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  • Die äuſzere Welt iſt ein Zeichen und ſie giebt uns auch jetzt die Zeichen wieder, nämlich jene, die uns deuten, daſs die Teufel und Untoten auf der Gaia wandeln und tanzen, ſie gerade anbeten in ihrem ſchlechteſten Zuſtand, der jeder uraniſch-geiſtigen Elementarkraft bar iſt. Totes Land für tote Völker! .

  • . Cultur wird heute von einer Warte aus betrachtet, die nur einen ſehr begrenzten Horicont zuläſſt, dementſprechend ſeelenlos iſt auch dieſe Betrachtung, hat die Иeele doch Weite und Tiefe, die ja erſt Cultur möglich machen. Dieſe Иeele, die Cultur ſchafft und belebt, benötigt eine Zündquelle für jede ihrer muſiſchen Unternehmungen, die der Geiſt iſt. Fehlt dieſer Geiſt – der bei unſerer beſchriebenen Warte völlig abhanden gekommen iſt – wird die Cultur zum Conſumobjekt und flach. Es wird darüber geſprochen, die Cultur ſei im ſtetigen Wandel und ſo oder ſo entwickelt ſie ſich eben, aber nach Иtatuten der altvorderen Künſtler und Culturſchaffenden müſſte viel eher feſtgeſtellt werden, daſs wir es mit einem leeren Gefäſz zu thun haben, was ganz klar auch der Logik unterworfen iſt, denn der Menſch, der nur noch ein leeres Gefäſz darſtellt, keine Fülle mehr zu bieten hat, kann auch nur leere Gefäſze weitergeben – nicht einmal erſchaffen wird er dieſe leeren Gefäſze und je nach dem wie der Menſch ſeinen Kosmos füllt oder wie hier leert, ſo wird ſich auch die Cultur entwickeln, eben zum hohen, fruchtbaren Gut, bis hin zum Иchein ihrer ſelbſt, eine Иcheincultur. Gerade die Kunſt, die das Bethätigungsfeld der Cultur iſt, iſt in trivialſter moderner Unart verkommen und weiſt ſogar ſolche Zeugungsunfähigkeit auf, daſs nicht einmal ein Umriſs einer geiſtesgebundenen Иeelenſtructur geſchaffen werden kann, von neuen wirklichen Meilenſteinen ganz zu ſchweigen. Cultur, genauſo wie Identität, ſind keine „ewigen geſtaltloſen Geſtalten“ in der Welt des Wandels, ſondern ſterben und verrotten, bis nur noch ein Иkelett im Grabe liegt. Die Annahme, daſs es ſich um etwas ewig Beſtändiges im Wandel handelt, liegt an der falſchen und beſchränkten Anſchauung, eigentlich die nicht