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Gäbe es das Dunkel nicht, wüssten wir nicht von den Sternen. Original: Var det ikke for mørket, så visste vi ikke om sternene. https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
Sternschnuppe, Sterne und Sternbilder Zur Erde bete ich und zum Oberhimmel, – Zu des Himmels Macht und seinem Hochbau. Angelsächsisch Früher sahen die Menschen in den Sternschnuppen die Seelen Verstorbener auf dem Weg in den Himmel und nach altem Glauben darf man sich bei der Sichtung etwas wünschen. Die Sterne, die ihr in der Nacht erblickt, die Planeten und all die Kometen und Sternschnuppen sind die Funken, die von den Feuern Muspells aufstiegen. Und die Wolken, die bei Tag über den Himmel ziehen? Es sind die Überreste von Ymirs Verstand, und wer weiß, welche Gedanken auch jetzt noch in ihnen treiben. Das Wort „Stern“, Wurzelhaft allen indogermanischen Sprachen gemeinsam, scheint ursprünglich die „Ausgestreuten“ (vgl. lat. sternere = streuen) bedeutet zu haben. Die überlieferten Sternnamen betreffen nicht nur einzelne Sterne; wie alle Völker der Erde haben auch die Germanen die verwirrende Fülle der anscheinend wahllos verstreuten und doch in regelmäßigen Bahnen laufenden Sterne zu Bildern zusammengefaßt. 1. Der Leitstern (32 Cam. Hev. siehe oben IV, 3), gemeingermanisch; im Angelsächsischen Tir (altnordisch Tyr), der Name des alten Himmelsgottes (altsächsisch Saxnot). 2. Der Frauenwagen (Kleiner Himmelswagen), altisländisch; wie der Große Himmelswagen auf Wodan wohl auf die Himmelsmutter bezogen; ostschwedisch Nordwagen. 3. Wodanswagen (Großer Himmelswagen), altniederländisch; althochdeutsch, angelsächsisch, altnordisch Karls-, d. i. Wodanswagen. 4. Tagstern (Arktur), altnordisch; zur Zeitbestimmung. 5. Orendels (Aurvandils) Zehe (wahrscheinlich Nördliche Krone); altnordisch. Nach der Edda von Thor selbst als Erinnerungszeichen der Göttertat an den Himmel gesetzt. 6. Südstern (Wega); altisländisch; wahrscheinlich in der Schiffahrt gebraucht. 7. Friggs Rocken (Orionsgürtel); in Schweden, Dänemark und Norwegen alt. Althochdeutsch: Der Rechen; Die drei Mäher; Der Pflug. In Norwegen meist: Die drei Fischer. Jahres- und Nachtzeitgestirn; siehe oben III. „Sternjahr“. 8. Der [Kleine] Wolfsrachen (Hyaden); altisländisch. Unmittelbar an der scheinbaren Sonnenbahn (Ekliptik); vgl. die Sternkarte. 9. Der [Große] Wolfsrachen (Andromeda, Milchstraße, deren Zweiteilung einschließend; also das große Sternhalbrund über Pegasus zum Schwan); altisländisch. Die Öffnung des Rachens ist gegen den Himmelspol gewandt. 10. Asenkampf (Fuhrmann mit Capella); altisländisch. Auf der Milchstraße. 11. Der Fackelschwinger (Prokyon); altisländisch; nahe der Milchstraße, Vorläufer von: 12.Lokis Brand (Sirius); isländisch; am Fuße der Milchstraße. 13. Siebengestirn (Plejaden); gemeingermanisch Glucke und Abendhenne mit den sieben, auch zwölf Küchlein; vielleicht alteuropäisch. Ebergedränge (alt- und angelsächsisch) neben Glucke vielleicht älteste heidnische Bezeichnung des Jahresgestirns siehe oben III. „Sternjahr“. 14. Thiazis Augen (wahrscheinlich Castor und Pollux); nach der Edda von Thor als „größtes Merkmal seiner Werke“ an den Himmel gesetzt. 