste ich vor allem eines: Eine gute Frau trägt. Eine gute Frau hält aus. Eine gute Frau vergibt. Eine gute Frau ordnet sich unter. Eine gute Frau zerstört ihre Familie nicht. Und wenn es schwer wird? Dann betet sie eben noch mehr. --- # Dabei hatte ich nicht einmal eine vollständige Bibel Das erscheint mir heute fast unglaublich. Ich wollte mein Leben nach Gottes Wort führen – aber ich hatte damals nicht einmal eine vollständige Bibel. Ich hatte das Evangelium und die Psalmen. Das Evangelium kannte ich gut. Vieles wusste ich auswendig. Doch große Teile der Schrift kannte ich überhaupt nicht richtig. Uns wurde teilweise vermittelt, dass der Alte Bund für Frauen nicht besonders wichtig sei. Das sei eher etwas für Männer. Also kannte ich vieles von dem, was Menschen über die Bibel sagten. Aber ich hatte kaum gelernt, selbst zu prüfen. Heute habe ich viele Predigten gehört und mich ganz anders mit Fragen über Ehe, Familie, Glauben und Verantwortung beschäftigt. Heute kann ich Dinge einordnen, für die mir damals die Worte fehlten. Damals war ich, wenn ich es heute beschreiben müsste, wie ein blindes Kätzchen. Ich glaubte. Ich vertraute. Ich wollte Gott gefallen. Aber ich konnte kaum unterscheiden zwischen dem, was Gott tatsächlich von mir wollte, und dem, was Menschen mir als Gottes Willen erklärten. --- # „Du hast geheiratet. Jetzt trage es.“ Dieser Gedanke wurde zu einem Teil meines Lebens. Du hast geheiratet. Also trage. Du hast dich dafür entschieden. Also halte aus. In einer Ehe gibt es Bedrängnisse. Also beschwere dich nicht. Und wenn es weh tut? Dann bete. Wenn du enttäuscht wirst? Vergib. Wenn du nicht mehr kannst? Bitte Gott um neue Kraft. Ich stellte mir deshalb lange nicht die Frage: Ist das, was hier geschieht, überhaupt richtig? Meine Frage lautete: Wie schaffe ich es, noch mehr zu ertragen? Immer wieder sagte ich mir: *Gott legt mir nicht mehr auf, als ich tragen kann.* Wenn Gott es zugelassen hatte, dachte ich, dann musste ich stark genug dafür sein. Dieser Gedanke gab mir Kraft. Aber heute frage ich mich manchmal, ob genau dieser Gedanke mich nicht gleichzeitig dazu brachte, Dinge viel länger auszuhalten, als ich es sonst getan hätte. --- # Wenn die Hoffnung zurückkam Es gab Monate, in denen mein Mann nicht trank. Dann veränderte sich unser Leben. Es wurde ruhiger. Und mit dieser Ruhe kam meine Hoffnung zurück. Vielleicht war es jetzt endgültig vorbei. Vielleicht würde diesmal alles gut werden. Vielleicht hatte Gott eingegriffen. Und dann kam wieder der Alkohol. Wieder der Absturz. Manchmal brachte mein Mann spätabends Männer mit nach Hause. Zehn Uhr. Elf Uhr. Mitternacht. Sie saßen zusammen und redeten. Ich wusste, dass getrunken wurde, auch wenn versucht wurde, die Flaschen vor mir zu verstecken.