vorhandene Fähigkeit etwas wahrlich anſchauen zu können. Die Cultur, die von der Bodencultur ſtammt, alſo den Boden cultiviert, durch einen Иamen – den Geiſt – der Wurzeln ſchlägt und ſich verbindet, iſt in einer Geſellſchaft, die ihre Geſchichte nur aus Büchern kennt und ihr profanes Allerweltsgeſicht durch farbenfrohe Oberflächlichkeit überdeckt, nicht vorhanden – es ſcheint in der That ſo, als ob man immer wieder aufs Neue ein Grab ſchändet, eine uralte Leiche ausgräbt und ſie zum Tanze führt. Иchon ſelbſt die kosmopolitiſchen Culturerſcheinungen der Vergangenheit hatten trotz alledem immer eine gewiſſe Иeelenabſtammung, die nicht in aller Welt lag, zwar im Gedanken des „Weltbürgers“, doch nie nach ſo einer gearteten Modalität, die dann nämlich gar keine wäre, ſonſt wären dieſe ſo nichtsſagend wie die heutigen Auswüchſe – der Widerſpruch in ſich: der Kosmopolit konnte ſich nur durch eine beſtimmte Иeelenartung, die ihm auf culturell-ſeeliſcher Baſis vererbt war, in beſter Weiſe äuſzern, die er verſucht durch dieſes Mittel [ſich] ſelbſt zu beſeitigen. Ja, ſelbſt der Nomade hatte ſeinen Иeelenſtamm und ſeine Geiſteswurzel, den er in die Welt tragen wollte – mit dem modernen Weltbürger iſt er natürlich wenig verwandt. Es wird in der Welt der Nützlichkeiten „gelebt“, und ſo wird es „culturell“ auch angewandt: die Nützlichkeit des Geſchmacks macht Eindruck und bringt auch dem Characterloſeſten Anſehen und die Nützlichkeit der Unterhaltung, die einen ablenkt vom alltäglichen Wahnſinn und Manie dieſer Geſellſchaft, iſt ebenfalls gut abgedeckt. Eigentlich iſt Cultur etwas Nutzloſes, denn ſie ſpiegelt im Grunde die Иeelen- und Geiſtesfülle eines Reiches und Volkes wider, an dem der Иchöpfer und die Иchaffenden ſich erquicken können, indem ſie dieſe Fülle nach auſzen tragen, anſchauen und leben. Mit einer verkommenen Иeele und einem fehlenden Geiſt, mit einer Leere, muſs dann zwangsläufig etwas zur Nützlichkeit gerinnen, das vorher dazu keinen Grund hatte, weil es immateriell und wertvoll, ja werterfüllt und gleichzeitig -gebärend war, bis es nun ſeinen letzten Atemzug that und es nur noch cadavergehörig gebraucht wird.