15. Irings Weg (Milchstraße); altsächsisch, angelsächsisch, althochdeutsch. Deren aus dem Wolfsrachen (siehe unter 9.) fallenden Geiferströme Wan und Wil; der „arge Wan“ als Höllenstrom und Totenweg althochdeutsch. In der Edda: Bifrost = Bebestrecke, d. i. der Totenweg; {612} Fenrir = Wanswolf, Wolf des Flusses Wan. – Die Milchstraße ist zugleich die „Götterbrücke“, die von der Erde zur Himmelshöhe, von dort abwärts zur Hel führt. O.S. Reuter, Der Himmel über den Germanen, u.a. https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Sonnenfinsternis morgen: Wann und wo sie zu sehen ist Nur eine schmale Sonnensichel bleibt bei der partiellen Sonnenfinsternis am Mittwoch übrig, abends kurz vor Sonnenuntergang. Und obendrauf gibt's später noch den schönsten Sternschnuppen-Regen des Jahres: Die Perseiden kommen. Über Island, dem Atlantik und dem Norden Spaniens ist am Mittwoch eine totale Sonnenfinsternis zu sehen: Der Neumond bedeckt für etwa zwei Minuten die Sonnenscheibe vollständig. Bei uns in Bayern ist nur eine Teilfinsternis zu sehen. Doch auch partielle Sonnenfinsternisse sind selten, und diesmal ist sie besonders groß: Fast 88 Prozent der Sonnenscheibe werden scheinbar vom Mond bedeckt, bis nur noch eine schmale Sonnensichel zu sehen ist. Um 19.23 Uhr beginnt die Sonnenfinsternis, ihren Höhepunkt hat die partielle Sonnenfinsternis um 20.16 Uhr. Dann hat sich der Mond mit 90 Prozent seines Durchmessers vor die Sonne geschoben. Sie brauchen einen Standort mit guter Sicht zu einem möglichst wolkenlosen Horizont, denn jetzt zum Höhepunkt befindet sich die Sonne nur noch einen Fingerbreit über dem Horizont. Anschließend verlässt die Mondscheibe die Sonnenscheibe langsam wieder, nach links unten. Doch davon können wir nur noch den Anfang sehen: Wenn in München die Sonne um 20.32 Uhr untergeht, ist sie noch zum größten Teil bedeckt. Je weiter nördlich Sie sich befinden, umso länger können Sie die partielle Sonnenfinsternis beobachten. Höhepunkt der Perseiden-Sternschnuppen am 12. August Nach der Sonnenfinsternis sollten Sie nicht gleich nach Hause gehen. Denn der 12. August ist immer auch Stichtag für den wohl schönsten Meteor-Regen des ganzen Jahres: Die Perseiden-Sternschnuppen erreichen ihren Höhepunkt in dieser Nacht. Sie brauchen aber etwas Geduld: Erst ab halb elf Uhr abends ist es dunkel genug, um mehr als nur die hellsten Sternschnuppen zu sehen. Und das lohnt sich, denn die Perseiden bringen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde mit sich. Diese höchsten Fallraten werden erst in den Morgenstunden des 13. August erreicht. Aber auch abends am 12. August sind reichlich Sternschnuppen unterwegs. https://www.br.de/nachrichten/wissen/ https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Sonnenfinsternis In vielen Sagen und Märchen der germanischen Mythologie erscheint die Sonne bzw. das Licht des Tages in Form einer Jungfrau, die von einem Ungeheuer, meist einem Wolf, verschlungen und später wieder befreit wird. Überreste dieses alten Glaubens zeigten sich noch im Mittelalter in dem verbreiteten Brauch, bei Sonnenfinsternissen (und teils auch bei Neumond) durch wildes Geschrei und Waffenklirren der Bedrängten zu Hilfe zu kommen. Laut Paul Herrmann habe diese Vorstellung von der Sonne, die von einem Wolf verschlungen wird, in Form des Märchens „Der Wolf und die sieben Geißlein“ bis in die heutige Zeit überlebt. Die Geschichte erzählt, wie der Wolf die Geißlein mit Ausnahme des jüngsten verschlingt, das sich im Kasten der Wanduhr versteckt hatte und schließlich von der heimkehrenden Mutter befreit wird. Herrmann sieht hierbei in den Geißlein keine wirklichen Tiere, sondern die Tage der Woche, die von der Nacht verschlungen werden: „Wie sollte er [der Erzähler] sonst auf den Einfall gekommen sein, daß er nur das jüngste nicht habe finden können? Es ist das Heute, dem er nichts anhaben kann.