# Sechs Kilometer mit Gott ## *Meine Geschichte von Tränen, Glauben und einem Leben, das anders kam* ### Leseprobe Sechs Kilometer. So weit war mein Weg zur Arbeit. Für andere Menschen waren es vielleicht einfach nur sechs Kilometer Straße. Ein Weg, den man morgens zurücklegt und nach Feierabend wieder nach Hause geht. Für mich waren diese sechs Kilometer etwas anderes. Sie waren mein Gebetsraum. Mein Rückzugsort. Manchmal auch der einzige Ort, an dem ich weinen konnte, ohne dass mir jemand sagte, was ich tun, glauben oder aushalten sollte. Ich ging zur Arbeit und redete mit Gott. Ich kam von der Arbeit und redete wieder mit Gott. Manchmal betete ich. Manchmal sang ich. Manchmal weinte ich fast den ganzen Weg. Und manchmal stellte ich Gott immer wieder dieselbe Frage: Warum? --- ## Wenn Du mir diesen Mann gegeben hast – warum dann das alles? Ich glaubte damals, dass Gott mir gezeigt hatte, wer mein Mann sein würde. Daran hielt ich fest. Vielleicht war genau das einer der Gründe, warum ich so vieles nicht verstand. Wenn dieser Mann wirklich mein Mann sein sollte, warum musste unser gemeinsames Leben dann so aussehen? Warum diese Enttäuschungen? Warum diese Demütigungen? Warum dieses ständige Hoffen und wieder Fallen? Es gab Zeiten, in denen mein Mann zur Versammlung ging. Er bemühte sich. Er zeigte Eifer. Er wollte sein Leben verändern. Dann dachte ich: *Jetzt.* Jetzt wird alles gut. Vielleicht hatte Gott meine Gebete endlich erhört. Vielleicht konnten wir jetzt endlich eine normale Familie sein. Vielleicht war das Schlimmste vorbei. Doch dann kam wieder der Absturz. Und irgendwann fühlte sich mein Leben für mich an wie eine Eisrutsche. Du kämpfst dich nach oben. Du glaubst, endlich angekommen zu sein. Du bekommst wieder Hoffnung. Und plötzlich rutscht dir alles unter den Füßen weg. Du wirst immer schneller. Du kannst dich nirgendwo festhalten. Und während du nach unten rast, siehst du dabei zu, wie alles, woran du gerade noch geglaubt hast, wieder zerbricht. Dann stehst du irgendwann unten. Weinst. Betest. Stehst wieder auf. Und fängst von vorne an. --- ## Damals verstand ich König David nicht In dieser Zeit dachte ich manchmal an David. Ich verstand ihn nicht. Er wusste doch, dass er zum König gesalbt worden war. Er wusste, dass Gott etwas mit seinem Leben vorhatte. Warum musste er sich dann vor Saul verstecken? Warum musste er fliehen? Warum musste er durch die Berge ziehen? Warum all diese Erniedrigungen und Leiden? Wenn Gott ihm doch etwas versprochen hatte – warum gab Er es ihm nicht einfach? Heute denke ich manchmal, dass ich David damals vielleicht deshalb nicht verstehen konnte, weil ich selbst mitten in einer Geschichte steckte, deren Sinn ich nicht sah. Auch ich glaubte, etwas von Gott verstanden zu haben. Und auch mein Leben sah vollkommen anders aus als das, was ich erwartet hatte. Also ging ich meine sechs Kilometer. Und fragte Gott: Warum? --- # Sechs Kilometer für meine Tränen Auf diesem Weg konnte ich Gott alles sagen. Ich konnte mich beklagen. Ich konnte Ihm meine Fragen stellen. Ich konnte weinen. Manchmal sang ich. Manchmal betete ich den ganzen Weg. Sechs Kilometer geben einem viel Zeit zum Nachdenken. Zu Hause dagegen wurde ich immer stiller. Dort wurde viel gesprochen. Man sagte mir, was von mir erwartet wurde. Was ich falsch gemacht hatte. Wie sich eine Frau verhalten sollte. Was eine Ehefrau zu tun hatte. Aber kaum jemand setzte sich einfach zu mir und fragte: „Wie geht es eigentlich dir?“ Diese Frage fehlte. Und vielleicht erzählte ich deshalb irgendwann Gott auf diesen sechs Kilometern mehr über mein Leben als den Menschen, mit denen ich zusammenlebte. --- # Wir glaubten – und wir gehorchten Wenn ich heute zurückblicke, muss ich etwas zugeben: Ich wusste damals erschreckend wenig über die Bibel. Das bedeutet nicht, dass ich keinen Glauben hatte. Im Gegenteil. Ich glaubte sehr ernsthaft. Vielleicht manchmal sogar so ernsthaft, dass ich kaum wagte, etwas infrage zu stellen.
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📖 Kleine Enthüllung: Buchprojekt Nr. 2 Einige von euch wissen bereits, dass ich an meinem eigenen Buch arbeite. Doch dabei wird es nicht bleiben. Heute möchte ich euch mein zweites Buchprojekt vorstellen – und gleichzeitig schon eines verraten: Es wird nicht das letzte sein. Projekt Nr. 3, Nr. 4 und vielleicht noch weitere Geschichten warten bereits darauf, irgendwann erzählt zu werden. Doch jetzt gehört die Bühne zunächst einem ganz besonderen Buch: „Sechs Kilometer mit Gott“ Meine Geschichte von Tränen, Glauben und einem Leben, das anders kam Dieses Mal geht es nicht um meine Geschichte, sondern um die Geschichte meiner Mutter. Um ihr Leben. Ihre Erinnerungen. Ihre Tränen. Ihren Glauben. Ihre Fragen an Gott – und um einen Lebensweg, der ganz anders verlief, als sie ihn sich vielleicht einmal vorgestellt hatte. Ihre Geschichte. Ihre Gedanken. Ihre Worte. Meine Aufgabe besteht darin, all das zusammenzuführen und daraus ein Buch entstehen zu lassen. Heute ist das nur eine kleine Enthüllung von Projekt Nr. 2. Denn ich habe noch einiges vor. 📚 Ein Buch ist der Anfang. Das zweite ist der nächste Schritt. Und danach? Danach geht es weiter. Bald gibt es mehr zu „Sechs Kilometer mit Gott“ – und natürlich auch eine erste Leseprobe.