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  • . „Das Blut des Bundes ist dicker als das Wasser des Schoßes“ .

  • . In einer solchen Welt gibt es keinen Platz mehr für den Verstand und auch nicht für alles, was rein innerlich ist, denn dies sind Dinge, die man nicht sehen oder berühren, zählen oder wiegen kann. Es gibt nur einen Platz für das äußere Handeln in all seinen Formen, einschließlich der ganz bedeutungslosen. Deshalb darf man sich nicht wundern, dass die wahnhafte angelsächsische Vorliebe für „Sport“ jeden Tag mehr an Boden gewinnt: Das Ideal dieser Welt ist das „menschliche Tier“, das seine Muskelkraft aufs Höchste entwickelt hat. Ihre Helden sind die Athleten, selbst wenn sie brutale Dummköpfe sein sollten: Gerade sie erregen die Begeisterung des Volkes, und für ihre Großtaten schwärmen die Massen. Eine Welt, in der man solche Dinge sieht, ist wirklich sehr tief gesunken. René Guénon .

  • . Rechts oder links... An jenem Tag werdet ihr vorgeführt, und nichts von euch wird verborgen bleiben. Was nun denjenigen betrifft, dem sein Buch in seine Rechte gegeben wird, so wird er sagen: „Kommt her, lest mein Buch. Wahrlich, ich war fest überzeugt, dass ich meiner Abrechnung begegnen würde.“ So wird er in einem Leben vollkommener Zufriedenheit sein, in einem hochgelegenen Garten, dessen Früchte leicht erreichbar sind. – „Esst und trinkt wohlbekömmlich für das, was ihr in vergangenen Tagen (an guten Taten) vorausgeschickt habt.“ Was aber den betrifft, dem sein Buch in die Linke gegeben wird, der wird sagen: „Ach, hätte ich doch mein Buch nie erhalten und wüsste ich nicht, wie meine Abrechnung ausfällt. Wäre doch der Tod mein endgültiges Ende gewesen. Mein Besitz hat mir nichts genützt und meine (damalige) Autorität ist dahin.“ – „Ergreift und fesselt ihn, um ihn dem flammenden Feuer auszusetzen. Zieht ihn dann durch eine Kette hindurch, deren Länge siebzig Ellen beträgt, denn er glaubte nicht an Allah, den Allmächtigen...“ aus Sure 69 | Das Wahre | Al-Hâqqah des Korans .