“ Diese Interpretation des Märchens ist jedoch umstritten. Die moderne Mythenforschung beispielsweise führt die Geschichte nicht auf germanische Traditionen zurück, sondern vermutet vor allem ein Aufgreifen von Elementen aus der griechischen Sagenwelt durch die Gebrüder Grimm. https://religion-in-japan.univie.ac.at/kami/Sonne_und_Mond https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Nordische Sonnen-Mythen In der germanischen und nordischen Religion und Mythologie und ihrer Verehrung für die Sonne, verkörpert in der Sonnengöttin „Sól“:Die Sonne wird Asen zugerechnet. Asen ist der altnordische Name für „Ural æsir“, nach dem isländischen Schriftsteller Snorri Sturlusourluson (1179-1241) und seiner Prosa Edda ein Göttergeschlecht der nordischen Mythologie. Daneben gibt es noch das kleinere Göttergeschlecht der Wanen. Der altnordische Name „Sól“ bedeutet „Sonne“. Im Althochdeutschen und Altsächsischen heißt sie „Sunna“. „Sunna“ oder Sól“ sind die personifizierte göttliche Sonne. Die Sonnengöttin Sól ist die Tochter von Mundilfari, Schwester des Mondgottes Máni und Gattin des Glenr. Die Sonne selbst wurde von den Asen aus einem Funken geschlagen. Sól und der böse Wolf Skoll Die Göttin Sól rast mit einem Sonnenwagen übers Himmelzelt. Gezogen wird er von den Pferden Arvakr (Frühwache) und Alsvidr (Allgeschwinde). Der Schutzschild Swalin schützt den Wagen vor der Hitze des Gestirns. Soweit so gut. Das Üble an der Sache ist nur, dass der böse Wolf Skalli (auch Skoll genannt) hinter Sól und ihrem Gespann her ist. Skoll stammt von Fenrir ab, eine auch „Alte vom Eisenwald“ genannte Riesin. Ihr Zwillingsbruder Hati verfolgt den Mond. Sól und Hati sind permanent auf der Flucht vor den beharrten Typen. Während Skoll die Göttin verfolgt,treibt Sól ihre Pferde zur Eile an. Und dabei kommt es zur Sonnenfinsternis. Denn bei einer Sonnenfinsternis geschieht das, was an diesem Freitag zu bestaunen ist: Sóls Gefährt kommt der Sonne gefährlich nahe. Am Tag des Weltunterganges – dem sogenannten Ragnarök – werden die Wölfe um Skoll die Gejagten einholen und verschlingen. Der letzte Abschnitt der Ragnarök schildert die neue Welt, die nach dem Untergang der alten Welt der Aasen entsteht. Die Ragnarök (das altnordische Wort für „Schicksal der Götter“) ist die nordische Sage von Geschichte und Untergang der Asen. Sie ist in der Nordischen Mythologie gleichbedeutend mit dem Weltuntergang. Im Deutschen wird Ragnarök oft als „Götterdämmerung“ übersetzt. Dies beruht allerdings auf einer Fehlinterpretation von Snorri Sturluson Erzählungen. https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Samtpfote und Krieger Die Geschichte der Hauskatze beginnt am Übergang vom Neolithikum zur Bronzezeit im Mittelmeerraum. Die frühesten Funde stammen aus Zypern, Jericho in Vorderasien und Ägypten. Spätestens mit dem Übergang zur Eisenzeit wurden die von den vorderasiatischen Wild‐ oder Falbkatzen abstammenden Hauskatzen zu beliebten Haustieren in den attischen Kolonien und verbreiteten sich im Zuge der Ausdehnung des Römischen Reiches in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten bis nach Mittel‐ und Nordeuropa. Entgegen populären Vorstellungen hatten diese Tiere jedoch nur wenig mit den europäischen Wildkatzen gemein, die in der Eisenzeit in Skandinavien bereits ausgestorben waren, sondern ähnelten mit ih‐ rer getigerten Fellzeichnung am ehesten zierlichen Exemplaren