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🌳 Alexej – professioneller Baumfäller aus Russland jetzt in Paraguay Heute möchte ich euch jemanden vorstellen, der für viele Grundstücksbesitzer in unserer Region interessant sein könnte: Alexej, ein professioneller Baumfäller aus Russland. Alexej ist nicht einfach jemand, der gelegentlich zur Motorsäge greift. Er hat diesen Beruf gelernt und damit in Russland seinen Lebensunterhalt verdient. Das bedeutet: Erfahrung, Fachwissen und ein professioneller Umgang mit Bäumen gehören für ihn zum täglichen Handwerk. Gerade hier in Paraguay kennen viele von uns das Problem: Auf dem Grundstück stehen alte, große oder ungünstig gewachsene Bäume, die irgendwann zur Gefahr für Häuser, Dächer, Stromleitungen oder andere Gebäude werden können. Auch bei der allgemeinen Pflege und Säuberung eines Grundstücks kann professionelle Unterstützung notwendig sein. Alexej ist aktuell in Paraguay und bietet seine Hilfe im Raum Hohenau und Umgebung an. Wer problematische Bäume hat und Unterstützung beim fachgerechten Fällen benötigt, kann sich direkt bei ihm melden. Und ja – Alexej ist mein Verwandter. Deshalb möchte ich ihm auch auf diesem Weg ein wenig unter die Arme greifen. Denn eine Sache habe ich in Paraguay gelernt: Weiter kommt man nicht durch ständigen Konkurrenzkampf, sondern indem man zusammenhält. Einer kennt jemanden, der etwas kann. Der Nächste braucht genau diese Hilfe. Man empfiehlt sich gegenseitig, reicht einander die Hand und schafft dadurch Möglichkeiten. Alexej möchte künftig in Paraguay leben und sich auch hier mit der Arbeit etwas aufbauen, mit der er bereits in Russland sein tägliches Brot verdient hat. 🌳 Professionelle Baumfällarbeiten 📍 Hohenau und Umgebung, Paraguay 📞 Kontakt: [Telefonnummer von Alexej einfügen] Vielleicht braucht gerade jemand von euch genau diese Hilfe – oder kennt jemanden, der sie braucht. Zusammenhalt bringt uns weiter.
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## 🎨 MEIN BILD AN DEINER WAND ### Handgezeichnete Kohleporträts in Paraguay Ein Foto hält einen Augenblick fest. Ein handgezeichnetes Porträt macht daraus ein persönliches Kunstwerk. Der Künstler Sergio zeichnet ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Porträts mit Kohle auf Papier – detailreich, individuell und vollständig von Hand gefertigt. Ob Menschen oder geliebte Haustiere: Als Vorlage kann ganz einfach ein gutes Foto dienen. Wer sich direkt porträtieren lassen möchte, kann nach Absprache auch einen Heimbesuch vereinbaren. So entsteht das Kunstwerk persönlich und direkt vor Ort. Ideal als besondere Erinnerung, außergewöhnliches Geschenk oder als individuelles Kunstwerk für die eigene Wand. 📍 Paraguay – Hohenau, Obligado & Bella Vista 🏠 Heimbesuche nach Absprache möglich 📸 Porträts auch nach Fotos 🐕 Tierporträts möglich ✏️ Handarbeit mit Kohle auf Papier ⚫️ Klassischer Schwarz-Weiß-Stil 📞 Weitere Informationen & Anfragen: Sergio: +595 992 098 936 Dein Foto. Deine Erinnerung. Handgezeichnete Kunst für deine Wand.
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https://youtu.be/GkBgPMl1aNQ?si=gboaVkYEJX3l7_q7
Und nicht jede Chance sieht am Anfang wie ein Geschenk aus. Manche tragen die Kleidung eines Problems. Andere kommen als Enttäuschung. Wieder andere klopfen so leise an unser Leben, dass wir sie erst Jahre später erkennen. Deshalb glaube ich nicht mehr, dass unser Leben vom Zufall geschrieben wird. Ich glaube, dass Gott uns Wege eröffnet. Gehen müssen wir sie selbst. Am Ende unseres Lebens werden wir wahrscheinlich nicht die Zufälle bereuen, die uns widerfahren sind. Wir werden die Entscheidungen bereuen, die wir aus Angst nie getroffen haben.