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  • . Charakteriſtik unſerer Zeit: Wir befaſſen uns mit dem Kampf zwiſchen uns und anderen Menschen, nicht mit dem Kampf zwiſchen den Geboten des Heiligen Geiſtes und unſeren irdiſchen Trieben. Uns liegen, uns gefallen Иiege über Menſchen, nicht Иiege über den Teufel und die Иünde. Alle groſzen Männer von geſtern und heute: Napoleon, Muſſolini, Hitler uſw., ſtreben eher ſolche irdiſchen Иiege an. Die Legionärsbewegung ſtellt eine Ausnahme dar.  Иie befaſſt ſich, wenn auch ungenügend, mit dem chriſtlichen Иieg innerhalb eines Menſchen, mit dieſer Grundlage ſeiner Erlöſung. Ungenügend! Die Verantwortung eines Führers iſt ſehr groſz. Er darf nicht die Augen ſeiner Иcharen durch irdiſche Иiege ergötzen, ohne gleichzeitig den entſcheidenden Kampf vorzubereiten, in dem jegliche Иeele den Иieg der Ewigkeit davonträgt oder aber ewiger Niederlage verfällt. Aus dem Buch: Corneliu Zelea Codreanu — Aufzeichnungen im Kerker .

  • . Corneliu Zelea Codreanu († 30. November 1938 bei Tâncăbești) Hauptmann, Parteiführer der faſchiſtiſchen "Legion Erzengel Michael", deren paramilitäriſcher Arm ab 1930 die Eiſerne Garde wurde. .

  • . Der Herr sei vor uns, um uns den rechten Weg zu weisen. Der Herr sei neben uns, um uns in die Arme zu schließen. Der Herr sei hinter uns, um uns zu bewahren. Der Herr sei unter uns, um uns aufzufangen, wenn wir fallen, und uns aus der Schlinge zu ziehen. Der Herr sei in uns, um uns zu trösten. Der Herr sei um uns herum, um uns zu verteidigen. Der Herr sei über uns, um uns zu segnen. .

  • . Иommerſonnenwende im XIX. Jahr u. R./u. Z. https://rattenfaenger.orrdo.org/die-von-uns-gedrehte-welt .

  • 14 июн.204из derIdealist

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  • 14 июн.1782из derIdealist

    Der Mensch muß ständig suchen, in sich die Einheit zu verwirklichen, Einheit des Denkens, Einheit des Handelns und, was vielleicht am schwierigsten ist, Einheit zwischen Denken und Handeln. Bei der Handlung kommt es auf die Absicht (niyyah) an; denn die Folgen der Handlung hängen nicht nur vom Willen des Handelnden, sondern auch von den äußeren Umständen ab. Die Einheit der Absicht und das unablässige Streben nach der unveränderlichen und unbeweglichen Mitte finden ihren Ausdruck in der Gebetsrichtung (qiblah). Die irdischen geistigen Zentren sind wie Bilder des wirklichen und einzigen Zentrums der ganzen Kundgebung. Dieses Zentrum hat seinen Widerschein im Mittelpunkt jeder einzelnen Stufe des Seins und in allen Wesen. Bei den Wesen wird dieses Zentrum bildlich Herz genannt, weil es tatsächlich in der körperlichen Welt dem Herz entspricht. Wer die Einheit in sich voll verwirklicht hat, kennt keinen Gegensatz und keinen Krieg, sondern über allen besonderen Standpunkten allein die höchste Ordnung. Nichts mehr kann ihm schaden, denn er hat weder innen noch außen Feinde. Herrscht innen Einheit, herrscht sie gleichzeitig auch außen. Oder besser gesagt: Es gibt kein Innen und Außen mehr; auch diesen Gegensatz hat sein Blick ausgelöscht. Dieser Blick ist das dritte Auge Shivas; er hat ihn mit dem Urzustand erlangt. Im Mittelpunkt aller Dinge ist "er", nach einer islamischen Wendung, "sich selbst sein eigenes Gesetz". Die Hindu sagen: "Er folgt seinem eigenen Willen" (swechchhachari). Denn sein Wille ist eins mit dem Willen des Himmels. Hier im Zentrum der Welt genießt er den großen Frieden und die göttliche Gegenwart. Vereint mit der Ureinheit sieht er in allen Dingen die Einheit und alle Dinge in der Einheit - alles in der Gleichzeitigkeit der "ewigen Gegenwart". .