der heute lebenden Rasse »Europäisch Kurzhaar«. Freyas Katzen – die altnordische Mythologie In Skandinavien treten die ersten Nachweise von Hauskatzen in der späten römischen Kaiserzeit ab dem 2./3. Jh. n. Chr. auf und spätestens ab dem 5./6. Jh. weisen Funde von Knochen sowohl in Siedlungen als auch als Beigaben in Bestattungen darauf hin, dass die Hauskatze im Norden heimisch geworden war. Bei vielen frühen Belegen aus Skandinavien zeigt sich schon gleich die besondere Wertschätzung dieses exotischen und eleganten Tieres. In zwei bedeutenden Opfermooren in Schweden wurden Katzenknochen gefunden und viele Funde stammen aus reich ausgestatteten Gräbern zumeist offensichtlich hochrangiger Männer. In altnordischer Sagaliteratur und mythologischen Quellen wie der berühmten Edda, die zwar erst ab dem 12./13. Jh. verfasst wurden, aber oftmals als Quellen für die Wikingerzeit aufgefasst werden, treten Katzen dagegen überraschend selten in Erscheinung. In einer Handvoll von Szenen nehmen dämonische Unholde die Gestalt von Katzen an, gegen welche die Protagonisten der Sagas zu kämpfen haben, so der Donnergott Thor, der in einem Wettkampf eine Katze vom Boden hochheben soll, die sich später als die gewaltige Midgardschlange entpuppt. Besonders prägend für die in Forschung und populärer Rezeption vorherrschende Sichtweise auf Katzen in der Wikingerzeit sind jedoch zwei Passagen: Ein zentrales Bild von Katzen in der altnordischen Mythologie findet sich in der Edda des berühmten isländischen Skalden Snorri Sturluson, demzufolge die Liebesgöttin Freya in einem von zwei Katzen gezogenen Wagen fährt. Eine zweite oftmals angeführte Szene stammt aus einer Isländersaga, die von der Besiedlung Grönlands und der Entdeckung des nordamerikanischen Kontinents um das Jahr 1000 berichtet. Darin wird eine Seherin beschrieben, deren Kleidung teilweise mit Katzenfell verbrämt ist. Da Katzenfell als Trachtelement an keiner weiteren Stelle in der Sagaliteratur erwähnt wird, gilt diese Passage als deutlicher Hinweis auf eine besondere Bedeutung des Tieres für wikingerzeitliche Magie und kultische Handlungen. Zu dieser Argumentation passt vordergründig auch, dass es laut Edda die Göttin Freya mit ihrem Katzenwagen gewesen sein soll, die den altnordischen Göttern die Zauberkunst brachte. Ausgehend von diesen wenigen Erwähnungen in der altnordischen Literatur wird den Hauskatzen in der Wikingerzeit eine starke kultische oder religiöse Komponente zugeschrieben, die sie als Begleiter von meist weiblichen »ritual specialists« – Seherinnen, Priesterinnen oder Schamaninnen – mit der übernatürlichen Sphäre in Verbindung bringt. https://wikinger-toplak.de/wp-content/uploads/2021/03/Toplak-Samtpfote-und-Krieger-AiD-02-2019-46-49.pdf https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Zum internationalen Tag der Katze 🖤 Hielten sich die Bewohner von Haithabu einst Katzen? Reise in den Norden Die frühesten Nachweise für domestizierte Hauskatzen stammen aus Ägypten und datieren in das 4. Jt. v. Chr. Von dort verbreitete sich die vermutlich von der afrikanischen Falbkatze abstammende Hauskatze nach Griechenland und Italien und schließlich ins nördliche Mitteleuropa. Erst Jahrtausende später lassen sich Hauskatzen vereinzelt in Norddeutschland und Skandinavien nachweisen. Heimisch werden die Samtpfoten in Nordeuropa erst im 5./6. Jh. n. Chr. Anders als oftmals angenommen wird, stammen die Katzen der skandinavischen Wikingerzeit nicht von den europäischen, sondern von den