Kapitel X – Warum Entscheidungen unser Leben stärker prägen als Zufälle „Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt. So wähle das Leben.“ – 5. Mose 30,19 Es gibt Menschen, die glauben an Zufälle. Sie sagen: „Ich hatte einfach Glück.“ Oder: „Ich hatte eben Pech.“ Je älter ich werde, desto weniger glaube ich daran. Nicht weil Zufälle nicht existieren. Sondern weil ich erkannt habe: Sie bestimmen selten die Richtung unseres Lebens. Das tun unsere Entscheidungen. Als wir Deutschland verließen, fragten viele: „Habt ihr keine Angst?“ Natürlich hatten wir Angst. Wer behauptet, eine Auswanderung mache keine Angst, hat wahrscheinlich noch nie wirklich alles hinter sich gelassen. Ein Haus. Freunde. Familie. Sicherheit. Eine Sprache, die man beherrscht. Ein System, das man versteht. All das gegen etwas einzutauschen, das man nur von einer zweiwöchigen Reise kennt – das ist keine Kleinigkeit. Es fühlt sich an, als würde man auf eine Brücke treten, ohne zu wissen, ob sie das andere Ufer überhaupt erreicht. Und trotzdem gingen wir. Nicht weil wir sicher waren. Sondern weil Stillstand für uns gefährlicher geworden war als Veränderung. Heute fragen uns viele Menschen: „Hattet ihr nicht unglaubliches Glück, dass es funktioniert hat?“ Ich lächle dann. Denn sie sehen das Ergebnis. Nicht den Weg. Sie sehen die Häuser. Sie sehen das Grundstück. Sie sehen die Videos. Sie sehen die Sonnenuntergänge. Sie sehen nicht die Nächte, in denen wir uns fragten, ob wir einen Fehler gemacht hatten. Nicht die Rechnungen. Nicht die Unsicherheit. Nicht die Sprache, die wir nicht verstanden. Nicht die Tage, an denen wir glaubten, alles würde uns über den Kopf wachsen. Erfolg sieht im Rückblick oft wie Glück aus. Mittendrin fühlt er sich meistens wie harte Entscheidungen an. Ich habe einmal darüber nachgedacht, wie unterschiedlich zwei Menschen auf denselben Zufall reagieren können. Beide verlieren ihren Arbeitsplatz. Für den einen ist es der Anfang seines Absturzes. Für den anderen der Beginn seines erfolgreichsten Lebensabschnitts. Der Zufall war derselbe. Die Entscheidung danach war es nicht. Oder nehmen wir eine Krankheit. Der eine zerbricht daran. Der andere entdeckt dadurch, was im Leben wirklich zählt. Nicht jede Krise verändert den Menschen. Aber jede Krise zwingt ihn zu einer Entscheidung. Verbittere ich? Oder wachse ich? Auch unsere Auswanderung begann nicht mit einem Flugticket. Sie begann mit einem Satz. „Lass uns auswandern.“ Ein Satz. Nicht mehr. Und doch lag in diesen drei Worten bereits eine Entscheidung verborgen, die unser gesamtes Leben verändern sollte. Hätten wir damals gelacht und gesagt: „Ach, irgendwann vielleicht“ – dann würden wir heute wahrscheinlich noch immer in Deutschland leben. Vielleicht im selben Haus. Mit demselben Alltag. Mit denselben Gesprächen. Mit denselben Träumen. Nur einige Jahre älter. Manchmal verändert kein großes Ereignis unser Leben. Manchmal reicht ein einziger Satz, dem eine Entscheidung folgt. Ich glaube, Gott hat dem Menschen etwas Gewaltiges geschenkt. Nicht Reichtum. Nicht Gesundheit. Nicht Erfolg. Sondern die Freiheit zu entscheiden. Diese Freiheit macht uns verantwortlich. Denn wir können unsere Vergangenheit nicht immer wählen. Aber wir können wählen, wie wir ihr begegnen. Wir können nicht bestimmen, welche Türen sich schließen. Aber wir können entscheiden, ob wir vor der geschlossenen Tür sitzen bleiben – oder eine neue suchen. Wenn ich heute auf unser Leben zurückblicke, sehe ich keine Kette glücklicher Zufälle. Ich sehe tausende kleine Entscheidungen. Manche waren richtig. Manche waren falsch. Manche haben uns Geld gekostet. Andere Schlaf. Wieder andere Freundschaften. Doch jede einzelne hat uns geformt. Nicht nur unser Leben. Unseren Charakter. Vielleicht ist genau das der Grund, warum Gott uns nicht den ganzen Weg zeigt. Kennten wir das Ende, bräuchten wir keinen Glauben. Wir würden nur noch rechnen. Doch der Glaube beginnt genau dort, wo der Mensch trotz Unsicherheit den nächsten Schritt geht. Nicht blind. Im Vertrauen. Heute weiß ich: Nicht jeder Zufall ist eine Chance.
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