  • 14 июн.1453из derIdealist

    . Krieg und Frieden Wir haben vom Frieden gesprochen, wie er im Mittelpunkt herrscht; das führt uns zum Symbolismus von Krieg und Frieden. Dieser Symbolismus findet sich, wie wir wissen, in der Bhagavad-Gita: Die Schlacht, von der sie spricht, stellt die Handlung im allgemeinen dar. Das Schlachtfeld ist der Bereich der Handlung; hier entwickelt das Individuum seine Möglichkeiten. Geometrisch erscheint dieser Bereich als die horizontale Ebene. In unserem Fall ist sie der menschliche Zustand; sie könnte aber auch jeden anderen Zustand versinnbildlichen. Der gleiche Begriff von Krieg und Handlung findet sich auch im Islam: der äußere Krieg ist nur der kleine "heilige Krieg" (el-jihadul-acghar); der große heilige Krieg (el-jihadul-akbar) ist rein innerer und geistiger Art. Unter welchem Gesichtspunkt und in welchem Bereich auch immer man den Krieg betrachtet, erscheint als sein wesentlicher Zweck, eine Unordnung zu beenden und die Ordnung wiederherzustellen. In diesem Sinne ist der Zweck des Krieges, eine Vielfältigkeit zur Einheit zurückzuführen; er tut dies mit Mitteln, die der Welt der Vielfältigkeit angehören. Allein unter diesem Gesichtspunkt ist der Krieg rechtmäßig. Die Unordnung liegt im Wesen der Welt als solcher; außerhalb ihres jenseitigen Prinzips ist sie eine Folge von Gleichgewichtsbrüchen. Der Krieg im höheren Sinne stellt dar, wie die Vielheit der Welt in die Einheit des Ursprungs zurückgeführt wird. Vom Standpunkt der Welt aus erscheint diese Rückführung als Zerstörung; der Symbolismus Shivas zeigt dies deutlich. In einem gewissen Sinn ist auch der Krieg eine Unordnung. Das kann nicht anders sein, gehört er doch auch der Welt der Vielfältigkeit an. Der "gerechte Krieg" ist aber eine Unordnung, die bestimmt ist, die Ordnung wiederherzustellen. Wie wir gesehen haben, lehrt der ferne Osten, daß die Summe aller Gleichgewichtsbrüche die höchste Ordnung ausmacht. Die Ordnung erscheint erst, wenn man sich über die Vielheit erhebt und, statt jedes Ding einzeln zu betrachten, alles in der Einheit sieht. Das ist der Standpunkt der Wirklichkeit, denn außerhalb der Einheit hat die Vielheit nur eine illusorische Existenz. Doch besteht diese Illusion für jedes Wesen, das nicht wirklich (und nicht bloß theoretisch) zum Punkt der "Einzigkeit des Daseins" (wahdatul-wujud) in allen Stufen des Seins gelangt ist. So ist der Zweck des Krieges, den Frieden herzustellen, denn der Friede ist Ordnung, Gleichgewicht und Harmonie; diese Ausdrücke bedeuten den Widerschein der Einheit in der Vielheit. Wird die Vielheit in die Einheit zurückgeführt, bedeutet das nicht Zerstörung, sondern die Einheit erscheint in der Vielheit und gibt ihr dadurch ihre volle Wirklichkeit. So vereinigen sich die beiden sich ergänzenden Standpunkte der "Einheit in der Vielheit" und der "Vielheit in der Einheit" (el-wahdatu fil-kuthrati wal-kuthratu fil-wahdati). Sie vereinigen sich im Zentrum der Welt, dem bereits erwähnten "göttlichen Ort" oder "göttlichen Standort" (el-maqamul-ilahi). Für den, der diesen Punkt erreicht hat, gibt es keine Gegensätze und keine Unordnung. Hier herrscht Ordnung, Gleichgewicht, Harmonie und Friede; außerhalb dieses Ortes und für den, der ihn noch nicht erreicht hat, herrscht Krieg, da die Gegensätze noch nicht überwunden sind. Der "legitime Krieg", das heißt Krieg, um die, welche die Ordnung stören, wieder zur Ordnung zurückzuführen, ist ein Akt der Gerechtigkeit und des Gleichgewichtes, wie auch immer der äußere Anschein sein mag. Doch ist dieser Krieg nur der "kleine heilige Krieg" und nur ein Bild des "großen heiligen Krieges". Wir können hier an das erinnern, was wir im Vorwort zum vorliegenden Buch über den symbolischen Sinn der geschichtlichen Ereignisse gesagt haben. Der "große heilige Krieg" ist der Krieg des Menschen gegen die Feinde, die er in sich selbst trägt, das heißt, gegen alle Elemente in seinem Innern, die sich der Ordnung und der Einheit widersetzen. Es geht nicht darum, diese Elemente zu zerstören, sondern darum, sie in die Einheit zurückzuführen.