afrikanischen Wildkatzen ab. Sie ähnelten daher auch nicht den heutigen „Norwegischen Waldkatzen“, sondern mit ihrer getigerten Fellzeichnung am ehesten zierlichen Exemplaren der heutigen Rasse „Europäisch Kurzhaar“. Katzen in Alltag und Mythologie der Wikingerzeit Katzen hatten in der Wikingerzeit verschiedene Funktionen. Sie waren sicherlich nützliche Haustiere, die man zur Bekämpfung von Schädlingen wie Ratten und Mäusen hielt. Schnitt- und Ritzspuren an Katzenknochen lassen zudem darauf schließen, dass ihr Fell auch für Kleidung verwendet wurde. Katzenähnliche Figuren treten auch in der Kunst der Wikingerzeit auf. So ist eine Katze auf der Rückwand eines hölzernen Wagens aus dem berühmten Schiffsgrab von Oseberg dargestellt. In Birka wurde eine kleine Bernsteinfigur gefunden, die vermutlich eine sitzende Katze darstellt. Die genaue Funktion dieser Figur ist nicht geklärt, möglicherweise handelt es sich dabei um ein Kinderspielzeug. Ein Großteil der Katzenfunde der Wikingerzeit stammt aus reich ausgestatteten Gräbern. Hier wurden die Tiere den verstorbenen Menschen – Männer, Frauen und Kindern – als Grabbeigabe oder Begleiter ins Jenseits beigelegt. Dies zeigt, dass vermutlich auch die Wikinger vom Wesen der Katzen – ihrer Unabhängigkeit, ihren Fähigkeiten als Jäger, vielleicht aber auch von ihrer Eleganz und Anschmiegsamkeit – fasziniert waren. In der altnordischen Mythologie werden Katzen oft mit Dämonen in Verbindung gebracht. Diese Vorstellung hält sich bis heute als Aberglaube, in dem schwarze Katzen als Unglücksboten betrachtet werden. Daneben gibt es in der altnordischen Mythologie auch das Bild von der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freyja, deren Wagen von zwei Katzen gezogen wird. Diese Vorstellung ist allerdings von antiken Traditionen beeinflusst und stammt nicht aus der Wikingerzeit. Katzen in Haithabu Im Siedlungsbereich und im Hafen von Haithabu wurden bei den Ausgrabungen etwa 1.500 Katzenknochen geborgen. Rund zwei Drittel der etwa 150 nachweisbaren Tiere war zum Zeitpunkt ihres Todes ausgewachsen. Das Gebiss dieser Tiere deutet darauf hin, dass sich die Katzen von Kleinnagern ernährten. Sie lebten also vermutlich halbwild zwischen den Menschen. In späteren mittelalterlichen Städten wie Schleswig veränderte sich das Gebiss, da die Katzen mit Küchenabfällen gefüttert wurden, ein deutlicher Hinweis auf eine Annäherung an den Menschen. Einige der gefundenen Katzenknochen in Haithabu weisen Schnitt- und Ritzspuren auf, die darauf hindeuten, dass den Tieren das Fell abgezogen wurde. Das Winterfell junger Katzen wurde als Pelzbesatz und als Futter für warme Kleidung verwendet. Zusätzlich diente das Katzenfell vermutlich als Handelsware. Verzehrt wurden die Tiere allerdings nur in Notzeiten. https://haithabu.de/de/katzen-in-haithabu https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Die Butter von Kühen galt schon verschiedenen URvölkern als heilig. BUTTEROPFER Das Opfern von Fett oder Butter in die Flammen des Herdfeuers ist ein Ritual, dessen Wurzeln sich bis in die Anfänge der indogermanischen Zeit zurück verfolgen lassen. Die Opferung diente der Aufrechterhaltung der Lebenskraft der Flamme. Im Rigveda finden wir folgende rituelle Formel zur Vollziehung des Butteropfers in Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes: ,,Leben möge dir heute bescheren dieser herrliche Agni; gib du unserem Leben Dauer, sei lebensspendend, Agni, durch Opferspeise gestärkt, von Butter das Anlitz voll, aus der Butter Schoß entsprossen. Trinke Butter, den süßen Honig der Kuh. Wie ein Vater den Sohn, so bewache dies Kind." Die Butter wird mit diesen Worten dem Feuer einer Flammenschale übergeben. Die Opferung kann zu mehreren Anlässen durchgeführt werden, die rituellen Worte des Rigveda allerdings sind der Geburt eines Kindes gewidmet und gehören daher zum Ritual der Lebensleite. https://t.me/URnatUR