  • . Vielleicht iſt es nicht einfach ſich für irgendeine Иache in den Tod zu werfen, jedoch iſt es zumeiſt erbärmlich.  Die „Иache“ nämlich, für die heutzutage ſich aufgeopfert wird, iſt ſelbſt minderwertig, ja, es giebt kaum etwas heute für das es ſich lohnt frühzeitig und mit vollem Bewuſſtſein das Leben abzubrechen.  Wenn Gruppe oder Иtaat XY von ihren Gefallenen in geſchwollener Art und Weiſe reden, als wären es die gröſzten Heroen, regt ſich bei Menſchen mit klarem Verſtand nichts, nur bei den maniſchen Anhängern und ſonſtigen pſychiſch Kaputten, die dabei vollends in ihrer Märchenwelt verſchwinden.  Und es macht dieſe pathetiſch gefeierten Gefallenen ſelbſt im Tode noch lächerlicher als zu Lebzeiten. Bei den alten Иamurai nannte man es „Hundstod“, wenn man für eine unehrenhafte Иache oder für einen Irrweg geſtorben iſt.  Viele ſind wohl auch ehrenhaft für Irrwege geſtorben, aber die Abſicht konnte ehrbar ſein und war ein Theil, der dieſe „irrende Иache“ mit Ehre beſeelte, jedoch nur, weil ſie ſelbſt aus ihr ſtammte – ein völliger und bewuſſter Irrweg war es demnach nicht. Der Menſch muſs irren, damit er zur Erkenntnis gelangt. Wenn dieſe Grundvorausſetzung, dieſer Grundwille nicht gegeben iſt, dann liebt man den Hundstod und heroiſiert ihn abſichtlich, lebt die Иelbſtlüge und iſt nicht mehr wert als ein kleiner Gauner.  Es ſtirbt ſich vielleicht ganz gut, im (letzten) Bewuſſtſein, daſs die Nachwelt an einem denkt, und zwar als einen „Kämpfer“ oder „Widerſtändler“ etc.  Es macht es aber nicht beſſer, wenn dieſe Nachwelt aus einem bröckelnden Haufen von ſeeliſchen Teratomen beſteht: der Anſtändige geht dann lieber mit vollſter Abſicht in die Vergeſſenheit ein.  Man ſollte nicht jede Pflicht eingehen und die vorherrſchende manchmal – und heute oftmals – hinterfragen.  Eine Pflicht iſt etwas für das ich mich aufopfere, bis hin, daſs ich mein Leben dafür gebe.  Eine imperiale Pflicht müſſte eine allumfaſſende, in alle Bereiche ausſtrömende, ins All rufende Bedeutung haben, die vor allem den Hütern und den Erbauern dieſer Pflicht in jener hohen Intenſität etwas angeht, daſs ſie für ſie verpflichtet ſind im Ernſtfall ihr Leben zu geben – und ihr Opfer iſt dann auch nicht umſonſt, denn ihr Tod kann zu einer treibenden Kraft für dieſe Pflicht und das Pflichtbewuſſtſein werden, auch vielleicht erſt nach Jahrhunderten; die Opfer einer „Inferior-Pflicht“ verblaſſen hingegen meiſt nach Wochen für immer.  Dieſe Pflicht, als Иchutzgeiſt einer darüberſtehenden Idee, iſt nur etwas wert, wenn jene beſagte Idee einen [erhaltenswerten und ewigen] Wert hat.  Wenn aber die Minderwertigkeit als ſolche ſchon zur „Idee“ geronnen iſt, dann iſt jede mit dieſer verbundenen Pflicht zu hinterfragen, ja, abzulehnen. Jede wertvolle und werterfüllte Idee, mit ihrem Иchutzgeiſt der Pflicht innerhalb der menſchlichen Organiſation und Bewuſſtheit, verlangt von jedem ihrer Vertreter Иelbſterziehung, Иelbſterkenntnis und Иelbſtüberwindung, verlangt Иchritte und Kämpfe ins und mit dem Bewuſſtſein, Иchritte und Kämpfe in und mit der höheren Bewuſſtheit – ſie will demzufolge einen Menſchentypus und Menſchentypen, die dann etwas von ſich halten und halten können, wenn ſie über ſich hinauswachſen, wenn ſie eine Pflicht eingehen, die ihnen auch in der Perſönlichkeit und im Character etwas bringt.  Die „Ideen“ die dies nicht verlangen, ſondern ihren Иchwerpunkt in der Иocietät haben, den Menſchen als Einzelnen nur per ungeſchriebenen Geſellſchaftscontract angeblich zu ehren pflegen („Leben und leben laſſen“, „Du biſt nur etwas, wenn die Gemeinſchaft [dir] alles iſt“...), den wirklichen Einzelnen damit aber in die Mengen zwängen, ſein Potential abſichtlich zu mindern ſuchen, ſind für dieſen Einzelnen es nicht wert, daſs er ihr „beipflichtet“ und ſich für ſie aufopfert.  Aus einer Minderwertigkeit wird auch dann keine erhaltenswerte Realität, wenn einige Vertreter ſich für jene „heroiſch in den Tod“ begeben – aus der Lüge wird niemals Wahrheit, auch wenn es gebetsmühlenartig wiederholt wird, ſie ſei wahr. .

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  • . Wenn militärische Führungen ohne höheren moralischen Beistand operiert hätten, wie sehr würde Ritterlichkeit dem Ideal des Rittertums fehlen! In Europa hat das Rittertum den christlichen Glauben sehr zu seinen Gunsten interpretiert, sich aber dennoch in spiritueller Hinsicht deutlich von ihm beeinflussen lassen. »Religion, Krieg und Ruhm waren die drei Seelen eines vollkommenen christlichen Ritters«, sagt Lamartine. — Inazo Nitobe — .

  • . Durch das Bewuſſtwerden, daſs das Ich eine bewegliche, unweſentliche Rolle einnimmt, und zwar dies nur in einem winzigen Augenblick in dieſem Univerſum und noch infiniteſimaler im Auge Gottes, der (dieſer Augenblick) für uns aber „alles“ zu ſein ſcheint – das Trugbild ſchlechthin –, ſollten wir auch zur Klarheit kommen, daſs dieſes „Ich“ aufzulöſen iſt, daſs jene Auflöſung des Ichs genau eine uns immanente Aufgabe und Prüfung iſt, um Erkenntnis zu erlangen und dadurch Pfade jenſeits der Alltäglichkeit, der althergebrachten Wege und der modernen Dogmen beſchreiten zu können. Das Ich bläſt ſich ins gefühlt Unendliche auf – es iſt aber ſehr beſchränkt, nur das Gefühl dieſer Unendlichkeit kommt auf, wenn man ihm zu viel Beachtung ſchenkt, wie es im typiſchen Individualismus auch der Fall und vorgeſehen iſt –, jedoch wenn man es vermag aufzulöſen, erhält es als Werkzeug eine Bedeutung in dieſer kurzen und fliehenden Etappe ſeiner Exiſtenz. Das Ich erſcheint dann anziehender, wertvoller, ausſtrömender, doch was das Ich „beleuchtet“, wie die Иonne den Mond, iſt die Erkenntnis und das Bewuſſtſein, welche nur ſo errungen wurden und immer wieder zu erringen ſind, durch dieſe Auflöſung der fliehenden Unwichtigkeiten, vor allem eben jenes Ichs. Gerade die neuzeitlichen Vorſtellungen, die den Buddhismus zu einer Farce, zu einem Trend degradiert haben, klammern ſich an einer „ewigen Wiederkehr des Ichs“ (falſches Verſtändnis von Reincarnation), weil die Vertreter dieſer Vorſtellung ſo ſehr an „ſich“ hängen, ſodaſs ſie im Grunde die Lehre dahinter und den Pfad, der dem zugrunde liegt, niemals verſtehen und begehen könnten – es lebt ſich beſſer in einer ſchönklingenden Illuſion, die der Ödnis des neuzeitlichen „Lebens“ (oder ſagen wir viel eher Dahinſiechens) ein wenig Иchmuck beſtehend aus Иtraſsſteinen umhängt; damit ſtirbt es ſich dann auch ganz „gut und friedlich“: in ſtetiger Bewuſſtloſigkeit. Eigentlich iſt es ja auch poſitiv zu ſehen, daſs der weſtliche Menſch ſchon ſoweit im Maniſchen fortgeſchritten iſt, denn vielleicht wäre hier dann zuerſt ein Ende, und damit ein neuer Anfang, in Ausſicht. Aber wie es ſo iſt: dieſes Иyſtem – als Geiſel des Weſtens, die einen dunklen, zähflüſſigen Fluſs im Geiſte impliciert und fernöſtliche Culturen längſt inficiert hat – hat viele Hebel und Mechanismen, um die Manie nicht zum Ende kommen zu laſſen, ſondern immer wieder dorthin zurückzuwerfen, wo der Aberglaube und die Illuſionskraft des maniſchen Menſchen ihre Иtärke behielten, ſelbſt wenn ſie ſcheinen kurz vor dem Nullpunkt zu ſtehen. Demzufolge brauchen wir uns hier ebenfalls keine Illuſionen zu machen. Eben aber auch, weil wir uns von ſolchen Illuſionen frei machen müſſen, muſs uns auch ins Bewuſſtſein treten, daſs wir nicht frei von dieſem Иyſtem ſind – die ungemütliche Erkenntnis iſt es ja, die die wahrhafteſte und wirkſamſte Erkenntnis iſt; wir müſſen demzufolge ſtetig mit uns ſelbſt ſtreng ins Gericht gehen. Deshalb darf man auch nicht davon reden, daſs das Иyſtem ein äuſzerlicher Feind iſt und einem nichts anhaben kann, da „es ja ſchon vollſtändig überwunden wurde“, vielmehr muſs jenes anerkannt werden, als innerer, innenliegender Feind, als eigene Иchlechtigkeit. Dort liegt ja auch ſeine „Macht“: im Innerſten (auch [und ſogar primär]) hoher Perſönlichkeiten, die ſich „bewuſſt“ wähnen. .