Von der Seele Unrein und verzerrend ist der Blick des Wollens. Erst wo wir nichts begehren, erst wo unser Schauen reine Betrachtung wird, tut sich die Seele der Dinge auf, die Schönheit. Wenn ich einen Wald beschaue, den ich kaufen, den ich pachten, den ich abholzen, in dem ich jagen, den ich mit einer Hypothek belasten will, dann sehe ich nicht den Wald, sondern nur eine Beziehung zu meinem Wollen, zu meinen Plänen und Sorgen, zu meinem Geldbeutel. Dann besteht er aus Holz, ist jung oder alt, gesund oder krank. Will ich aber nichts von ihm, blicke ich nur „gedankenlos“ in seine grüne Tiefe, dann erst ist er Wald, ist Natur und Gewächs, ist schön. Ist es nicht mit der Beziehung zum anderen Geschlecht genauso? Wie kann sich dann Glück und Ekstase entfalten, wenn wir die Beziehung nur als „zivile Konvention zur gegenseitigen Nutzung der Geschlechtsteile“ sehen? Mit den Menschen und ihren Gesichtern ist es wie mit dem Wald. Der Mensch, den ich mit Furcht, mit Hoffnung, mit Begehrlichkeit, mit Absichten, mit Forderungen ansehe, ist nicht Mensch, er ist nur ein trüber Spiegel meines Wollens. Ich blicke ihn wissend oder unbewusst, mit lauter beengenden, fälschenden Fragen an: Ist er zugänglich oder stolz? Achtet er mich? Kann man ihn anpumpen? Versteht er etwas von Kunst? Mit tausend solchen Fragen sehen wir die meisten Menschen an, mit denen wir etwas zu tun haben. Im Augenblick, da das Wollen ruht und die Betrachtung aufkommt, das reine Sehen und Hingegeben sein, wird alles anders. Der Mensch hört auf, nützlich oder gefährlich zu sein, interessiert oder langweilig, gütig oder roh, stark oder schwach. Er wird Natur, er wird schön und merkwürdig wie jedes Ding, auf das reine Betrachtung sich richtet. Denn Betrachtung ist ja nicht Forschung oder Kritik, sie ist nichts als Liebe. Sie ist der höchste und wünschenswerteste Zustand unserer Seele: begierdelose Liebe. Haben wir diesen Zustand erreicht, es sei nur für Minuten, Stunden oder Tage (ihn immer innezuhalten, wäre die vollkommene Seligkeit) dann sehen die Menschen anders aus als sonst. Keiner mehr kann verachtet, kann gehasst, kann missverstanden werden. Dann fühlst Du plötzlich den tiefen Sinn des Lebens. Hermann Hesse https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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,,Wer nach draußen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht." - Karl Jung https://t.me/URnatUR https://t.me/URArtwerk https://t.me/URbuecher
SIF Wir denken uns, der heißeste Monat des Jahres sei angebrochen. Wir haben August und die Sonne brennt heftig vom Himmel. Der alte Name dieses Monats ist Ernting und in der Tat ist es der Haupterntemonat des Jahres. Wenn wir jetzt über Land gehen und voll Freude über weite Felder schauen, sehen wir Getreideähren, die sich hunderttausendfach im Winde wiegen. Diese wogenden Felder sind der Ausdruck der Göttin Sif. Die Göttin Sif ist die Frau des Thor und die Mutter Ullrs. Sie ist die Erntepracht des Sommers und hat wunderschönes goldenes Haar, weswegen sie auch die haarschöne Göttin genannt wird. Um dieses Haar rankt sich auch