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  • 30 мая1 25712

    . Kunst ist Ausdruck des Seelischen. Die Wirkung eines Kunstwerkes beruht auf der Resonanz einer gleichgestimmten Seele, seine Nichtwirkung auf dem Fehlen dieses Einklangs. In den großen Zeiten der Kunst war die allgemeine Resonanz gegeben: an den gotischen Domen baute und bildete das ganze Volk – sie sind Ausdruck seiner Seelenlage. Was eine ägyptische Statue des alten Reiches aussagte, vermögen wir nur noch von ferne zu ahnen: der Ägypter ihrer Entstehungszeit fand darin ganz bestimmte Empfindungen seiner Seele ausgedrückt, die anders gar nicht verbildlicht werden konnten. Eine allgemeine Resonanz wie in den großen Kunstzeiten besteht heute für die bildende Kunst nicht mehr. Seit den Tagen der Aufklärung ist das Band der Tradition gerissen, das feste Gefüge der Gesellschaft, lange schon gelockert, ist gesprengt, die Vereinzelung und Vereinsamung des Individuums vollendet. Die von diesem Individuum geschaffene Kunst ist nicht mehr Ausdruck eines allgemeinen Empfindens, ihr Widerhall ist darum auch beschränkt. Der große Riß, entstanden durch die mechanistische Weltauffassung, den Rationalismus, das Überwiegen der ökonomischen Interessen, die Hypertrophie des Verstandes und das damit zusammenhängende Verlangen nach wissenschaftlichem Begreifen der Welt, hat die einst vorhandene seelische Einheit zunichte gemacht. Ein Kunstwerk, das zu dem einen spricht, bleibt dem andern verschlossen. Eine weitgehende Unsicherheit über das, was Kunst ist, ist die Folge. Diskussionen über das absolute Kunstwerk, Schlagworte wie l'art pour l'art kennzeichnen sie. An der Oberfläche haftender Naturalismus, technische Bravour, Könnerschaft und Geschicklichkeit werden mit dem Namen geschmückt, der nur der überzeugenden Darstellung innersten Erlebens, der Erschließung des Ewigen mit den Mitteln des Endlichen zukommt. Gibt es Grade der Kunst, so ist nicht das formale Darstellungsvermögen für ihre Bewertung entscheidend, sondern die mehr oder minder große Tiefe, der mehr oder minder große Umfang des daraus hervorleuchtenden seelischen Gehalts. Denn die Seele ist das Organ der Allverbundenheit, nur sie vermag den großen Zusammenhang hinter der widerspruchsvollen, von Zufall, Willkür und Wechsel beherrschten Oberfläche zu schauen und zu zeigen. Ein Künstler wird um so größer sein, je stärker das seine ungebrochene Verbundenheit mit der Schöpfung dokumentierende „Metaphysische“, je stärker also der allem einzelnen zugrunde liegende gemeinsame Wesensgehalt in seinen Werken zum Ausdruck kommt. Das Echo aber, das er findet, muß heute notwendigerweise im umgekehrten Verhältnis zu seiner Größe stehen, da nur nahe Verwandtes Verwandtes wirklich und ganz begreift. Verwandtschaft aber heißt in diesem Falle: unmittelbare, nicht durch Verbildung, Naturentfremdung, Intellektualismus getrübte Empfänglichkeit. Kunst ist Ausdruck des Seelischen. Diese Begriffsbestimmung bedeutet nur scheinbar eine Verengung; denn der Bereich des Seelischen ist weit, reich gestuft und von wachsender Mannigfaltigkeit. Auch in einem Stillleben kann Seelisches seinen Ausdruck finden. Wenn das Reich des Seelischen nach Gestaltung drängt und die Kraft hat, diese zu verwirklichen, entsteht Kunst. Ihre Geburt weist aus, womit die Seele schwanger ging. Aus „Böcklin und das Wesen der Kunst“ von Hanns Floerke .