ein Mythos, der nicht nur für Sif, sondern für alle Götter von großer Bedeutung ist. Sif ist die Göttin der Ernte, sie stellt die Natur in einem ganz bestimmten Zustand dar, in dem Zustand nämlich, in dem die Erde ihren Reichtum und ihre Fülle an ihre Kinder, die Tiere und Menschen, weitergibt, denn das Getreide ist, damals wie heute, unsere Hauptnahrungsquelle. Sif, altnordisch für „Verwandte, Gesippin“, ist in der nordischen Mythologie die Gattin des Donnergottes Thor. Mit ihm zeugt sie eine Tochter namens Thrud („Kraft“). Außerdem hat sie noch einen Sohn, den schnellen Bogenschützen Ullr, den sie mit in die Ehe brachte. Als Loki ihr hinterlistig das schöne, goldglänzende Haar abschor, zwang ihn Thor, ihr einen neuen Haarschmuck aus Gold von kunstreichen Zwergen, den Söhnen des Ivaldi, machen zu lassen, der wie Haar wachsen konnte. In der älteren Forschung wurden die goldenen Haare als Symbol des reifen Ährenfeldes gedeutet, dessen goldener Schmuck in der Glut des Spätsommers abgeschnitten, dann aber von unsichtbar wirkenden Erdkräften neu gewoben wird. Doch scheint Sif in der nordischen Mythologie keine andere Funktion gehabt zu haben, als die Gattin Thors zu sein, wie auch ihr Name nahelegt. Das Fest, das der Sif geweiht ist und das jedes Jahr im Heuert oder Ernting (Juli oder August) zu Vollmond begangen wird, ist das Leinerntefest. Sif wird hier zusammen mit Thor und Frigg angerufen. Der Name des Festes zeigt übrigens die enorme Bedeutung, die der Lein oder Flachs bei unseren Vorfahren hatte. Aus ihnen wurde nahrhaftes Öl gewonnen, die Fasern wurden gehechelt und zu Leinen versponnen und die Abfallprodukte (Werg, Hede) als Polster- und Abdichtmaterial verwendet. Auch im Märchen wird das Motiv der Flachsspinnerinnen gerne aufgegriffen. Sifs abgeschnittenes Haar findet seine naturmythologische Entsprechung natürlich bei dem Getreide, welches auch jedes Jahr abgeschnitten wird und trotzdem wieder nachwächst. https://www.heidnische-gemeinschaft.de/themen/goetter-und-goettinnen/sif.html Evolution Mensch https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter
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Der August Nun hebt das Jahr die Sense hoch und mäht die Sommertage wie ein Bauer. Wer sät, muss mähen. Und wer mäht, muss säen. Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer. Stockrosen stehen hinterm Zaun in ihren alten, brüchigseidnen Trachten. Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun, mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau'n, die eine Reise in die Hauptstadt machten. Wann reisten sie? Bei Tage kaum. Stets leuchteten sie golden am Stakete. Wann reisten sie? Vielleicht im Traum? Nachts, als der Duft vom Lindenbaum an ihnen abschiedssüß vorüberwehte? In Büchern liest man groß und breit, selbst das Unendliche sei nicht unendlich. Man dreht und wendet Raum und Zeit. Man ist gescheiter als gescheit, - das Unverständliche bleibt unverständlich. Ein Erntewagen schwankt durchs Feld. Im Garten riecht's nach Minze und Kamille. Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille. Wie klein ist heut die ganze Welt! Wie groß und grenzenlos ist die Idylle ... Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht. Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht, ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer. Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht! Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer. Erich Kästner https://t.me/FreigeistMidgardAlteGoetter